WM: LISA HAUSER IST WELTMEISTERIN//Eder verpasst als Vierter knapp eine Medaille

Mit einer echten österreichischen Sensation endete der Massenstart-Bewerb der Damen in Pokljuka (SLO): Lisa Hauser kürte sich mit einer sensationellen Leistung als erste österreichische Biathletin zur Weltmeisterin. Die Tirolerin war von Anfang an ständig an der Spitze des Feldes, blieb als einzige der vielen Favoritinnen viermal am Schießstand fehlerfrei und jubelte am Ende mit einem Respektabstand von 21,7 Sekunden über die Goldmedaille. Damit sicherte sich die 27-Jährige ihre bereits dritte Medaille im Zuge der Weltmeisterschaft in Slowenien. Lisa Hauser krönte damit ihre bisher einzigartig erfolgreiche Saison und sorgte für den ersten österreichischen Weltmeistertitel seit Dominik Landertinger im Massenstart von Pyeongchang 2009.

„Jetzt stehe ich da und bin Weltmeisterin, dass ist einfach unglaublich schön und ich habe so eine Gaudi. Ich werde das jetzt genießen.“

Lisa Hauser

Von Beginn an hielt sich die Tirolerin an der Spitze des Feldes, absolvierte drei fehlerfreie Schießeinlagen und ging gemeinsam mit der Lettin Baiba Bendika und 13 Sekunden Vorsprung auf die zu dem Zeitpunkt drittplatzierte Norwegerin Tiril Eckhoff zum letzten Stehendschießen. Die 27-Jährige zeigte Nervenstärke, blieb erneut fehlerfrei und lief auf der Schlussrunde ungefährdet ihrem ersten Weltmeistertitel entgegen.

Hinter Hauser komplettierten zwei Norwegerinnen das Podest. Ingrid Landmark Tandrevold jubelte mit einer Strafrunde über Silber, ihre Landsfrau Tiril Eckhoff landete mit drei Fehlern auf Rang drei.

Lisa Hauser (Gold): „Ich kann es jetzt noch gar nicht glauben. Es ist einfach irrsinnig, was da heute passiert ist. Ich versuche einfach, das jetzt bestmöglich zu genießen. Vor dem letzten Schießen habe ich mir nur gedacht, mach es bitte nicht so wie im Einzel und ‚verballer‘ die letzten beiden Schüsse. Ich habe mich auf eine ruhige Serie konzentriert und dass es die Null geworden ist, ist einfach gigantisch. Auf der Schlussrunde konnte ich dann mit den ganzen Betreuern, die mich angefeuert haben, einfach nur genießen. Ich hatte dann auch schon einen Grinser im Gesicht. Jetzt stehe ich da und bin Weltmeisterin, dass ist einfach unglaublich schön und ich habe so eine Gaudi. Ich werde das jetzt genießen.“

Foto: ÖSV/Sonnberger

WM Pokljuka | Massenstart Herren | Eder verpasst als Vierter knapp eine Medaille


Die Biathlon-Weltmeisterschaft in Pokljuka (SLO) 2021 ist Geschichte. Im abschließenden Massenstart-Rennen der Herren zeigte Simon Eder erneut eine großartige Leistung. Der 37-Jährige hielt sich das gesamte Rennen über im absoluten Spitzenfeld, musste insgesamt nur eine Strafrunde in Kauf nehmen und belegte am Ende den starken vierten Platz (23,1 sek.).

Vor allem zu Beginn des Rennens lieferte der Salzburger eine grandiose Vorstellung ab. Nach drei fehlerfreien Schießeinlagen ging es gemeinsam mit Sturla Holm Laegreid aus Norwegen und dem Slowenen Jakov Fak zum letzten Stehendschießen. Bei einem packenden Showdown mussten gleich alle drei Athleten mit einem Fehlschuss in die Strafrunde abbiegen, dadurch schafften plötzlich sowohl der Franzose Quentin Fillon Maillet als auch der Norweger Johannes Dale wieder den Anschluss an die Medaillenränge. Während Sturla Holm Laegreid souverän seiner vierten Goldmedaille in Pokljuka entgegen lief, war Simon Eder dahinter voll dabei im Kampf um eine Medaille. Am Ende verpasste der 37-Jährige in einer dramatischen Schlussrunde knapp die Bronzemedaille und belegte Rang vier (+23,1 sek.).

Hinter Sturla Holm Laegreid sicherte sich dessen Landsmann Johannes Dale Silber (10,2 sek.). Die Bronzemedaille ging an Quentin Fillon Maillet (+12,8 sek.) aus Frankreich.


STIMME:

Simon Eder (Vierter): „Ich glaube, an so einem Tag wie heute, an dem Lisa Hauser die Goldmedaille holt, können wir diesen vierten Platz gut verschmerzen. Das war heute ein historischer Tag für den österreichischen Biathlonsport. Ab der dritten Runde habe ich gemerkt, dass ich absolut mithalten kann, weil ich noch nicht am Limit war. Dann habe ich meine Chance gewittert, aber leider war das Glück bei meinem letzten Schießen mit einem knappen Fehler nicht auf meiner Seite. Ich war nicht einmal nervös, weil ich mental so gut drauf war. Dass auf der Schlussrunde dann noch beide daherkommen, ist natürlich schade, mir hätte einer gereicht.“

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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