Verschärfte Corona-Maßnahmen ab 26.12.2020; Schifahren erlaubt

Die Bundesregierung hat das erneute Herunterfahren des Landes vom 26.12.2020 bis 18.01.2021 angekündigt. Die Verschärfungen kommen denkbar ungünstig, weil die Betriebe schon Bestellungen für Anfang 2021 getätigt haben. 
Wichtig sind jetzt vor allem drei Dinge: Erstens, dass es rasche und unbürokratische Hilfe für die betroffenen Unternehmen gibt und zwar auch für Zulieferer und indirekt betroffene Betriebe. Zweitens, dass dieser Lockdown wirkt und das Infektionsgeschehen merklich einbremst. Drittens – und das ist der wichtigste Punkt -, dass es einen klaren Plan bis ins Frühjahr gibt, wie wir mit regelmäßigen Massentestungen Schritt für Schritt Richtung Normalität kommen.

Positiv ist, dass die von der Wirtschaft seit mehreren Monaten vorliegende Forderung nach regelmäßigen Massentests endlich aufgegriffen wurde. Dies ist ein wichtiger Zwischenschritt hin zum breiten Angebot einer Impfung. Entscheidend sind jetzt eine entsprechend professionelle Organisation und Durchführung dieser Tests, der Einsatz einer digitalen App und das Knüpfen eines negativen Testergebnisses an mehr Freiheiten.

Nur so können wir die so dringend notwendige Planungssicherheit zurückgewinnen! 
 
Die Regelungen im Überblick:
Diese Information ist eine vereinfachte und zusammenfassende Darstellung der geplanten Maßnahmen, die ab 26.12.2020, gelten. Ausführliche FAQs und weitere Informationen folgen. 
 Ausgangsregelung:
Die Ausgangsregelung (Verlassen des privaten Wohnbereichs ist nur zu bestimmten Zwecken zulässig) wird bis zumindest Montag, 18. Jänner 2021, verlängert und gilt nun wieder den ganzen Tag (Ausdehnung der nächtlichen Ausgangsbeschränkung auf eine grundsätzlich generelle Ausgangsbeschränkung). 

Weihnachten: 
Die Regelungen für den 24. und 25. Dezember bleiben aufrecht: An diesen beiden Tagen gelten keine Ausgangsregelungen. Zusammenkünfte von maximal 10 Personen aus maximal 10 verschiedenen Haushalten sind möglich.

Freitesten:
Am 15., 16. und 17. Jänner, sind österreichweite Massentests geplant. Mit einem negativen Test kann die Ausgangssperre mit 18. Jänner beendet werden („Freitesten“); ohne Test verlängert sich die Ausgangsbeschränkung um eine Woche, also bis inklusive 24. Jänner und überall, wo man hindarf (z. B.: Arbeit, Lebensmittel einkaufen) ist eine FFP 2 Maske zu tragen, wo sonst MNS vorgeschrieben ist.

Kundenbereiche:
Das Betreten des Kundenbereichs von Betriebsstätten des Handels und von Dienstleistungsunternehmen zum Zweck des Erwerbs von Waren oder der Inanspruchnahme von körpernahen Dienstleistungen (insbes. Friseure, Kosmetiker, Piercen, Tätowieren etc.) wird bis 18. Jänner 2021 untersagt. Alle anderen Dienstleistungen bleiben grundsätzlich erlaubt. Lieferungen sind zulässig. Die Abholung von Speisen ist weiterhin möglich. Zudem ist ab 26.12. „Click & Collect“ im Handel erlaubt.

Weiterhin geöffnet bleiben insbesondere:
Apotheken, Lebensmittelhandel, Drogerien und Drogeriemärkte, Verkauf von Medizinprodukten und Sanitärartikeln, Heilbehelfen und Hilfsmitteln, Gesundheits- und Pflegedienstleistungen, Dienstleistungen für Menschen mit Behinderungen, Verkauf von Tierfutter, Tankstellen, Banken, Trafiken, KFZ-Werkstätten etc.

Seilbahnen und Skilifte:
Seilbahnen und Zahnradbahnen (Skilifte) dürfen unter Einhaltung bestimmter Vorgaben (insbes. FFP-2-Maske) voraussichtlich am 24. Dezember öffnen. Die Bundesländer können weitere Vorgaben vorsehen.

Sportstätten:
Outdoor-Sportstätten bleiben geöffnet (z. B. Langlauf-Loipen und Eislaufplätze).

Freizeiteinrichtungen:
Das Betreten von Freizeiteinrichtungen (wie z. B. Theater, Tanzschulen, Kinos etc.) wird weiterhin verboten sein – voraussichtlich bis 18. Jänner 2021. 

Gastronomie und Beherbergung:
Hinsichtlich Gastronomie und Beherbergung gibt es derzeit keine wesentlichen Änderungen, diese bleiben daher grundsätzlich auch weiterhin geschlossen (wenige Ausnahmen wie z. B. Betriebskantinen). Öffnungen sind ab 18. Jänner 2021 vorgesehen (unter bestimmten Auflagen). 

Veranstaltungen:
Auch Veranstaltungen bleiben weiterhin verboten. Die Ausnahmen sind im Wesentlichen gleichgeblieben.
Ab 18. Jänner 2021 gelten folgende Beschränkungen: 500 Personen Indoor, 750 Personen Outdoor. Es dürfen nur 50 Prozent der Kapazitäten der Plätze belegt sein.

Schulen:
Alle Schulstufen gehen von 7. bis 17. Jänner ins Distance Learning. Ab 18. Jänner soll wieder Unterricht vor Ort stattfinden.

Generelle Öffnungen ab 18. Jänner 2021 (unter strengen Auflagen insbesondere negative Corona-Tests) vorgesehen.

Hinweis:
Bis zur Veröffentlichung der entsprechenden Verordnung durch die Bundesregierung können sich noch Änderungen ergeben. 
Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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