Österreicher brillieren beim Weltcup der Skibergsteiger in Flaine (FRA)

Nach den Erfolgen des ersten Renntages waren die Athleten des österreichischen Nationalkaders auch am zweiten Renntag erfolgreich und fahren mit zwei Medaillen und weiteren Top-Ten Platzierungen nach Hause.

Nachdem bereits der Freitag für die TeilnehmerInnen des Individualrennens schwierige Bedingungen bereithielt, zeigte der Wettergott am zweiten Tag des Weltcupwochenendes noch weniger Erbarmen. Ein Wüstensturm brachte Saharastaub nach Frankreich, der mit Regen und Wind den Boden im Wettkampfgelände mystisch verfärbte. Das Sprintrennen gestaltete sich mit einem knackigen Rundkurs mit Aufstieg, Tragepassage, Wechselzone und Abfahrt recht anspruchsvoll, die AthletInnen mussten in der Qualifikation, im Viertel- und Semifinale sowie im Finale dabei jeweils 78 Höhenmeter überwinden, bei den Damen und den Nachwuchsklassen U20 waren es jeweils 61 Höhenmeter.

Paul Verbnjak wieder am Podium der U20

Der 19-jährige Kärntner hat im Sprint starke Konkurrenz: im Viertelfinale schlägt sich Verbnjak fabelhaft und läuft in einem Feld von 34 Startern vorne mit. Er schafft es so ins Halbfinale und steigt weiter bis ins Finale auf. Mit seinen Leistungen zeigt er sich sehr zufrieden:

„Der dritte Platz im Sprint heute ist natürlich super, war relativ unerwartet eigentlich, weil ich dafür wenig trainiert habe. Der Fokus lag auf Vertical und Individual. Ich habe mich von der Quali weg gut gefühlt und konnte um die Spitzenplätze mitkämpfen. Im Finale waren dann einfach die zwei Schweizer stärker, aber ich bin super zufrieden mit meinem dritten Platz.“

Nach den Strapazen des Rennwochenendes gibt es zwei Wochen Erholung, der nächste Wettkampf der ISMF wartet schon. Auch dort wird Paul Verbnjak am Start sein und seine Top-Form erneut unter Beweis zu stellen: „Ich werde es jetzt ein paar Tage etwas ruhiger angehen, und dann geht schon wieder die Vorbereitung für den nächsten Weltcup los,“ sagt er im Interview.

Daniel Zugg wird Zweiter bei den Senioren

Die internationale Konkurrenz im Rennen am Samstag war stark: 52 Athleten kämpften in der Klasse der Senior Herren um eine Medaille. Für den Vorarlberger Daniel Zugg ging sich im Sprint trotz eines gebrochenen Skischuhs im Halbfinale ein zweiter Platz aus, der seine Medaillensammlung im Sprint komplettierte. Zugg zeigte in allen Läufen des Renntages fabelhafte Leistungen und stieg in jeder Runde weiter auf, bis er mit der Weltspitze im Finale am Start stand. Von seinem Erfolg zeigt er sich etwas überrascht:

„Ich bin eigentlich mit gemischten Gefühlen angereist, weil ich in letzter Zeit vom Training für die Individuals ziemlich geschlaucht war und ich in den Abfahrten die Kraft noch nicht so hatte wie in den letzten Jahren. Aber meine Teamkollegen haben mich in den letzten Tagen sehr gepusht und aufgemuntert. Ich war froh, dass ich nach den Problemen für das Finale noch meinen Schuh wechseln konnte und habe dort dann alles gegeben.“

Für die kommenden Rennen ist Zugg sehr motiviert: „Bald sind die Weltmeisterschaften, ich habe eine gute Form und werde jetzt noch ein bisschen an den Feinheiten arbeiten.“

Auch die anderen Österreicher sind weit vorne

In der Nachwuchsklasse U20 gingen bei den Herren zwei weitere Österreicher an den Start. Für den Tiroler Andreas Mayer geht sich, nachdem er im Semifinale ausscheidet, der 8. Platz aus. Julian Tritscher aus der Steiermark verpasst ebenfalls den Einzug ins Finale, schafft es aber mit Rang 10 noch in die Top-Ten der Weltspitze. 

Bei den Damen der Seniorenklasse war für Österreich die Tirolerin Stephanie Kröll am Start, sie erreicht im Sprint Rang 21. Die Senior Herren waren durch einen weiteren Vorarlberger vertreten, Daniel Ganahl. Ihm gelingt es nicht, das Finale zu erreichen und er beendet das Sprintrennen in Flaine auf Rang 23.

Sicherheit und COVID-19 Maßnahmen

Die Rennen werden verantwortungsvoll in Übereinstimmung mit den Anti-Covid-Maßnahmen der ISMF durchgeführt. Jede Person, die an der Veranstaltung teilnimmt, hat die Verpflichtung, einen COVID-19_Test zu absolvieren, es gibt zudem sehr strenge Abstandsregeln und gestaffelte Zeitpläne, um Ansammlungen zu vermeiden. So wird die Sicherheit der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie Athleten und Athletinnen gewährleistet.

Nächster Weltcup im Rahmen der Marmotta Trophy (ITA)

Die nächste Station des ISMF Weltcupzirkus ist das italienische Martelltal. Dort werden die AthletInnen am 20. und 21. Februar 2021 in einem Sprint und einem Individualrennen wieder um Podiumsplätze kämpfen. Wir werden wie in gewohnter Weise während der Rennen einen LIVE-Ticker auf www.skimo.at betreuen und im Anschluss an das Rennen mittels einer Presseaussendung berichten.

Alle Fotos: Maurizio Torri

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Andreas Mayer
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Daniel Ganahl
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Daniel Zugg
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Julian Tritscher
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Paul Verbnjak
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Stephanie Kröll
Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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