Sabine Schöffmann fährt bei Weltcup-Parallelslalom in Bannoye auf Rang vier



Die heimischen Raceboarder haben am Sonntag beim Weltcup-Parallelslalom im russischen Bannoye die Podestplätze knapp verpasst! Als Beste eines mannschaftlich starken ÖSV-Teams landete Sabine Schöffmann bei den Damen unmittelbar vor Claudia Riegler auf Rang vier. Von den sechs rot-weiß-roten Herren, die in das 16er-Finale eingezogen waren, erreichten Andreas Prommegger (5.), Benjamin Karl (7.) und Fabian Obmann (8.) jeweils das Viertelfinale.

Starke Windböen verzögerten den Beginn der Qualifikation um mehr als drei Stunden, in der Folge begann auch das Finale mit zweistündiger Verspätung. Sabine Schöffmann, die im Parallelriesentorlauf am Samstag als Dritte einen Podestplatz herausgefahren war, stieß mit Erfolgen über die Deutsche Ramona Hofmeister (Sturz) und die Russin Sofia Nadyrshina (+0,02 Sekunden) in das Semifinale vor, in dem sich die Kärntnerin dann der Deutschen Cheyenne Loch ebenso beugen musste wie im kleinen Finale der Japanerin Tomoka Takeuchi.

„Das war heute ein ziemlicher Kampf. Meine beide Qualiläufe waren nicht gerade das Gelbe vom Ei, aber mit Platz 15 ist es sich zum Glück für das Finale ausgegangen. In der ersten Runde habe das Geschenk von Ramona Hofmeister mit ihrem Sturz dankend angenommen. Gegen Sofia Nadyrshina habe ich im unteren Teil alles riskiert, und das ist auch voll aufgegangen. Im Semifinale und im kleinen Finale habe ich es ähnlich angelegt, aber da hat es dann leider nicht mehr so gut funktioniert. Man hat gegen Ende auch die Schläge nicht mehr so gut gesehen, weil es immer finsterer geworden ist“, bilanzierte Sabine Schöffmann.

Claudia Riegler, die im Achtelfinale die Kanadierin Megan Farrell bezwang, zog in der Runde der letzten acht gegen Takeuchi um 0,08 Sekunden den Kürzeren und wurde Fünfte. Julia Dujmovits lieferte Loch in der Auftaktrunde einen offenen Schlagabtausch, der am Ende um 0,06 Sekunden an die Deutsche ging. Die Burgenländerin belegte im Endklassement Rang 15. Moskau-Siegerin Daniela Ulbing verpasste nach einem schweren Fehler im ersten Qualifikationslauf das Finale und wurde 20. Den Sieg holte sich die amtierende PSL-Weltmeisterin Julie Zogg (SUI), die Loch im großen Finale das Nachsehen gab.

Bei den Herren fehlten Andreas Prommegger im Viertelfinale gegen den Schweizer Dario Caviezel zwei Hundertstel zum Einzug unter die letzten vier. In der Auftaktrunde hatte sich der Salzburger gegen den Kärntner Alexander Payer (14.) durchgesetzt. Benjamin Karl entschied ein weiteres ÖSV-Achtelfinalduell gegen den Steirer Sebastian Kislinger (11.) für sich. Karl musste dann im Viertelfinale Andrey Sobolev (RUS) ebenso den Vortritt lassen wie Fabian Obmann, der im Achtelfinale Zan Kosir (SLO) besiegt hatte, dem späteren Sieger Dmitry Loginov (RUS). Der Steirer Arvid Auner wurde nach einer Auftaktniederlage gegen Dmitry Sarsembaev (RUS) Zwölfter, der Kärntner Aron Juritz nach knapp verpasster Qualifikation 17.

Die Lokalmatadore Dmitry Loginov, Stepan Naumov und Andrey Sobolev sorgten für einen russischen Dreifacherfolg. Loginov hat damit bei zwei noch ausstehenden Rennen mit 322 Punkten auch die Führung im Gesamtweltcup vor Andreas Prommegger (287) übernommen. „Ich bin heute inklusive Qualifikation vier sehr gute Läufe gefahren. Um zwei Hundertstel zu verlieren, ist natürlich bitter, aber ich muss es akzeptieren. Nachdem ich in der Vorwoche in Moskau und auch gestern im PGS das Finale verpasst habe, ist mir mit diesem fünften Platz ein versöhnlicher Abschluss der Russland-Tournee gelungen. Das russische Team hat sich bei seinen Heimrennen brutal stark präsentiert, aber ich bin im Gesamtweltcup immer noch in einer guten Position“, sagte Andreas Prommegger.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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