Mit dem Lawinenwarndienst sicher durch den Winter

Der Winter hält in Oberösterreich Einzug und die ersten Schneeschuhwanderer und Tourengeher/innen planen bereits ihre Touren im alpinen Raum. Mit dem ersten Schneefall beginnt aber auch die Saison für den Lawinenwarndienst des Landes Oberösterreich. In den letzten Jahren hat sich der Trend hin zu Schneeschuhwanderungen und Schitouren stetig verstärkt. Speziell im kommenden Winter wird wegen der Einschränkungen im Liftbetrieb und den Abstandsregeln mit einem besonders hohen Zulauf gerechnet. Alpenverein und Bergrettung warnen bereits jetzt vor den Gefahren, welche daraus entstehen können. Vielen Wintersportlerinnen und Wintersportler fehlt es am notwendigen Wissen um die Gefahr von Lawinenabgängen und um die richtige Einschätzung der Situation. Um hier gegenzusteuern,wurden in Zusammenarbeit mit anderen Bundesländern die Homepages der Lawinenwarndienste vereinheitlicht und einfach und übersichtlich gestaltet. Dadurch kann sich jeder schnell einenÜberblick über die Lawinensituation verschaffen und die Tour entsprechend planen.

„Vor allem für Wintersportlerinnenund Wintersportler, die Touren außerhalb der gesicherten Gebiete planen ist es wichtig, Lawinenwarnungen richtig zu interpretieren und zu beachten. Mit der neu gestalteten Homepage sind diese grundlegend wichtigen Informationen noch leichter abrufbar.Sie bieten Entscheidungsgrundlagen, wann, wo und ob eine Tour sicher ist. Was aber der beste Lawinenwarndienst nicht ersetzen kann sind eine gute Ausbildung und ein gesunder Hausverstand. Lieber einmal eine Tour auslassen, oder in einen unverspurten Hang nicht einfahren. Jedenfalls mit auf Tour sollte auch eine geeignete Sicherheitsausrüstung sein, denn passieren kann immer etwas. Was ich aber auch allen Sportlerinnen und Sportlern rate, ist auf die Fachkompetenz unsere alpinen Vereine zurückzugreifen und einen entsprechenden Kurs zu belegen. Wissen kann hier Leben schützen“, betontLandesrat KommR Ing. Wolfgang Klinger.

„Mit der neu gestalteten Homepage bieten wir einfache transparente Information zur aktuellen Lawinensituation und tragen somit zur Prävention von Lawinenunglücken bei. An die Stelle eines langen und oft nicht leicht lesbaren Lawinenwarnberichtes, ist nun eine klare graphische Darstellung getreten. Zusätzlich bietet die Homepage auch einen Blick über die Landesgrenzen hinaus, was gerade dann hilfreich ist, wenn ich eine Tour in einem der angrenzenden Bundesländer plane. Aus meiner langjährigen Erfahrung heraus, weiß ich, wie wichtig eine solide Tourenplanung ist und dazu gehören valide Daten. Essentiell ist es aber auch,die Daten richtig zu interpretieren und im Zweifelsfall ein defensives Verhalten an den Tag zu legen. Der Großteil der Lawinenunfälle passiert bei Lawinenwarnstufe 3. Diese Ziffer bringt oft ein falsches Sicherheitsgefühl mit sich, weil man allzu leicht vergisst, dass 3 eben immer noch ‚erheblich‘ bedeutet“, weist DI Florian Stifter auf die Funktionen der neuen Homepage hin.

©Land OÖ/Daniel Kauder

DI Florian Stifter, Lawinenwarndienst OÖ, Landesrat KommR Ing. Wolfgang Klinger sowie Ing. Stefan Reinbacher, Lawinenwarndienst OÖ.
 
Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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