VKI-Test Thermobecher: „Gute“ Alternative zum Coffee to go-Einwegbecher

Coffee to go-Pappbecher sind ein kurzlebiges Massenprodukt: Geschätzte 300 Millionen Einwegbecher werden der Wiener Umweltberatung zufolge pro Jahr in Österreich verbraucht. Deren durchschnittliche Lebensdauer beträgt 15 Minuten. Dem gegenüber steht ein massiver Ressourceneinsatz: der Jahresstromverbrauch von über 9.000 Haushalten, 160 Millionen Liter Wasser und das Holz von über 4.500 Bäumen. Dazu kommt, dass die anfallende Müllmenge aufgrund der Kunststoffbeschichtung der Pappbecher nur schlecht zu recyceln ist.
 
Wesentlich umweltfreundlicher als Einweg-Kaffeebecher sind dagegen Mehrwegbecher – sofern sie auch tatsächlich genutzt werden und dadurch eine große Menge an Einwegbechern ersetzen. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat 20 Becher mit einem Fassungsvermögen von 280 bis 470 ml und Preisen von 9 bis 40 Euro getestet. Die Mehrheit der Produkte erhielt eine „gute“ Bewertung. Gesamt gab es 2 „sehr gut“, 12 „gut“, 3 „durchschnittlich“ und 3 „weniger zufriedenstellend“. Das günstigste Produkt entpuppte sich als Testsieger. Die Details zum Test gibt es ab sofort online auf www.konsument.at und ab 17.12. in der Jännerausgabe des Magazins KONSUMENT.
 
Thermobecher sind im Prinzip kleinere Thermoskannen: Sie bestehen aus zwei Wänden, zwischen denen sich ein Vakuum befindet. Die Handhabung ist einfach: Der Verschluss des Bechers lässt sich meist mittels Druckknopf mit einer Hand öffnen. Alle getesteten Produkte waren bruchfest, bestanden den Temperaturschock-Test von Kalt auf Heiß und waren leicht zu befüllen. Der Verschluss und das Temperaturhaltevermögen erwiesen sich dagegen als Knackpunkt: 6 von 20 Produkten erhielten nur eine „durchschnittliche“ oder „weniger zufriedenstellende“ Bewertung, da sie eine schlechte bis mäßige Isolierleistung aufwiesen. Zudem war bei mehreren dieser Produkte der Trinkverschluss undicht oder brach in einem Fall sogar ab.
 
Positiv hervorzuheben ist, dass bei 17 von 20 Produkten keine Schadstoffe nachgewiesen werden konnten. In drei Modellen wurden zwar geringe Mengen an polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) im Deckel bzw. im Griffbereich gefunden. Allerdings handelt es sich hier um PAKs, die nicht als krebserzeugend eingestuft sind.
 
SERVICE: Die ausführlichen Testergebnisse gibt es ab dem 17.12. in der Jänner-Ausgabe der Zeitschrift KONSUMENT und ab sofort auf www.konsument.at.

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

error: (c) by salzTV