Impfangebote jetzt auch für registrierte über 65-Jährige

OÖ adaptiert Impfplan, Präsentation nach Entscheidung der EMA über AstraZeneca

Der gestrige Erlass des Gesundheitsministeriums, wonach die Bevölkerungsgruppe Über-65-Jahre verbindlich bevorzugt zu impfen sei, wirkt sich entsprechend auf den Impfplan des Landes OÖ aus. Am Donnerstag wird zudem eine Entscheidung der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) zum weiteren Vorgehen mit AstraZeneca erwartet. Die Expertinnen und Experten des Krisenstabs des Landes bereiten sich derzeit auf mehrere Möglichkeiten vor und werden nach der Entscheidung über die weitere Verwendung von AstraZeneca am Donnerstag den Impfplan finalisieren. Bis dahin werden die Impfungen fortgesetzt. Mit Astra Zeneca werden derzeit im niedergelassenen Bereich Hochrisikopatientinnen und -patienten sowie deren Angehörige geimpft. Fest steht bereits, dass über 65-Jährige, die auf www.ooe-impft.at registriert sind, nach und nach ein zeitnahes Impfangebot erhalten werden, beginnend jeweils mit den jeweils ältesten angemeldeten Personen.

Das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz hat gestern den Ländern einen Erlass mit einer Aktualisierung des Covid19-Impfplans vorgelegt.

Beinhaltet sind etwa eine verbindliche Impfreihenfolge primär nach Alter und gesundheitlichen Risiken und eine – nun auch im Covid19-Impfplan festgeschriebene – erweiterte Verwendung des AstraZeneca-Impfstoffs auch für über 65-Jährige.

Der Impfplan des Landes OÖ wird dahingehend überarbeitet. Abgewartet wird hier jedoch auch noch die bis Donnerstag angekündigte Stellungnahme der EMA zur weiteren Verwendung von AstraZeneca, da diese Entscheidung ebenfalls einen großen Einfluss auf den Impfplan nehmen kann – etwa im Hinblick auf die vorgesehenen Impfungen der Pädagoginnen und Pädagogen – und so möglicherweise in zwei Tagen der Impfplan erneut überarbeitet werden müsste.

Schon bisher wurde in OÖ ein Hauptaugenmerk auf die Impfungen der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger gelegt. Mittlerweile ist die Gruppe der impfwilligen über 80-Jährigen mit mehr als 53.000 Impfungen sehr weit fortgeschritten. Oberösterreich liegt hier im bundesweiten Spitzenfeld. Mit Hochdruck wird daran gearbeitet, den über 65-Jährigen in unserem Land möglichst rasch ein Impfangebot zu machen. Hier ist man naturgemäß von den Impfstofflieferungen des Bundes abhängig.

Auf www.ooe-impft.at registrieren um Impfangebot zu erhalten

Der Krisenstab des Landes OÖ weist in diesem Zusammenhang nochmals darauf hin, dass mit einer Registrierung auf www.ooe-impft.at sichergestellt ist, dass man möglichst rasch ein Impfangebot erhält. Daher werden alle – aber insbesondere die Gruppe der über 65-Jährigen – eingeladen sich zu registrieren.

Bereits aufgrund des neuen Erlasses des Bundes sowie den Lieferreduzierungen des AstraZeneca-Impfstoffs wird es zu Adaptierungen des oberösterreichischen Impfplans kommen. Schon aufgrund der wieder erfolgten Lieferkürzungen bei AstraZeneca müssen die Pläne adaptiert werden. Zudem steht eine Entscheidung der EMA über die weitere Verwendung des AstraZeneca-Impfstoffs aus, die bis Donnerstag angekündigt ist. Der Krisenstab des Landes denkt den Impfplan daher in Varianten und bereitet sich auf unterschiedliche Szenarien vor – etwa einen kompletten Stopp von AstraZeneca – um, sobald alle äußeren Einflüsse feststehen, den Impfplan rasch finalisieren und verkünden zu können.

„Wir haben in Oberösterreich die gute Ausgangssituation, dass wir von Anfang an auf die Impfungen der besonders schützenswerte Gruppe der älteren Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher gesetzt haben. So haben bereits rund 70 Prozent aller über 80-Jährigen eine Erstimpfung erhalten. Damit liegen wir bundesweit im Spitzenfeld. Oberösterreich wird den Impfplan nach den neuen Vorgaben und Umständen entsprechend adaptieren und wartet bis zu einer Finalisierung noch die Entscheidung der EMA zu AstraZeneca ab. Die unsichere Planungssituation stellt uns selbstverständlich immer wieder vor Herausforderungen, weil wir zum wiederholten Mal mit sich verändernden Rahmenbedingungen zurechtkommen müssen – sowohl was den neuen Erlass betrifft, als auch Lieferreduktionen beim Impfstoff von AstraZeneca bis hin zur unsicheren Entscheidung der EMA“, betont Gesundheitsreferentin LH-Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander.

Übersicht Impfungen:

Diese und nächste Woche werden jedenfalls weitere 9.200 Impfungen für die älteren Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher durchgeführt. Dazu haben registrierte 77-Jährige (06.02.1944) seit dem vergangenen Wochenende eine Einladung für die begrenzte Anzahl an Impfterminen bekommen.

Gesamtanzahl der geimpften Personen in OÖ: 131.267

Gesamtanzahl der durchgeführten Impfungen in OÖ: 178.585, davon

  • Alten- und Pflegeheime: 22.796
  • Krankenanstalten: 23.364
  • Ü80 (außerhalb APH): 49.894
  • Niedergelassene Ärzte: 2.051
  • Rettungsdienste: 5.277
  • Einrichtungen nach dem Chancengleichheitsgesetz: 3.871
  • Impfstraßen: 14.830
  • Hochrisikopatient/innen und enge Angehörige: 9.184
  • 2. Teilimpfung: 47.318

Aktuell sind 228.405 Personen (jene Personen, die bereits geimpft sind oder einen Impftermin erhalten haben, sind darin nicht mehr enthalten) für Informationen zur Corona-Schutzimpfung registriert. Eine Registrierung ist auf www.ooe-impft.at möglich.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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