Auch bei Krapfen gilt Regionalität – Bauerbund regt zu bewusstem Einkauf an

Mit köstlichen Krapfen aus regionaler Produktion und Zutaten aus Österreich schmeckt der Fasching „Narrisch guad“.

„In der Faschingszeit gibt es sie an jeder Ecke zu kaufen, die Marillenkrapfen. Aber ehrlich gesagt bei einer 6er-Packung um 1,99 Euro, da stimmt etwas nicht“, findet Landesbäuerin Johanna Haider (Beitragsbild).

Der Wunsch der Konsumentinnen und Konsumenten nach höchsten Standards in der heimischen Produktion ist verständlich und nachvollziehbar. Beim Einkauf wird jedoch fast ausschließlich auf den Preis geschaut. Die Herkunftskennzeichnung in verarbeiteten Produkten ist daher ein Gebot der Stunde. Sie erfordert konsequentes und entschlossenes Handeln der Politik, denn die Konsumenten sollen bei verarbeiteten Lebensmitteln nicht weiter im Dunkeln tappen. Es muss in Kantinen aber auch im Supermarktregal klar erkennbar sein, woher die Lebensmittel stammen. Dazu müssen auch die Lebensmittelverarbeiter miteinbezogen werden, lautet eine langjährige Forderung der Bäuerinnen.

„Bei mir zu Hause gibt es nur die selbstgemachten Krapfen“, verrät Johanna Haider. Mehl, Eier, Milch und Butter stammen bei ihr zu 100% aus der Umgebung. Die Marillenmarmelade ist selbst eingekocht. Genügend Zeit und das richtige Fingerspitzengefühl machen den Krapfen locker und flaumig. Beim Ausbacken setzt die Landesbäuerin auf Butterschmalz oder fallweise Rapsöl.

Selbst gemachte Klassiker wie Faschingskrapfen oder Bauernkrapfen können bei der Herstellung natürlich auch Frustpotential haben. Aber hier gilt wie bei vielen Dingen im Leben – üben, üben, üben. Wenn es schnell gehen soll, gibt es auch vom Bäcker im Ort diese Köstlichkeiten. Österreichische Zutaten, regionales Handwerk und ein fairer Preis sind für Landesbäuerin Johanna Haider die wichtigsten Entscheidungskriterien beim Lebensmitteleinkauf.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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