WKOÖ: JW startet optimistisch ins neue Jahr

Mehr Regionalität schafft mehr Zusammenhalt Beteiligungsfreibetrag zur Mobilisierung von privatem Kapital

„Besonders jetzt zeigt sich, wie wesentlich unsere jungen Selbständigen für Oberösterreichs Wirtschaft und für unsere Bezirke sind“, so JW-Landesvorsitzender Bernhard Aichinger beim Jahresauftakt der Jungen Wirtschaft Oberöstereich, der heuer in online in Form einer digitalen Kulinarikreise durch die Bezirke über die Bühne ging.

„Dabei gilt es, danke zu sagen und zu unterstützen, denn die Wirtschaft braucht unsere Kaufkraft vor Ort. In Zeiten von Social Distancing wollen wir aber nicht auf das Gemeinsame verzichten. Wir setzen auf Kooperation und Zusammenhalt in unserem starken JW-Netzwerk. Beim diesjährigen Jahresauftakt der Jungen Wirtschaft wurden neben digitalem Teambuilding auch regionale Jungunternehmer und ihre Produkte vorgestellt“, so Aichinger. Und verzehrt wurde das ganze daheim vor dem Bildschirm. „Erfolgreiche Jungunternehmer kamen zu Wort und verwöhnten uns mit ihren innovativen Spezialitäten. Dieses Event der besonderen Art zeigte einmal mehr deutlich auf, dass die Junge Wirtschaft kein Schönwetterverein ist, sondern dass wir auch schwierigen Zeiten zusammenhalten und Perspektiven schaffen.“

Malina-Altzinger: JW als Motivator für Jungunternehmer auch in schwierigen Zeiten
„Die Junge Wirtschaft zeichnet sich als Motivator für Unternehmensgründer und Jungunternehmer aus. Ein starkes Netzwerk ist gerade in schwierigen Zeiten besonders wichtig. Ich gehe davon aus, dass sich im zweiten Halbjahr die Wirtschaft erholen wird und Erleichterungen zu erwarten sind“, blickt auch WKOÖ-Vizepräsident Clemens Malina-Altzinger optimistisch in die Zukunft.

Vom Krisen- in den Zukunftsmodus: Maßnahmen für den Aufschwung gefragt
„Die jungen Unternehmen sind gewappnet für die Zeit nach der Krise. Sie erwarten nun auch von der Regierung, die richtigen Weichen zu stellen und das Potenzial der neuen Unternehmergeneration für Wachstum und Arbeit zu nützen“. Nachdem junge Betriebe nicht nur mit Blick auf ihre Motivation entscheidende Player für den Aufschwung sind, ist es umso wichtiger, aufschwung- und zukunftsfördernde Maßnahmen zu setzen. Aichnger: „Es ist Zeit, parallel zur Krisenbewältigung die Weichen für den Zukunftsmodus zu stellen“.

Beteiligungsfreibetrag auch für kleine und mittlere Unternehmen
Die Junge Wirtschaft ist überzeugt, dass Investments durch privates Kapital in junge Unternehmen eine wertvolle zusätzliche Stütze für den Aufschwung sein können. „Der Beteiligungsfreibetrag würde Kapital mobilisieren und Liquidität für Investitionen schaffen. Dadurch wäre er für die Unternehmen eine alternative und attraktive Finanzierungsmöglichkeit abseits der Bankenfinanzierung“. Der Beteiligungsfreibetrag soll gerade auch Investitionen von Unternehmen in der Region fördern und so die regionale Wirtschaft stärken. Dafür sollen private Beteiligungen an Neugründungen oder an kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) bis zu einer Höhe von 100.000 Euro als Freibetrag über fünf Jahre absetzbar sein.

Unter der neuen Webseite www.investieren-in-oe.at können sich potenzielle Unterstützer der heimischen Unternehmen informieren und die Forderung nach steuerlichen Incentives für rot-weiß-rote Investitionen unterstützen

Wachstum schafft Beschäftigung
Ein weitere wichtige Maßnahme, um das Wachstum und damit die Beschäftigung – gerade bei Jungunternehmern – wieder zu stärken, ist die Senkung der Lohnnebenkosten. Gründer schaffen im Schnitt rund 5 Arbeitsplätze. Das soll auch in Zukunft so bleiben. Deshalb brauchen wir hier Erleichterungen für die vielen Jungunternehmer und Gründer, fordert Aichinger.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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