Eishockey: Erstes Auswärtsspiel der Red Bulls gegen Bratislava

Für den EC Red Bull Salzburg geht es morgen, Freitag, in der bet-at-home ICE Hockey League mit dem Auswärtsspiel gegen die iClinic Bratislava Capitals weiter (17:30 Uhr, Live.ice.hockey). Die Red Bulls, die erst gestern mit dem 2:0-Heimerfolg gegen Dornbirn wieder auf die Siegerstraße zurückgekehrt sind, wollen nun auch in Bratislava punkten. Die bisherigen zwei Heimspiele gegen die Slowaken haben die Salzburger gewonnen.

Das Aufatmen war fast zu hören gewesen, als die Red Bulls gestern gegen die Dornbirn Bulldogs nach längerer Durststrecke wieder volle Punkte anschreiben konnten. Es lief noch nicht alles nach Wunsch und die Salzburger mussten sich den Sieg gegen die sehr offensiven Vorarlberger hart erarbeiten, aber es war ein Schritt in die richtige Richtung und morgen in Bratislava soll der nächste Schritt gesetzt werden.

Im direkten Duell führen die Red Bulls mit zwei Siegen aus zwei Heimspielen. Der jüngste 3:2-Erfolg datiert auf den 8. Januar, womit der Liga-Neuling in den Köpfen der Red Bulls noch sehr präsent sein sollte. Auf jeden Fall wollen die Red Bulls wieder als Mannschaft auftreten und dem Tabellenzehnten, der sich zu zwei Dritteln aus Slowaken und einem Drittel aus Importspielern zusammensetzt, mit vollster Konzentration begegnen und versuchen, die Slowaken gar nicht erst zur Entfaltung kommen zu lassen. Das letzte Spiel hat Bratislava am letzten Samstag bestritten und musste zuhause eine 1:5-Niederlage gegen Graz einstecken. Dafür werden die Capitals morgen nach fünftägiger Pause ausgeruht in die Partie gehen, während die Red Bulls in den letzten sechs Tagen vier Spiele absolviert haben.

Die Slowaken sind der mit Abstand jüngste Club der grenzüberschreitenden Liga – Gründungsjahr 2015 –, haben aber mit der zweitältesten Mannschaft viel Erfahrung in den Reihen. Die Red Bulls stellen sich auch wieder auf ein körperbetontes Spiel gegen die Mannschaft mit den im Durchschnitt größten Spielern der Liga ein. Eine gänzlich neue Erfahrung bringt auch der erste Salzburger Saisonauftritt in Bratislavas 10.055 Zuschauer fassendem Ondrej Nepel Ice Stadium, das aber mittlerweile wie gewohnt Corona-bedingt ohne Publikum auskommen muss.

Salzburgs Stürmer Mario Huber, der gestern ein schönes Solo-Tor geschossen hat, über …

… den Sieg gegen Dornbirn: „Es hat sehr gutgetan, wieder ein Spiel zu gewinnen. Das erste Drittel war noch so, wie wir uns das vorgestellt haben. Dann sind wir wieder von unserem Spiel abgekommen. Wenn JP [Lamoureux] da nicht einige starke Saves ausgepackt hätte, hätte das Spiel auch anders ausgehen können.“

… Verbesserungspotential: „Im zweiten Drittel sind wir irgendwie unkonzentriert. Wir passen weniger, unterstützen uns weniger und reden weniger miteinander. Das führt zu Turnovers und ermöglicht dem Gegner, Chancen zu kreieren. Wir kennen das Problem, sprechen es auch an. Bei kleinsten Fehlern verkrampfen wir sofort und das müssen wir dringend abstellen.“

… die iClinic Bratislava Capitals: „Sie sind offensiv sehr stark und stretchen das Spiel gern. Da ist die Defensive besonders gefragt.“

… Körperspiel: „Nicht nur unsere großen, sondern auch die vermeintlich kleinen Spieler wissen, wie man Battles gewinnt, den Körper einsetzt und die Scheibe erobert. Aber die größeren Spieler sollten immer die Checks fertigfahren und hart spielen.“

… das sogenannte Stretchen: „Ein oder zwei Spieler laufen hinter unsere Verteidiger und warten auf einen schnellen Pass, um allein oder im 2-auf-1 ein Breakaway zu fahren. Das müssen wir unbedingt vermeiden.“

Morgen rekonvaleszent nicht dabei sind Alexander Rauchenwald und Filip Varejcka, das Spiel wird auf Live.ice.hockey im Livestream gezeigt.

Foto: EC Red Bull Salzburg/GEPA
Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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