OÖ Bauernbund: Gedanken zum Weltfrauentag

„Brauchen wir heute noch einen Weltfrauentag?“ stellt gleich zu Beginn Landesbäuerin Johanna Haider die provokante Frage.

Der Internationale Frauentag, wird am 8. März begangen. Er entstand in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen. Er fand erstmals am 19. März 1911 statt und wird seit 1921 jährlich am 8. März gefeiert.

In der Historie betrachtet, war der Kampf für das Frauenwahlrecht und die Gleichberechtigung der Frauen in der Gesellschaft der markante Ausgangspunkt. Aber auch 110 Jahre später, im Jahr 2021 ist die Gleichstellung der Frauen in der Gesellschaft und im Berufsleben noch nicht erreicht. Trotz der vielen Errungenschaften haben die Frauen in der heutigen Zeit hochaktuelle Forderungen wie gelebte Partnerschaftlichkeit in der Familie, in der Gesellschaft und im Beruf. In diesem Zusammenhang sei eine Studie erwähnt, die vor einigen Jahren für Aufsehen sorgte. Sie besagte, dass es in Österreich mehr Bürgermeister gibt, die Josef heißen, als Bürgermeisterinnen insgesamt.

Hier sieht Landesbäuerin Johanna Haider einen wichtigen Ansatzpunkt. Frauen für politische Ämter zu begeistern und an wählbarer Stelle zu positionieren, war der Bäuerinnenorganisation schon immer ein großes Anliegen. Mit der Umsetzung der von den Bäuerinnen initiierten „Charta für partnerschaftliche Interessenvertretung“ soll ein Frauenanteil von 30% in Entscheidungsgremien des ländlichen Raumes erreicht werden. Politisch aktive Frauen motivieren und fördern, sozusagen in das Rampenlicht zu bringen, ist das Ziel.

Hoher Frauenanteil bei Bauernbund-Mandaten

Erfreulicherweise hervorzuheben ist in diesem Fall die Mandatsverteilung des Oberösterreichischen Bauernbundes in der Landwirtschaftskammer. Aufgrund der kürzlich erfolgten Wahlen zum oberösterreichischen Bauernparlament hält der Bauernbund 24 Mandate. Davon entfallen 9 auf Frauen, das ist ein Frauenanteil von 36%. Allen voran Michaela Langer-Weninger, als erste und bislang einzige Präsidentin einer Landwirtschaftskammer in Österreich.

„Ich freue mich über diese vielen tüchtigen Frauen die sich bereit erklären, Funktionen anzunehmen und sich mit viel Engagement ihren Aufgaben stellen. Daran können sich unsere politischen Mitbewerber ein Beispiel nehmen“, gibt Johanna Haider unumwunden zu.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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