Steinbach Black Wings Linz: Dritte Niederlage gegen Innsbruck

Fehlerhafte und undisziplinierte Linzer verlieren mit 1:4.

Die Steinbach Black Wings 1992 erwischen einen wahren Horror-Start und geraten durch zwei Shorthander innerhalb einer Minute schon früh mit 0:2 in Rückstand. Durch den Anschlusstreffer von Lebler keimt bei den Hausherren nochmals Hoffnung auf, doch vor allem im Powerplay agiert man viel zu harmlos. Das Spiel ist geprägt von etlichen Strafen auf beiden Seiten. Innsbruck sorgt gegen Ende des zweiten Drittels mit dem 3:1 für eine kleine Vorentscheidung. Am Ende besiegelt ein Empty Net Goal die 29. Niederlage in dieser Saison.

Zwei Shorthander in 55 Sekunden

Die Black Wings legen einen kapitalen Fehlstart hin und kassieren in der 4. Spielminute gleich zwei Treffer in Überzahl. Zunächst trifft Ciampini nach einem schnellen Konter zur Innsbrucker Führung. Dann nützen die Gäste den nächsten Gegenzug eiskalt aus und legen durch Christoffer den nächsten Shorthander nach. Die Linzer sind geschockt und brauchen lange, um in das Spiel zurückzufinden. Nach Strafen von Gaffal und Lebler haben die Haie zwei Mal im Powerplay die Chance den Vorsprung auszubauen – doch die Innsbrucker fühlen sich in Unterzahl offenbar wohler als in Überzahl.

In der 15. Minute finden die Black Wings ihre ersten Torchancen vor. Nach Zuspiel von Piché scheitert Pusnik aus kurzer Distanz. Kurz darauf wird eine Strafe gegen die Tiroler angezeigt. Kickert geht vom Eis und die Black Wings drücken mit der 6:5-Überzahl auf den Anschlusstreffer – Yan und Hytönen vergeben. Nachdem die Gäste in Scheibensitz kommen, sprechen die Referees zwei plus zwei Minuten wegen hohen Stocks gegen Gerlach aus. Knapp eine halbe Minute vor Ablauf des Powerplays erzielt Lebler doch noch das wichtige 1:2. Der Kapitän der Linzer wird nicht ausreichend attackiert, findet viel Zeit und Platz und trifft vom rechten Bullykreis ins Tor. Somit werden mit einem knappen Rückstand aus Linzer Sicht erstmals die Seiten gewechselt.

Viele vermeidbare Strafen

Beide Teams starten mit offenem Visier in den Mittelabschnitt und vergeben eine Vielzahl an Chancen. Auf Linzer Seite können Umicevic, Gaffal und Kragl ihre Gelegenheiten nicht verwerten. Lebler zieht einen Flachschuss nur knapp an der rechten Stange vorbei. Auch die Haie greifen an, scheitern aber stets an Kickert, der unter anderem bei einem Breakaway cool bleibt und seinen Kasten sauber hält. Der Linzer Goalie muss jedoch in der 28. Minute angeschlagen vom Eis und wird durch Gracnar ersetzt. Die Black Wings leisten sich zu viele unnötige Fouls und kassieren im Laufe des Drittels vier Zwei-Minuten-Strafen.

In der 33. Minute gelingt Kozek beinahe der Ausgleich, der Schuss des Kanadiers prallt aber von der Stange zurück aufs Eis. Besser machen es die Gäste in ihrem vierten Powerplay gegen Ende des Drittels. 9,3 Sekunden vor der Pausensirene trifft Torjäger Ciampini mit seinem 21. Saisontreffer zum 3:1. Von der Unterkante der Latte springt der Puck über die Linie, der Rettungsversuch von Gracnar kommt zu spät. Nach kurzem Videocheck bestätigen die Referees den Treffer und so geht der HCI mit zwei Toren Vorsprung in den Schlussabschnitt.

Empty Net Goal bringt Entscheidung

Zurück auf dem Eis setzt sich die „Strafen-Orgie“ munter fort. Erst muss Kragl wegen Beinstellens vom Eis. Wenige Minuten später erwischt es mit Zusevics und Wetzelbsberger Spieler von beiden Teams. Im Vier gegen Vier finden die Black Wings die große Chance auf den erneuten Anschlusstreffer vor. Nach Traumpass von Pelletier kommt Roach aus vollem Lauf zum Abschluss, doch HCI-Keeper McCollum ist am Posten. In der 51. Minute kann sich der Schlussmann mit einer Traumparade ein weiters Mal auszeichnen. Im Liegen faustet der US-Amerikaner die Scheibe in höchster Not aus der Gefahrenzone.

Zehn Minuten vor dem Ende nimmt Linz-Coach Ceman ein Time Out, um sein Team auf die Schlussminuten noch einmal einzuschwören. In der 55. Minute tankst sich Pelletier mit viel Tempo durch und verzieht die Scheibe nur knapp. Kurz darauf scheitert Yan mit einem Versuch aus dem Slot. Dreieinhalb Minuten vor dem Ende ziehen die Innsbrucker die nächste Strafe – Gracnar geht daraufhin vom Eis. Die Hausherren versuchen mit einer 6:4-Überzahl das Spiel nochmals spannend zu machen, doch Lattner sorgt mit einem Empty Net Goal und dem dritten Shorthander der Partie für die endgültige Entscheidung. Somit verlieren die Linzer am Ende verdient mit 1:4. Die Black Wings halten als ICE-Schlusslicht weiterhin bei 25 Punkten. Die Tiroler verbleiben mit 44 Zählern auf dem achten Tabellenplatz.

Tabelle – bet-at-home ICE Hockey League

Marc-Andre Dorion (Steinbach Black Wings 1992), Felix Girard (HC Tiwag Innsbruck – Die Haie) Steinbach Black Wings 1992 vs HC TWK Innsbruck , Eishockey, Bet at Home ICE Hockey League; Copyrightvermerk: Black Wings Linz/Eisenbauer

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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