Haimbuchner/Gruber zu Tag der Wehrpflicht: „Wehrpflicht beweist sich in der Krise“

Grundwehrdiener leisten Hauptlast bei Pandemiebewältigung – Stellenwert und Sold sollen gehoben werden

„Die Maßnahmen der Bundesregierung während der Corona-Krise können nur durch die Unterstützung des Bundesheeres bewältigt werden. Neben den Berufssoldaten kamen gerade Grundwehrdiener beim Contact Tracing sowie den kurzfristig geplanten Massentests zum Zug. Zudem wurden auch Hilfsdienste in der Postverteilung und Lebensmittellogistik bewerkstelligt. Es hat sich erneut gezeigt, wie universell Soldaten eingesetzt werden können“, stellen der stellvertretende Bundesparteiobmann der FPÖ, Landeshauptmann-Stv. Dr. Manfred Haimbuchner und LAbg. Michael Gruber, Obmann der AUF/AFH OÖ, anlässlich des morgigen ‚Tag der Wehrpflicht‘ klar und resümieren: „Die Wehrpflichtkritiker sind mittlerweile verstummt.“

„Die Leistung der Grundwehrdiener muss vor den Vorhang geholt werden, darum fordern wir eine spürbare Erhöhung des Soldes. Wir wollen uns bei den Leistungsträgern in unserer Gesellschaft nicht nur durch Beifallklatschen bedanken, sondern der Dienst an der Gesellschaft muss auch monetär besser unterstützt werden. Während Migranten eine Mindestsicherung von über 900 Euro erhalten, werden Grundwehrdiener mit 300 Euro abgespeist. Das ist ein krasses Ungleichgewicht. Wir wollen unsere Leistungsträger besser unterstützen“, stellen die beiden FPÖ-Politiker klar und sprechen den Soldaten Dank aus.

Zwtl.: Probleme bei der Tauglichkeit angehen

„Bezüglich des Vorpreschens der Verteidigungsministerin mit der Einführung der Teiltauglichkeit haben wir wenig Verständnis. Diese Hauruck-Aktion ist nicht durchdacht. Wir hätten uns ein überlegtes und abgestimmtes Konzept mit Einbindung von Entscheidungsträgern aus Militär, Sanitätsdiensten und Politik gewünscht“, so Haimbuchner und Gruber, der diese grundsätzliche Idee mitentwickelte und begrüßt. „Mittlerweile sind beinahe ein Drittel der Stellungspflichtigen untauglich. Psychische Probleme, Fettleibigkeit, Fehlsichtigkeit verringern zunehmend die Tauglichkeitsquote bei jungen Männern. Diesen Problemen muss man auf den Grund gehen und seitens der Politik gegensteuern.“

„Aus diesem Grund fordern wir, dass ein Präventionsprogramm für unsere Bevölkerung, speziell für Kinder und Jugendliche, entwickelt wird. Bewegung, Sport, frische Luft und gesunde Ernährung sind wesentliche Bausteine für ein Leben in Gesundheit. Das kann nicht erst beim Bundesheer ausgebildet werden, denn da ist es meist schon zu spät“, stellen Haimbuchner und Gruber klar. Gruber ortet zudem ein regionales Problem bei der Stellung in Oberösterreich: „Durch das Herunterfahren der Tauglichkeitsuntersuchungen stauen sich die Wartenden immer weiter nach hinten. Dadurch wird der planbare Aufbau von Kadernachwuchs massiv erschwert.“ Haimbuchner und Gruber hoffen diesbezüglich auf eine rasche Rückkehr zum Normalbetrieb.

Zwtl.: Grundwehrdiener als wesentliches Bindeglied zwischen Militär und Gesellschaft

„Laut einer ‚Trend Radar‘-Umfrage von Oktober 2020 würden nur noch 42 Prozent der österreichischen Männer das Land mit der Waffe verteidigen. Das ist für uns ein erschreckender Wert und zeigt, dass es ein Defizit bei der Bewusstseinsbildung junger Menschen gibt, was die Verteidigung von Demokratie und Freiheit angeht. Wir müssen das Heer deshalb wieder stärker in die Mitte der Gesellschaft rücken und dort verankern. Einen wesentlichen Teil machen dabei die Grundwehrdiener aus“, so Haimbuchner und Gruber abschließend.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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