Klimabilanz 2020: Mit welchen Rekorden und Wetteranomalien zeigte sich die Klimakrise in Österreich und global?

Das Jahr 2020 wird uns allen als das Jahr der Coronapandemie in Erinnerung bleiben. Bei all den Schwierigkeiten und Herausforderungen, die diese weltweite Katastrophe für uns bereithält, bahnt sich mit der voranschreitenden Klimakrise eine viel größere Bedrohung für die Weltbevölkerung an. Zeugnis davon ist auch der Blick auf die meteorologischen Daten in Österreich und der Erde. Das Klimajahr 2020 wird sich in Österreich als eines der fünf wärmsten Jahre seit Messbeginn einreihen. Global gesehen wird es eines der drei wärmsten Jahre sein und die alarmierende Entwicklung setzt sich damit weiter fort. 2020 hat aber weitere Rekorde für uns bereitgehalten: Der wärmste Jänner, Mai, Juli,September und November. Der zweitwärmste Februar, März, Aprilund Juniseit Beginn der Messaufzeichnungen.

„Seit Jahrzehnten warnt uns die Wissenschaft, dass uns mit der Klimakrise die größte Herausforderung der Menschheitsgeschichte bevorsteht. Die aktuellen Daten beweisenleider wieder einmal, dass die Prognosen stimmen und wir uns auf gewaltige Veränderungen einstellen müssen. Treffen werden die Veränderungen aber vor allem unsere Kinder. Damit wir unseren nachfolgenden Generationen eine intakte Umwelt und einen lebenswerten Planeten hinterlassen können, müssen wir schleunigst in eine klimafreundliche Zukunft gehen und Handlungen setzen“, so Klimalandesrat Stefan Kaineder.

Die Jahre seit 2015 gehen als die sechs wärmsten seit Messbeginn ein. Die Auswirkungen dieser Entwicklung sind fatal und längst bekannt.Daher fordert Klimalandesrat Stefan Kaineder, dass alle wirtschaftlichen Anstrengungen zur Belebung der Wirtschaft unter dem Aspekt des Klimaschutzes gestellt werden, damit das Land aus der Coronapandiemie zukunfts-und klimafit hervorgeht.

„Was wir brauchen und was jetzt auch von der Bundesregierung bereits realisiert wird, sind Maßnahmen und Investitionen in den Klimaschutz. Mit den aktuellen Förderungen, den in Umsetzung befindlichen Gesetzesvorhaben und dem angekündigten Österreichticket sind erste Meilensteine auf den Weg gebracht. So kann es gelingen, die CO2-Einsparungen Österreichs im Sinne des Weltklimavertrages auch realistisch zu erreichen. Denn klar ist: Es darf mit dem Klimaschutz in Österreich nicht so erfolglos weitergehen wie in den vergangenen Jahren: Wurden innerhalb der EU bei den CO2-Emissionen seit 1990 um über 24Prozenteingespart, hatte Österreich in dieser Zeit sogar einen leichten Zuwachs zu verzeichnen. Bei der Klimakrise ist Scheitern keine Option“, weiß Klimalandesrat Stefan Kaineder.

© Land OÖ

Klimalandesrat Stefan Kaineder mit der Klimaforscherin Univ. Prof.in Dr.in Helga Kromp-Kolb und dem Meteorologen der ZAMG Alexander Ohms nach einer gemeinsamen Pressekonferenz im Sommer dieses Jahres.
Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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