ATHLETIKER FIGHTEN KLAGENFURT IN DER VERLÄNGERUNG NIEDER

Der LASK besiegt Austria Klagenfurt in der Raiffeisen Arena mit 5:3 nach Verlängerung und steht damit im Halbfinale des UNIQA ÖFB-Cups. Die Gäste aus Kärnten gingen früh durch Rusek in Führung, Schwarz-Weiß konnte das Spiel daraufhin mit einem Doppelschlag in der zweiten Halbzeit drehen. Da Hadzic kurz vor Schluss auf 2:2 stellte, musste die Thalhammer-Elf in die Verlängerung. In selbiger machten die Athletiker aber durch Tore von Husein Balic, Johannes Eggestein und Marvin Potzmann unbeschadet des zwischenzeitlichen Klagenfurter Anschlusstreffers alles klar.

Die Schwarz-Weißen, bei denen im Vergleich zum Rapid-Spiel Petar Filipovic, Mads-Emil Madsen und Thomas Goiginger in die Startelf gerückt waren, begannen zunächst mit viel Schwung. Nach nur 100 Sekunden landete das Spielgerät vor den Füßen von Reinhold Ranftl, der aus gut 20 Metern Maß nahm, Klagenfurt-Goalie Moser konnte den gut platzierten Schuss des Steirers aber mit einer Glanzparade aus der linken Ecke fischen.

In der fünften Minute gingen jedoch die Gäste aus Klagenfurt in Führung. Nach einer Greil-Ecke von der rechten Seite schraubte sich am „Fünfer“ Rusek hoch, sein Kopfball landete platziert in der linken Ecke. Zwölf Minuten später meldeten sich die Schwarz-Weißen mit einer gefährlichen Offensivaktion zurück. René Renner flankte von links zur Mitte, wo Johannes Eggestein zum Kopfball ansetzte, das Spielgerät dabei aber nicht optimal traf, sodass sein Abschluss rechts neben dem Tor landete (17.).

Nach 24 Minuten nahm Mads-Emil Madsen von der Strafraumgrenze Maß, sein Versuch verfehlte knapp den linken Pfosten. Wenig später probierte es Johannes Eggestein mit einem gut angetragenen 30-Meter-Freistoß, Moser war aber erneut mit einer Glanzparade zur Stelle (29). In der 37. Minute wurde es wieder am anderen Ende des Spielfelds ungemütlich. Nach einem Angriff über die rechte Seite kam Klagenfurts Paul aus kurzer Distanz zum Abschluss, Alexander Schlager war aber mit einer Fußabwehr rettend zur Stelle.

Auch im zweiten Durchgang taten sich die Athletiker zunächst schwer. In Minute 54 rutschte Petar Filipovic gefährlich in eine Klagenfurter Hereingabe, Alexander Schlager passte aber auf und parierte den Ball zur Ecke. In der 57. Minute wurde es erneut haarig. Straudi lief alleine auf das Tor der Heimelf zu, Schlager blieb aber lange stehen und verhinderte so abermals einen 0:2-Rückstand. Dieser blieb auch aus, weil Pecirep anschließend nicht genügend Druck hinter seinen Nachschuss brachte, Gernot Trauner den Ball weit vor der Torlinie stoppen konnte.

Noch in derselben Minute trugen die Schwarz-Weißen einen gefährlichen Angriff vor. Thomas Goiginger nahm nach einer Drehung halbrechts im Strafraum Maß, der gut postierte Moser konnte aber abwehren. Nach 68 Minuten war es dann aber soweit. Der eingewechselte Peter Michorl spielte einen hohen Ball auf Marvin Potzmann, der von der linken Strafraumseite per Kopf auf den zentral postierten Johannes Eggestein abtropfen ließ. Der Deutsche ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und vollstreckte aus kurzer Distanz zum 1:1.

LAST-MINUTE-TREFFER ZWINGT LASK IN DIE VERLÄNGERUNG

Dieser wichtige Ausgleichstreffer schien bei den Athletikern eine Blockade gelöst zu haben. Nur zwei Minuten nach dem ersten ließen die Schwarz-Weißen bereits das zweite Tor folgen. Husein Balic spitzelte den Ball nach einem Doppelpass mit Johannes Eggestein, der das Leder sehenswert mit der Ferse retournierte, an Moser vorbei in die Klagenfurter Maschen (70.).

In der 78. Spielminute ließen die Athletiker einen Matchball liegen. Johannes Eggestein ging im Sechzehner nach einem Zweikampf mit Mahrer zu Boden, woraufhin Schiedsrichter Eisner auf den Punkt zeigte. Andreas Gruber trat an, scheiterte aber am guten Moser. Vier Minuten später hatte der Sommer-Neuzugang aus Mattersburg Pech, als sein Abschluss aus halbrechter Strafraumposition den linken Pfosten streifte. In der ersten Minute der Nachspielzeit klatschte auf der anderen Seite ein abgefälschter Cvetko-Freistoß an die linke Stange. Den daraus resultierenden Corner brachten die Violetten allerdings im Linzer Tor unter. Der rechts im Strafraum postierte Saravanja bugsierte die Kugel gefährlich ins äußerst belebte Zentrum, wo Hadzic am schnellsten schaltete und in Minute 93 zum 2:2 vollstreckte.

Der LASK musste damit in die Verlängerung, die auch gleich mit einer guten Gelegenheit für Schwarz-Weiß begann. In der 94. Minute nahm Peter Michorl aus 20 Metern das Tor ins Visier, Moser drehte den Ball aber einmal mehr zur Ecke. Vier Minuten später war es dann jedoch soweit. Nach einem guten Pass von Peter Michorl vollendete Husein Balic knapp innerhalb der Box zum 3:2. Drei Minuten später legten die Linzer einen weiteren Treffer nach. Reinhold Ranftl spielte von rechts auf Johannes Eggestein, der sich zunächst zentral im Strafraum drehte, um den Ball anschließend sehenswert zum 4:2 in die Maschen zu schieben (101.).

In der 108. Minute kamen die Klagenfurter noch einmal auf 4:3 heran. Hadzic brachte eine Flanke von links gefährlich vor das Tor, Jaritz brauchte nur noch einzuköpfen. Drei Minuten später stellte aber der eingewechselte Marvin Potzmann nach Assist von Husein Balic den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Nach diesem 5:3-Heimsieg steht der LASK im Halbfinale und trifft dort Anfang März auswärts auf den Wolfsberger AC.

So spielte der LASK: Schlager – Wiesinger, Trauner, Filipovic (90./VL Andrade) – Ranftl, Holland, Madsen (HZ Michorl), Renner (59. Potzmann) – Gruber (103. Plojer), Eggestein, Goiginger (59. Balic)

Gelb: Trauner (35.), Filipovic (90.+1)

Tore: Eggestein (68., 101.), Balic (70., 98.), Potzmann (111.); Rusek (5.), Hadzic (90.+3), Jaritz (108.)

CHEFTRAINER & SPORTDIREKTOR DOMINIK THALHAMMER NACH DEM SPIEL:

„Die Partie heute war ein richtiger Cup-Fight. Die Mannschaft hat sowohl nach dem frühen Rückstand als auch nach dem späten Ausgleich starke Moral bewiesen und Ruhe bewahrt. Natürlich gibt es einige Dinge, die heute nicht gut waren und an denen wir weiter arbeiten müssen. Aber das Hauptziel des heutigen Tages ist erreicht, wir stehen im Halbfinale – darauf freuen wir uns schon sehr.“

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

error: (c) by salzTV