45-Jähriges Gurtpflicht Jubiläum: Gu(r)t Anschnallen–Jeder Klick rettet Leben

Heuer feiert die Gurtpflicht 45-jähriges Jubiläum. Seither gilt derGurt im Auto alswichtiger Lebensretter. Doch optimal schützt er nur, wenn die Insassen ihn gut und korrekt anlegen. Statistiken beweisen,dass zahlreiche Unfällenicht tödlich hätten enden müssen, wäre der Gurt richtig angelegt gewesen. Ob aus Bequemlichkeit, Vergesslichkeit oder weil „man nur schnell wohin muss“ -die Ausreden, warum auf den Sicherheitsgurt im Auto verzichtet wird, sind vielseitig. Dabei bedarf es nur einemschnellen „Klick“,durch dendie Sicherheit um ein Vielfaches gesteigert wird. „Leider gibt es in Österreich immer noch zahlreiche Gurtmuffel. Gerade bei den Unfällen mit Todesfolge zeigt sich, dass traurige Schicksale hätten vermieden werden können. Bei unserem gemeinsamenAppell steht ein kurzer und wichtigerKlick,der im Ernstfall Leben retten kann, im Fokus“, so Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner.

Einführung der allgemeinen Gurtpflicht

Auch wenn seit dem 15. Juli 1976 die Gurtpflicht gilt, so wurde seinerzeit das Nichtangurten erst ab dem 1. Juli 1984 mit einer Organstrafverfügung geahndet. Damals betrug die Mindeststrafe 100 Schilling, was heute rund 7 Euro entspricht. In der Zwischenzeit sind es 35 Euro, die fällig werden, wenn ohne angelegten Sicherheitsgurt gefahren wird. Wer die Sicherung eines mitfahrenden Kindes nicht berücksichtigt, riskiert neben der Sicherheit darüber hinaus ein noch höheres Bußgeld sowie einen Eintrag ins Führerschein-Vormerksystem. Der theoretische Strafrahmen reicht bis 5.000 Euro.

Höhere Überlebenschance mit Sicherheitsgurt

Zwar kann man sich den gesetzlichen Vorschriften widersetzen, den physikalischen Gegebenheiten hingegen entkommt man nicht. Dies untermauern auch die Statistiken. Die Überlebenschance ist bei einem Unfall mit angelegtem Sicherheitsgurt ca. 8-mal höher als ohne Gurt.Schon bei 30 km/h wird es unangeschnallt richtig gefährlich. Ein Aufprall mit diesem Tempo hat ähnliche Folgen wie ein Sturz aus vier Metern Höhe. Sind Fahrer/inoder Beifahrer/inbei 64 km/h nicht angeschnallt, führt der Crash selbst mit Airbag zulebensgefährlichen Verletzungen. Dennoch sind heute noch immer vieleLenkerinnen und Lenker ungesichert im Pkw unterwegs.Je schlimmer die Unfälle, desto höher zeigt sich jenerAnteil der Anschnallmuffel. Rund ein Drittel der tödlich verunglücktenPkw-Insassen sind nicht angegurtet.

©Land OÖ/Daniel Kauder

KFV Direktor Dr. Othmar Thann, Infrastruktur-Landesrat Mag. Günther Steinkellner, der Leiter der Abteilung Verkehr des Landes OÖ, Dr. Peter Aumayr und WKOÖ Obmann der Sparte Transport und Verkehr, Mag. Wolfgang Schneckenreither präsentieren die neue Kampagne zum Thema Angurten.
Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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