Oö. Wirtschaft begrüßt Einigung beim Thema Linzer Stadtbahn

WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer: Wichtigstes anstehendes Projekt im öffentlichen Verkehr und zentrales Projekt für den Wirtschaftsstandort

Die Durchbindung der Mühlkreisbahn als Stadtbahn zum Linzer Hauptbahnhof sowie die Weiterführung der Stadtbahn über die Johannes Kepler Universität nach Gallneukirchen und Pregarten ist derzeit insgesamt das wichtigste anstehende Projekt im öffentlichen Verkehr und gleichzeitig zentrales Projekt für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich. Ein Projekt dieser Größe, das auch einen Meilenstein für den Klimaschutz in Oberösterreich darstellt und dessen rasche Realisierung auch viele Arbeitsplätze sichern wird, ist nur mit einer tatkräftigen Mitfinanzierung des Bundes realisierbar.

WKOÖ-Präsidentin Hummer: „Daher haben wir als gemeinsame Sozialpartnerinitiative von Wirtschaftskammer OÖ und Arbeiterkammer OÖ vor Kurzem beim zuständigen Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie den dringenden Wunsch auch vieler großer Linzer Arbeitgeberbetriebe mit ihren Beschäftigten deponiert, möglichst rasch die noch notwendigen politischen und finanziellen Beschlüsse auf Bundesebene zu fassen, damit wie vorgesehen Mitte 2021 der Start des Vorprojektes für die in Linz gelegenen Streckenteile der Stadtbahn beginnen kann. Wir freuen uns, dass jetzt der Bund seine Zusage erteilt hat, dieses Projekt mit 50 Prozent zu unterstützen, nachdem im vergangenen Jahr bereits eine grundsätzliche Einigung zwischen Stadt Linz und Land OÖ hinsichtlich des Projektes erzielt wurde.“

Klaus Schobesberger, Obmann der WKO Linz-Stadt: „In den vergangenen Jahren wurde das Thema Verkehr mit Stau- und Brückenchaos als das negative Thema gesehen, wenn nach spontanen Assoziationen mit Linz gefragt wurde. So manche Linzer Unternehmen beklagen auch, dass sie pendelnde Mitarbeiter aus dem Umland aufgrund der Verkehrssituation verloren haben. Ohne pendelnde Mitarbeiter und Lehrlinge vor allem auch aus dem Mühlviertel kann die Wirtschaft in Linz aber nicht auskommen.“

Gewaltige Erleichterung durch A7-Bypassbrücken
Bereits die Verkehrsfreigabe der beiden neuen A7-Bypassbrücken im letzten Jahr hat für alle Betroffenen eine gewaltige Erleichterung gebracht. Seither ist die Stadteinfahrt aus dem Mühlviertel über die Mühlkreis-Autobahn aus den täglichen morgendlichen Staumeldungen des Verkehrsfunks verschwunden. Mit dem gemeinsamen Schulterschluß von Bund, Land OÖ und Stadt Linz quer über alle Parteigrenzen für die neue OÖ-Regional-Stadtbahn und zusätzliche O-Buslinien, wurde für den Wirtschaftsstandort Linz ein weiteres wichtiges Signal gesetzt. Jetzt gilt es, gemeinsam die nächsten Schritte voranzutreiben und dieses für die Entlastung der Verkehrssituation in Linz so bedeutende ÖV-Vorhaben möglichst zeitnah umzusetzen.

Dem müssen aber laufend weitere Schritte folgen:

  • Vor allem die rasche Fertigstellung der neuen Eisenbahnbrücke ohne weitere Verzögerungen.
  • Extrem wichtig für Linz sind die Projekte der ASFiNAG und des Landes OÖ: Sanierung und Ausbau der A 7,
    A 26 Linzer Westring und Linzer Osttangente.
  • Zusätzlich gilt es, die Kapazitätsengpässe im unmittelbaren Einzugsbereich der Donaubrücken zu beseitigen, also auf der Achse Donaulände–Hafenstraße–Industriezeile.
Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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