Fachkräftemangel bleibt zentraler Hemmschuhe für die Linzer Wirtschaft

Die duale Ausbildung ist weiterhin die beliebteste Ausbildungsform für Jugendliche in Linz. Konkret sind derzeit in Linz zum Stichtag 31. Jänner 1.284 Lehrlinge im 1. Lehrjahr. Gegenüber 2020 ist dies nur eine geringfügige Abnahme von 0,54 Prozentpunkten. Den größten Anteil an Lehrlingen in den oö. Bezirken hat Linz-Stadt mit 18,54 Prozent, gefolgt von Vöcklabruck mit 9,24 Prozent und Linz-Land mit 8,89 Prozent. Ende Dezember wurden in 688 Linzer Lehrbetrieben 4.244 Lehrlinge ausgebildet. Klaus Schobesberger, Obmann der WKO Linz-Stadt: „Einer der zentralen Hemmschuhe für die Wirtschaft bleibt der Fachkräftemangel. Die Linzer Lehrbetriebe wären auch 2020 noch viel stärker aufnahmebereit gewesen, als tatsächlich Lehrverträge abgeschlossen worden sind. Gründe für fehlende Bewerber sind klar, auch auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie zurückzuführen. Wir rechnen auch damit, dass die negativen Auswirkungen am Linzer Lehrlingsmarkt erst mit Beginn des nächsten Lehrjahres im Herbst 2021 stark spürbar werden.“

Berufsausbildung ist die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit
„Wir erleben gerade eine für alle herausfordernde Zeit der Krise, die u. a. geprägt ist von hoher Arbeitslosigkeit. Aber es gibt auch gute Nachrichten“, so Elisabeth Wolfsegger, Leiterin des AMS Linz. „Wir Linzerinnen und Linzer sind in der glücklichen Lage, dass viele Unternehmen jetzt trotzdem bereit sind, Lehrlinge auszubilden. Das ist einer der wichtigsten Beiträge, damit junge Menschen ihren Einstieg in den Arbeitsmarkt gut schaffen können und dann auch die sicher wieder dringend benötigten Fachkräfte für die Wirtschaft vorhanden sind. Mit oder ohne Virus: Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, mit Betrieben Kontakt aufzunehmen und sich über Angebote zu informieren und sich zu bewerben. Je früher, desto größer die Auswahl.“ Beim AMS Linz stehen derzeit 144 sofort verfügbare Lehrstellen 94 sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden gegenüber.

Digitales Orientierungsangebot zum Thema Lehre oder Schule bis 12. Februar
Die Messetore der „Jugend & Beruf“ unter www.jugendundberuf.info stehen weiterhin zur Verfügung. Viele Jugendliche müssen in den kommenden Wochen eine Entscheidung treffen, ob sie eine Lehre beginnen wollen oder die schulische Ausbildung fortsetzen. Das erneute Schwerpunktangebot der oberösterreichweiten DIGI Jugend und Beruf soll die Bildungs- und Berufsentscheidungen der Jugendlichen professionell unterstützen, aber auch den vielen Ausbildungsbetrieben eine Plattform geben, sich gemeinsam präsentieren zu können. Mehr als 50 Linzer Lehrbetriebe präsentieren sich auf individuellen Messeständen unter https://linz.jugendundberuf.info

Klaus Schobesberger, Obmann der WKO Linz-Stadt: „Die mehr als 50 teilnehmenden Lehrbetriebe der digitalen Linzer Lehrlingsmesse bilden in ca. 100 Lehrberufen aus und haben ihre Messestände so gestaltet, dass sie für die Besucher individuell erkennbar sind. Es gibt umfangreiche Infos über die angebotenen Bildungsmöglichkeiten, Fotos und Videos sowie weitere Inhalte, die als Downloads zur Verfügung gestellt werden.

Thomas Denk, Leiter der WKO Linz-Stadt: „Die digitale Lehrlingsmesse bietet auch die Möglichkeit, direkt Kontakt zu Ausbildungsbetrieben zu knüpfen. Alle Aussteller laden ein, ihre Anfragen oder Bewerbungen mittels neu hinterlegter Mailadressen und Telefonnummern an die Aussteller zu richten. Wer wissen möchte, welche Lehrberufe in welchen Lehrbetrieben generell in Linz ausgebildet werden, hat die Möglichkeit, über die Plattform „lehrplatzinfo-ooe.at“ passende Betriebe zum Schnuppern, für Betriebsbesichtigungen oder für eine konkrete Bewerbung zu finden.“

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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