Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz bringt neuen Turbo für Oberösterreichs Energiewende

„Für uns war immer klar, Ökologie und Ökonomie sind kein Gegensatz, sondern vielmehr sind Investitionen in den Klima- und Umweltschutz ein Turbo gerade auch für Oberösterreichs Wirtschaft. Das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz, das heute von der Bundesregierung vorgestellt worden ist, liefert einen klaren Beweis dafür: Das Gesetz bringt nicht nur klare Rahmenbedingungen und damit Planbarkeit für die Ökostrom-Erzeugung, sondern mit einem Volumen von 10 Milliarden Euro bis zum Jahr 2030 auch große Chancen für die Energietechnologie-Branche in unserem Bundesland“, stellt Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner zum heute auf Bundesebene präsentierten Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz fest. Zur Erstellung dieses Gesetzes hat es auch zahlreiche Verhandlungen zwischen dem Bund und den Ländern gegeben.  Wirtschafts- und Energie-Landesrat Achleitner hat mit Bundesministerin Leonore Gewessler bei den Regierungsverhandlungen auch das Thema Energie mitverhandelt.

„Dier Umstieg auf erneuerbare Energien bringt nicht nur einen wichtigen Schub für den Klimaschutz, sondern auch für die heimische Wirtschaft. Denn von den neuen Regelungen und Fördermechanismen werden sowohl all jene profitieren, die Anlagen zur Ökostrom-Erzeugung betreiben und errichten, sondern auch alle Unternehmen, die derartige Anlagen bzw. Komponenten dafür herstellen. Gerade am Standort Oberösterreich gibt es sehr viele innovative Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energietechnologien, die nun mit neuen Aufträgen rechnen können“, hebt Landesrat Achleitner hervor. Darüber hinaus wird das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz ein neuer Turbo für die Umsetzung der Energiewende in Oberösterreich sein:

„Oberösterreich ist das Land der Wasserkraft: Daher ist es ein wichtiger Impuls, dass es nun auch Investitionsförderungen für die Neuerrichtung von Kleinanlagen, aber auch erstmals Förderungen für größere Anlagen gibt. Pumpspeicheranlagen werden zu 100 % von Netztarifen befreit und zwar sowohl für neue als auch bestehende Anlagen für 15 Jahre“, so Landesrat Achleitner.

„Unser Bundesland ist aber auch Spitzenreiter bei der Nutzung der Photovoltaik. Hier wird es durch die neuen Energiegemeinschaften einen zusätzlichen Schub für Oberösterreich geben. Denn erstmals können Private, Gemeinden, KMUs sowie Landwirtinnen und Landwirte gemeinsam Sonnenstrom erzeugen und verbrauchen. Diese Energiegemeinschaften bringen eine Dezentralisierung der Stromerzeugung und sorgen durch die Nutzung des Stroms im regionalen Umfeld auch für Entlastung der Stromnetze“, erläutert Landesrat Achleitner.

„Oberösterreich will auch zur Kompetenzregion im Bereich des Wasserstoffs werden. So betreibt etwa die voestalpine in ihrem Werk in Linz bereits die weltweit größte Pilotanlage zur Produktion von grünem Wasserstoff. Das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz sieht insgesamt 500 Mio. Euro Investitionsförderung für Wasserstoff- bzw. Elektrolyseanlagen für die nächsten zehn Jahre vor. Ebenso werden Elektrolyseanlagen nun für mindestens 15 Jahre komplett von den Netztarifen ausgenommen. Das wird gerade dem Standort Oberösterreich beim Vorantreiben der Nutzung von Wasserstoff wichtige Impulse geben“, unterstreicht Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner.

V.l.: Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner, Bundesministerin Leonore Gewessler und Staatssekretär Dr. Magnus Brunner bei der Energie-Landesräte-Konferenz in Oberösterreich im Vorjahr, bei der unter anderem auch ein Wasserstoffmanifest unterzeichnet worden ist.
 Foto: Land OÖ/Daniel Kauder

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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