Erneuter tödlicher Forstunfall. Aktuelle oö Polizeimeldungen

Bezirk Freistadt

Ein 60-Jähriger aus dem Bezirk Freistadt war am 18. Jänner 2021 gegen 11:45 Uhr gemeinsam mit seiner gleichaltrigen Ehefrau im hofeigenen Wald mit Forstarbeiten beschäftigt. Während der 60-Jährige mit der Motorsäge einen Baum zur Fällung vorbereitete, bediente seine Gattin den Traktor und die Seilwinde. Als der Baum umfiel, drückte dieser einen etwa 20 Meter entfernten kleineren Baum nieder. Dieser traf die Frau mit der Spitze so unglücklich am Kopf, dass sie noch an der Unfallstelle verstarb.

Mann bei Forstunfall schwer verletzt

Bezirk Linz-Land

Ein 56-Jähriger aus dem Bezirk Linz-Land war am 18. Jänner 2021 gegen 14:20 Uhr mit Waldschlägerungsarbeiten beschäftigt. Nachdem er eine Esche gefällt hatte, begann er diese zu entasten. Dabei schleuderte ein Ast in Richtung des Landwirtes, riss ihn nieder und ein etwa 30 cm starker Ast der Baumkrone fiel auf ihn. Der Mann wurde schwer verletzt und nach der Erstversorgung mit dem Rettungshubschrauber „Christophorus 10“ in das Krankenhaus Steyr geflogen.

Schlepperbande ausgeforscht

Landeskriminalamt OÖ

Das Landeskriminalamt OÖ, Ermittlungsbereich Menschenhandel/Schlepperei, erlangte von einem Aufgriff von zwei Schleppern und drei illegalen Personen im September 2018 durch die italienischen Carabinieri in Sterzing/Südtirol Kenntnis, woraufhin Ermittlungen gegen diese Organisation eingeleitet wurden. Die Beschuldigten waren in Oberösterreich wohnhaft.
Anfänglich wurde wegen Verdachtes der Schlepperei, der Geldwäsche und der Fälschung besonders geschützter Urkunden ermittelt. Nach Anordnungen der Staatsanwaltschaft Innsbruck wurden zahlreiche Handys ausgewertet und dadurch eine Vielzahl an Schleppungen rekonstruiert. Zusätzlich gab es mehrere Schlepperaufgriffe und Festnahmen in Österreich, Deutschland, Italien, Slowenien und Kroatien, die dieser Organisation zugeordnet werden konnten. In weiterer Folge wurden die Ermittlungen auf drei operierende Zellen in einer Gesamtorganisation ausgeweitet. Es handelte sich dabei um irakische Staatsbürger aus dem Großraum Linz, syrische Staatsangehörige aus Salzburg und Wien und einem Afghanen aus Wels, der Fahrer aus Serbien rekrutierte. Alle agierten bundesweit, die einzelnen Täter hatten verschiedene Aufgaben wie Organisation der Schleppungen, Rekrutierung von Fahrern, Botenfahrten, Geldwäsche bzw. Vorausfahrten und dergleichen.
Die Staatsanwaltschaft Innsbruck ordnete mehrere Festnahmen und Durchsuchungen in OÖ und Salzburg an. Die Vollziehung der Maßnahmen wurden zum Teil unter Einbindung des Einsatzkommandos Cobra durchgeführt. Durch die Komplexität des Sachverhalts gab es im In- und Ausland mehrere parallel geführte, ineinandergreifende Ermittlungsverfahren. In Österreich vorwiegend mit dem LKA Wien; im angrenzenden Ausland vorwiegend mit der Bundespolizei Passau.
Es wurde insgesamt gegen 25 bekannte Täter im In- und Ausland ermittelt. Diese wurden der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht. Acht Festnahmen konnten bereits vollzogen werden, nach zwei Beschuldigten wird aktuell mit europäischen Haftbefehlen gefahndet. Insgesamt wurden mindestens 259 Migranten illegal in die EU geschleppt. Der dadurch erlangte Verdienst der drei angeführten Zellen dürfte bei mehreren hunderttausend Euro, jener der Gesamtorganisation bei über zwei Millionen Euro gelegen sein.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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