Black Wings Linz: Bittere Niederlage gegen Dornbirn

Black Wings scheitern einmal mehr an der Chancenverwertung.

Head Coach Beaulieu muss weiterhin auf etliche Stammkräfte verzichten und schickt wie schon gegen Graz eine stark verjüngte Mannschaft aufs Eis. Die Linzer haben deutlich mehr vom Spiel, doch die schwache Chancenverwertung verhindert auch diesmal einen Punktgewinn. 39 Mal feuern die Hausherren auf das Tor der Bulldogs, doch nur ein Mal zappelt die Scheibe auch im Netz. Zu wenig, denn am Ende gewinnen die kaltschnäuzigeren Vorarlberger, die nur 22 Schüsse benötigen, um am Ende als 3:1-Sieger die Heimreise ins „Ländle“ anzutreten.

Wer die Tore nicht schießt

Die Stahlstädter starten gut und sind von Beginn an die tonangebende Mannschaft auf dem Eis. Kapitän Lebler eröffnet in der ersten Minute mit einem gefährlichen Schuss aus der Drehung eine Serie an Torchancen. Denn nur kurz darauf vergeben Bartulis knapp vor dem Tor und Bretschneider mit einem guten Schuss vom linken Bullykreis die mögliche Führung. Von den Vorarlbergern sieht man kaum Offensivaktionen, auch im Powerplay bleiben die Bulldogs harmlos. So sind es weiter die Black Wings, die auf den Führungstreffer drücken, weitere Gelegenheiten durch Kozek, Pelletier und Lebler aber ungenützt lassen.

Dann die bittere Pille für die Oberösterreicher. Nach einem Scheibenverlust kontern die Bulldogs eiskalt und gehen völlig gegen den Spielverlauf mit 1:0 in Führung. Jevpalovs bedient Rapuzzi, der aus kurzer Distanz sein fünftes Saisontor erzielt. 35 Sekunden vor dem Ende haben die Hausherren Glück, als Goalie Kickert in höchster Not gegen Macierzynski einen höheren Rückstand verhindert.

Fehlende Effizienz

Der zweite Abschnitt liefert ein ähnliches Bild ab wie der erste. Die Linzer sind das spielfreudigere Team und kontrollieren das Geschehen. Lediglich die mangelhafte Chancenverwertung verhindert den längst überfälligen Ausgleichstreffer. Pelletier, Mitsch und Kozek kommen zum Abschluss, die Scheibe will aber nicht ins Tor der Vorarlberger – sondern in das der Oberösterreicher. Mit einer der wenigen Chancen der Bulldogs besorgt Nilsson mit einem Schuss ins rechte Eck das 2:0. Der nächste Nackenschlag für die Gastgeber, die jedoch sofort um eine Antwort bemüht sind.

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Lebler und Brucker bleiben mit Schüssen an die Außenstange ohne Glück. In der 36. Minute fällt endlich der mutschöpfende Anschlusstreffer. Piché bedient mit einem präzisen Pass in die Tiefe Brucker ideal. Der Center stürmt alleine aufs Tor zu, wird dabei von einem Verteidiger unsanft bedrängt, bugsiert aber die Scheibe noch im Fallen zum 1:2 über die Linie – ein ganz wichtiger Treffer zu diesem Zeitpunkt des Spiels. Auch weil Keeper Kickert nur wenige Sekunden vor der Sirene – wie schon im ersten Drittel – eine Topchance der Bulldogs vereitelt und das Duell damit offenhält.

DEC-Tor bleibt wie vernagelt

Die Bulldogs konzentrieren sich auch im Schlussdrittel fast ausschließlich auf die Defensivarbeit, wodurch sich wieder einige Möglichkeiten für die Linzer ergeben. Lebler scheitert mit zwei Schüssen am starken DEC-Goalie Östlund. In der 48. Minute kassiert Dornbirns Nilsson zwei Minuten wegen übertriebener Härte. Im folgenden Powerplay vergibt alleine Kozek drei Mal aus aussichtsreicher Position, auch ein strammer Schlagschuss von Bartulis von der blauen Linie kann entscheidend geblockt werden. Die Dornbirner beschränken sich aufs Kontern – bei einer Topchance von Rapuzzi kann sich Kickert auszeichnen.

In der Schlussphase werfen die Stahlstädter alles nach vorne und versuchen den Ausgleich zu erzwingen. In der 58. Minute fällt jedoch die Vorentscheidung. Dornbirn spielt die Scheibe tief ins Angriffsdrittel. Kickert versucht den Angriff zu unterbinden und befördert nach einem Ausflug den Puck in die Rundung. Dort lauert allerdings Dornbirns Brosseau, der ohne zu zögern abzieht und den Puck aus spitzem Winkel direkt ins leere Tor befördert. Im Anschluss geht Kickert vom Eis, doch auch mit der 6:5-Überzahl schaffen die Linzer die Wende nicht mehr.

Das 1:3 bedeutet die fünfte Niederlage am Stück für die Black Wings, die weiterhin mit 14 Punkte am Tabellenende feststecken. Die Bulldogs hingegen dürfen sich über den zweiten Auswärtssieg innerhalb von 24 Stunden freuen und rangieren weiterhin auf Platz acht der ICE.

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Ergebnis

Steinbach Black Wings 1992 – Dornbirn Bulldogs 1:3 (0:1, 1:1, 0:1)

Torschützen: 0:1 Rapuzzi (15.), 0:2 Nilsson (28.), 1:2 Brucker (36.), 1:3 Brosseau (58.);

Strafminuten: 4 bzw 4
Torschüsse: 39 bzw 22
Referees: Berneker, Ruetz, Seewald, Tschrepitsch; Linz AG Eisarena

Copyrightvermerk: Black Wings Linz/Eisenbauer

Tabelle

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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