LR Steinkellner / GF Kubasta: OÖVV reagiert auf die Verlängerung des 3. Lockdowns und die verschärften Covid-19 – Maßnahmen der Bundesregierung

Überwiegend uneingeschränktes Fahrplanangebot im Öffentlichen Verkehr trotz des verlängerten Lockdowns. Ab 25. Jänner 2021 gilt ein verpflichtendes Tragen einer FFP2-Maske in allen öffentlichen Verkehrsmitteln. Der Mindestabstand wird auf 2 Meter ausgeweitet. Während der vorverlegten Semesterferien gilt der Ferienfahrplan. OÖVV Kundencenter ist bis 07. Februar 2021 für persönliche Kundenbetreuung geschlossen.

Am vergangenen Sonntag hat die Bundesregierung die Verlängerung des 3. Lockdowns bis 07. Februar 2021 und eine Verschärfung der bislang geltenden Covid-19 – Maßnahmen ab 25. Jänner 2021 verkündet. Diese Änderungen wirken sich natürlich auch auf den Öffentlichen Verkehr in Oberösterreich aus. „In Zeiten, die von Anpassungs- und stetigen Änderungsprozessen dominiert werden, war eines für uns essentiell. Nämlich, dass das Fahrplanangebot in gewohnter Qualität zur Verfügung steht. All jene Leistungsträger, die auch während der Lockdownphasen fleißig und hart arbeiten, sollen nicht noch zusätzliche Belastungen durch eingeschränkte Verkehrsverbindungen erfahren müssen. In diesen unübersichtlichen Zeiten gilt es, ein wichtiges Zeichen der Beständigkeit zu setzten“, unterstreicht Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner.

Verschärfte MNS-Pflicht

Ab 25. Jänner2021 müssen alle Personen ab 14 Jahren in öffentlichen Verkehrsmitteln, an Haltestellen, Bahnhöfen, Busterminals und Bahnsteigen in ganz Österreich eine FFP2-Schutzmaske tragen. Kinder unter 6 Jahren und Fahrgäste mit einer entsprechenden und mitgeführten ärztlichen Bestätigung sind von der MNS-Pflicht befreit. Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 14 Jahren und Schwangere können wie bisher auch einen gewöhnlichen Mund-/Nasenschutz anstatt einer FFP2-Maske verwenden. Die FFP2-Masken können österreichweit in Supermärkten und Apotheken gekauft werden. Sofern sich Fahrgäste weigern, einen der aktuellen Verordnung entsprechenden MNS zu tragen, müssen sie das Fahrzeug verlassen und mit einer Strafe von 50 Euro rechnen. 

Herbert Kubasta, Geschäftsführer der OÖ Verkehrsverbund Gesellschaft stellt klar: „Wir unterstützen die Maßnahmen der Bundesregierung im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Covid-19 Virus mit allen uns zur Verfügung stehenden Mittel und werden die Fahrgäste über die Verschärfung der MNS-Pflicht und den erweiterten Mindestabstand informieren. Wir wollen alle unsere Kundinnen und Kunden weiterhin so bequem und sicher wie gewohnt an ihr Ziel bringen. Im Sinne unser aller Gesundheit bitten wir alle unsere Fahrgäste, sich an die geltenden Verordnungen der Bundesregierung zu halten.“

Erweiterung des Mindestabstands von einem auf zwei Meter.

Der bislang geltende Mindestabstand an öffentlichen Orten zwischen Personen, die nicht in einem gemeinsamen Haushalt leben, wird von einem auf zwei Meter erhöht. Der 2-Meter-Abstand muss, so wie die MNS-Pflicht, in allen öffentlichen Verkehrsmitteln, an Haltestellen, Bahnhöfen, Busterminals und Bahnsteigen eingehalten werden. Ist aufgrund der Anzahl der Fahrgäste oder beim Ein- und Aussteigen dieser Mindestabstand nicht möglich, kann davon abgewichen werden. 

Überwiegend uneingeschränktes Fahrplanangebot; Vorverlegung der Semesterferien

Aufgrund der nach wie vor hohen Infektionszahlen sowie der Einschätzung der Expertinnen und Experten hinsichtlich der enormen Verbreitungsgeschwindigkeit bezüglich der bekannten Mutationen wurde der Lockdown verlängert und verschärft und somit auch das Distance-Learning für Schülerinnen und Schüler bis 7. Februar 2021 ausgeweitet. In diesem Zeitraum stellt der OÖ Verkehrsverbund den Fahrgästen im Öffentlichen Regionalverkehr, also bei allen Regionalbussen, Regionalzügen und Lokalbahnen, bis auf die aktuell nicht benötigten Verstärkerbusse im Schülerverkehr und den „Nachtschwärmer“, das uneingeschränkte Fahrplanangebot weiterhin zur Verfügung. Die Straßenbahnen, Busse und Obusse der LINZ AG LINIEN werden weiterhin in einem an die geringere Nutzung angepassten Fahrplan unterwegs sein. Bei den Wels Linien bleiben die Abendlinien und Verstärkerbusse eingestellt. Auch in Steyr werden wie bisher die Abendlinien ab 20.30 Uhr nicht mehr fahren. Die Semesterferien werden in Oberösterreich auf die Woche von 8. bis 14. Februar 2021 vorverlegt. Während dieser Zeit gilt in ganz Oberösterreich der Ferienfahrplan. Der OÖ Verkehrsverbund weist die Fahrgäste darauf hin, dass in den Print-Fahrplänen die Vorverlegung der Semesterferien nicht berücksichtigt werden kann. Die korrekten Fahrplaninformationen werden allerdings rechtzeitig vor den Ferien in der OÖVV INFO App und der digitalen Fahrplanauskunft auf der Website des OÖ Verkehrsverbundes bereitgestellt.   

Der Kauf von Fahrkarten beim Fahrpersonal wird auch weiterhin möglich sein. Der OÖ Verkehrsverbund bittet die Fahrgäste allerdings, ihr Ticket bereits vor Fahrtantritt z.B. in der OÖVV INFO App oder an Fahrkartenautomaten zu kaufen.

OÖVV Kundencenter bis 07. Februar 2021 geschlossen 

Wie die Handelsunternehmen hat auch der OÖ Verkehrsverbund sein Kundencenter bis auf weiteres geschlossen. Der Kundenservice bleibt allerdings vollständig aufrecht und steht den Fahrgästen per E-Mail (kundencenter@ooevv.at) und Telefon (0732/6610100) zur Verfügung. Alle Anliegen und Anfragen werden somit so rasch, wie dies in der aktuellen Situation möglich ist, bearbeitet.

Landesrat Achleitner: Land OÖ sagt Ölheizungen mit weiteren 1,8 Mio. Euro den Kampf an

Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner: „Noch mehr Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher sollen ‚AdieuÖl‘ sagen & auf Heizungen mit erneuerbaren Energien umsteigen“

„Wir wollen, dass noch mehr Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher Adieu zu ihren alten Ölheizungen sagen und künftig mit erneuerbaren Energien heizen. Dafür nimmt das Land OÖ auch viel Geld in die Hand: Es werden nun weitere 1,8 Millionen Euro an Förderungen zur Verfügung gestellt, mit denen der Ersatz von fossilen Heizanlagen durch moderne energieeffiziente Heizungen mit erneuerbaren Energien finanziell unterstützt wird. Damit bieten wir einen spürbaren Anreiz für den Umstieg auf Nah- und Fernwärme-Anschlüsse, Wärmepumpen und thermische Solaranlagen“, betont Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner. „Mit dieser Aufstockung unserer AdieuÖl-Förderung leisten wir nicht nur einen aktiven Beitrag gegen den Klimawandel, sondern helfen auch allen Oberösterreicherinnen und Oberösterreichern, die sich für eine neue energieeffiziente Heizanlage entscheiden, beim Sparen. Denn mit dem Umstieg verringern sich nicht nur die Abgase, sondern auch die Heizkosten“, erklärt Landesrat Achleitner.

„Wir wollen Oberösterreich zur Vorreiterregion bei der Energiewende machen. Hier setzen wir vor allem auf den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien in den verschiedensten Bereichen, so auch beim Heizen. Dabei konnten in den  vergangenen Jahren bereits große Fortschritte erzielt werden, mehr als 60 % der Raumwärme kommen in Oberösterreich bereits aus erneuerbaren Energieträgern und Fernwärme. Damit geben wir uns aber nicht zufrieden, daher wollen wir mit attraktiven Förderungen einen starken Anreiz für den Ausstieg aus dem Heizen mit Öl bieten. Denn aus unserer Sicht muss die Energiewende auch sozial und wirtschaftlich verträglich sein“, hebt Landesrat Achleitner hervor. Daher unterstützt das Land OÖ auch den Umstieg von Ölheizungen auf energieeffiziente Heizungen mit Biomasse im privaten Wohnbau und in der Landwirtschaft.

„Mit unserem ‚AdieuÖl‘-Förderprogramm leisten wir aber nicht nur einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz und helfen den Menschen beim Geldsparen fürs Heizen, sondern wir setzen damit auch wichtige wirtschaftliche Impulse für die oberösterreichische Heizkessel- und Wärmeerzeuger-Branche. Denn gerade Oberösterreich ist ein Standort von vielen innovativen Unternehmen im Bereich moderner Heiztechnologien, die somit von Investitionen in die Energiewende profitieren. Unser gelebter Klimaschutz nutzt deshalb nicht nur der Umwelt, sondern auch vielen oberösterreichischen Betrieben mit zahlreichen Arbeitsplätzen“, unterstreicht Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner

Wohnbaureferent Landeshauptmann-Stv. Dr. Manfred Haimbuchner: Oberösterreich liefert Bestleistung im Wohnbau

„Das meiste Wohnen für das wenigste Geld gibt es in Oberösterreich!“ Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des WKÖ-Fachverbands Immobilien- und Vermögenstreuhänder und der Firma Exploreal.

Die Studie vergleicht dazu die Bauleistung in Wien, Niederösterreich und Oberösterreich, also den drei Spitzenreitern, was dies betrifft. In Oberösterreich wurden dazu rund 800 Projekte mit rund 23.000 Wohneinheiten ausgewertet. 

Laut der Studie sind in Oberösterreich im Jahr 2021 mehr Fertigstellungen zu erwarten als in den letzten beiden Jahren. Für die Folgejahre sind über 7.000 Wohneinheiten in der Pipeline. Im Vergleich zur Haushaltsentwicklung ist die Neubauleistung zwischen 2015 und 2018 in Oberösterreich deutlich angestiegen. Seitdem entspricht die Anzahl der neuen Wohnungen etwa dem Zuwachs an Haushalten, 2021 ist mit einem weiteren Anstieg des Angebotes gegenüber einem geringer werdenden Zuwachs der bevölkerungsgetriebenen Nachfrage zu rechnen.

„Es ist immer von Vorteil, wenn die eigene Leistung von unabhängigen Dritten bewertet wird und es ist umso erfreulicher, wenn sich dabei zeigt, dass Oberösterreich einmal mehr im Wohnbau die Bestleistung attestiert wird. Oberösterreich ist eben ein Hochleistungs-Bundesland und – wie die Zahlen der fertiggestellten Wohneinheiten belegen – auch krisensicher. Trotz pandemiebedingter Lockdowns und einem daher zunehmend leistungsfeindlichen Umfeld, schafft es die heimische Bauwirtschaft auch in diesen schwierigen Zeiten, ihr Leistungspotential voll zu entfalten. Neben dem hohen Einsatz der gewerblichen und gemeinnützigen Bauträger, ist es die oberösterreichische Wohnbaupolitik, die durch leistungsfreundliche Rahmenbedingungen, durch stringente Planung und durch ein gelebtes Miteinander mit der Bauwirtschaft die enorme Wirtschaftsleistung des Baugewerbes stimuliert,“ zeigt sich Landeshauptmann-Stv. Dr. Haimbuchner zurecht stolz auf unser Bundesland.

Laut Exploreal liegt der Preis für eine Wohnung in Oberösterreich aktuell etwas unter jenem von Niederösterreich, obwohl die Fläche etwas größer ist. In Wien liegt der Preis für eine Wohnung mit durchschnittlich 10 Quadratmeter weniger rund ein Drittel höher als in Oberösterreich. Auch ist die hohe Bedarfsdeckung an Wohnraum in Oberösterreich Garant dafür, dass sich die Teuerungsraten sowohl für den Eigentumserwerb, als auch für die Mieten moderat verhalten. 

„In Oberösterreich bekommt man am Wohnungsmarkt  einfach mehr für sein Geld. Das spiegelt sich auch in der Wohnbaupolitik wider. Wir haben ein vergleichsweise geringes Budget, schaffen es aber, dass wir bei der Bauleistung – sei es im Neubau oder in der Sanierung – immer die Nase vorne haben. Das liegt an einer leistungsfähigen und innovativen Bauwirtschaft und an schlanken, leistungsfreundlichen Normen und Fördermodellen. Ich danke allen, die das möglich machen und unser Oberösterreich dadurch stark halten,“ so Landeshauptmann-Stv. Dr. Haimbuchner abschließend.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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