Zwei Verfolgungsjagden in Linz und Steyr. Aktuelle oö Polizeimeldungen.

Stadt Linz, Stadt Steyr

Am Linzer Bulgariplatz versuchte eine Streife gegen 19 Uhr einen Pkw zu einer Lenker- und Fahrzeugkontrolle anzuhalten. Der vorerst unbekannte Lenker missachtete aber sämtliche Anhaltezeichen und beschleunigte sein Auto. Er fuhr über die Wankmüllerhof-, die Mulden- und die Wiener Straße, wo er mit etwa 100 km/h wieder stadteinwärts fuhr. Dabei missachtete er auch das Rotlicht einer Ampelanlage. Wieder am Bulgariplatz angekommen, fuhr er über den Parkplatz eines Supermarktes wieder auf die Wankmüllerhofstraße. Dort mussten einige Fahrzeuglenker des ankommenden Querverkehrs eine Vollbremsung einlegen und konnten so eine Kollision gerade noch verhindern. Der Flüchtende bog dann in die Reuchlinstraße ab, wo er am Ende der Sackgasse zum Stillstand kam. Der Lenker, ein 22-jähriger Iraker aus Linz, und sein Beifahrer, ein 26-jähriger Iraker, verließen das Fahrzeug und versuchten zu Fuß weiter zu flüchten. Beide konnten von den Polizisten nach kurzer Flucht angehalten werden. Der 22-Jährige konnte keinen Führerschein vorweisen, weil er keine Lenkberechtigung besitzt. Das war laut seinen Angaben auch der Grund seines Verhaltens gewesen. Wegen der deutlichen Symptome einer Suchtgiftbeeinträchtigung wurde er zum Drogentest aufgefordert. Diesen verweigerte er. Sein Fahrzeug beschädigte er sich bei seiner Fahrt bei einer Kollision mit einem Randstein leicht. Mehrere Anzeigen wegen diverser Verkehrsübertretungen folgen.

In Steyr nahm gegen 0:40 Uhr ein 18-Jähriger aus Steyr den Firmen-Wagen seines Vaters ohne Erlaubnis in Betrieb. Letzterer verweilt gerade im Ausland. Gegen 1:50 Uhr wurde er damit in der Voralpenbundstraße von einer Polizeistreife mit 72 km/h gemessen. Die versuchte Anhaltung ignorierte er und fuhr mit stark überhöhter Geschwindigkeit weiter Richtung Neuzeug/Sierning. Aufgrund seiner Geschwindigkeit von bis zu 140 km/h verlor ihn die nachfahrende Streife aus dem Blickfeld. Gemeinsam mit einer weiteren Streife aus dem Bezirk Steyr-Land gelang es nach etwa einer Stunde den Pkw und schließlich auch den 18-Jährigen hinter dem Firmengebäude, in dem sein Vater arbeitet, wahrzunehmen. Dort hatte er sich versteckt. Als Begründung gab der Führerscheinlose an, seine Freundin besuchen haben zu wollen. Weil er nicht im Besitz einer Lenkberechtigung ist, habe er versucht zu entkommen. Er wird wegen des unbefugten Gebrauchs von Fahrzeugen und mehrerer Verkehrsübertretungen angezeigt. Der Wagen konnte dem Firmenbesitzer unbeschädigt ausgefolgt werden.

Bub auf Schutzweg von Pkw erfasst

Bezirk Vöcklabruck

Eine 48-Jährige aus dem Bezirk Vöcklabruck fuhr am 11. Dezember 2020 gegen 7:10 Uhr mit ihrem Pkw auf der L1265 Richtung Attnang-Puchheim. Bei der sogenannten Himmelreichkreuzung ordnete sie sich am Linksabbiegestreifen Richtung Vöcklabruck ein. Dort bog sie rechts ab und kollidierte mit einem 12-Jährigen aus dem Bezirk Vöcklabruck, der gerade dabei war, den dortigen Schutzweg zu Fuß zu überqueren. Der Schüler wurde frontal erfasst und kam vor dem Auto zum Liegen. Er wurde leicht verletzt ins Salzkammergutklinikum Vöcklabruck eingeliefert.

Mittels EU-Haftbefehl gesucht – Zielfahndern gelang Ermittlungserfolg

Landeskriminalamt OÖ

Mittels EU-Haftbefehl gesucht – Zielfahndern gelang Ermittlungserfolg

Aufgrund eines von einem rumänischen Gericht ausgestellten europäischen Haftbefehles führte das Landeskriminalamt OÖ Zielfahndungsermittlungen betreffend eines 28-jährigen rumänischen Staatsbürgers. Dem EU-Haftbefehl zur Folge wurde der Mann vom Gericht zu einer mehrjährigen Haftstrafe aufgrund der Beteiligung bei einem Einbruchsdiebstahl im Jahr 2016 verurteilt. Seine noch zu verbüßende Haftstrafe beträgt zwei Jahre und 91 Tage. Am 11. Dezember gelang es den Ermittlern, den Mann zu lokalisieren und um 9 Uhr in der Linzer Wiener Straße festzunehmen. Über Auftrag der Linzer Staatsanwaltschaft wurde er zum Zwecke der Einleitung eines Auslieferungsverfahrens in die Justizanstalt Linz eingeliefert.

Schwerer Arbeitsunfall

Bezirk Rohrbach

Ein 42-Jähriger aus dem Grieskirchen führte am 11. Dezember 2020 um 10:50 Uhr in Haslach an der Mühl Verladearbeiten bei einem Umbau im Dachgeschoß eines Wohnhauses durch. Dabei trug er ein etwa 60 kg schweres Fenster vom Flachdach in den Mansardenraum. Dort war eine Deckenöffnung mit einer Schaltafel und einer Dreischichtplatte abgedeckt. Als der Mann mit dem Fenster in den Händen auf die Dreischichtplatte trat, brach diese durch und er stürzte 3,5 m tief nach unten. Der Schwerverletzte wurde von der Feuerwehr mittels Drehleiter vom dritten Stock zu Boden gebracht und dort vom Notarzt erstversorgt. Danach wurde er ins Klinikum Rohrbach eingeliefert.

Erfolgreiche Suchmittelerhebungen – 2 Täter in Haft

Bezirk Vöcklabruck

Erfolgreiche Suchmittelerhebungen – 2 Täter in Haft

In den Abendstunden des 25. September 2020 erfolgte in einer Flüchtlingsunterkunft in Vöcklabruck eine koordinierte fremdenpolizeiliche Kontrolle von Polizeibeamten des Bezirkspolizeikommandos Vöcklabruck.
Im Zuge der Kontrolle konnte von den Polizisten wahrgenommen werden, wie ein 42-jähriger Türke aus dem Fenster seiner Asylunterkunft Suchtmittel in Form von Cannabis und Amphetamin entsorgte, um dieses vor der Polizei zu verheimlichen. Folglich konnte von den Polizisten das entsorgte Suchtmittel wieder aufgefunden werden. Es handelte sich dabei um 24 Gramm Amphetamin und 28 Gramm Haschisch.
Weiters konnten bei der Durchsuchung der Asylunterkunft eine Suchtgiftfeinwaage und offensichtliches Drogengeld aufgefunden und sichergestellt werden.

In weiterer Folge wurde der 42-Jährige wegen des dringenden Tatverdachtes der Begehung eines gewerbsmäßigen Suchtmittelhandels vorläufig festgenommen. Bei der Beschuldigtenvernehmung zeigte sich dieser geständig, einen gewerbsmäßigen Suchtmittelhandel betrieben zu haben, um sich damit seinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Der 42-Jährige wurde daraufhin über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wels in die Justizanstalt Wels eingeliefert, wo er sich aktuell in Untersuchungshaft befindet.
Bei den gegen ihn geführten Ermittlungen zu dessen Suchtmittelabnehmern konnte noch eine weitere Person, welche in den Suchtmittelhandel involviert war, ausgeforscht werden.
Hierbei handelte es sich um einen 20-jährigen afghanischen Staatsbürger, welcher für den 42-Jährigen als Subverteiler arbeitete und für diesen im gesamten Bezirk Vöcklabruck Suchtmittel an diverse Suchtmittelabnehmer verkaufte.
Der 20-Jährige wurde ebenfalls über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wels festgenommen und in die Justizanstalt Wels überstellt. Über ihn wurde ebenso die Untersuchungshaft verhängt.

Die Ermittlungen ergaben, dass vom 42-Jährigen bereits seit Anfang des Jahres 2020 Suchtmittel – Amphetamin, Cannabis und XTC-Tabletten – gewerbsmäßig verkauft wurden. Konkret zeigte sich dieser nur zur Weitergabe von 1000 Gramm Cannabis und 120 Stück XTC-Tabletten geständig. Allein diese Suchtmittel hatten einen Straßenverkaufswert von ca. 12.000 Euro. Laut derzeitigem Ermittlungsstand wurden von den restlichen Suchtmittelarten lediglich geringe Mengen weitergegeben. Es kann jedoch mit ziemlicher Sicherheit angegeben werden, dass sich der 42-Jährige durch den Suchtmittelverkauf einen Gewinn im hohen 4-stelligen Bereich erwirtschaftet hatte.
Im Zuge der Ermittlungen konnten schließlich auch noch eine 19-jährige bosnische Staatsangehörige und ein 38-jähriger somalischer Staatsangehöriger als weitere Subverteiler ausgeforscht werden.
Speziell die Frau verkaufte für den 42-Jährigen Suchtmittel oder bunkerte dieses für ihn in deren elterlichen Wohnung im Bezirk Vöcklabruck. Die 19-Jährige zeigte sich umfassend geständig.  
Insgesamt konnten vom Drogenring des 42-Jährigen bislang etwa 30 Suchtmittelabnehmer ausgeforscht und der zuständigen Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht werden. Unter den angezeigten Suchtmittelabnehmern befanden sich auch zahlreiche Personen unter 18 Jahren. 
Als Übergabeorte für die Suchtmittel wurden vorwiegend hochfrequentierte öffentliche Plätze im Bezirk Vöcklabruck gewählt. Die Suchtmittelübergaben wurden dabei Großteils ungeniert durchgeführt.

Weiters wurde im Zuge der Ermittlungen bekannt, dass der 42-Jährige bei diversen Suchtmittelabnehmern auch mehrfach versuchte, diese als Subverteiler anzuheuern. Unter diesen Personen befanden sich auch teilweise jugendliche Personen.

Bei den Ermittlungen ergab sich auch der dringende Tatverdacht, dass der 42-Jährige von einer in Linz lebenden Person mit Cannabis versorgt wurde. Diesbezügliche Ermittlungen wurden an das Kriminalreferat des Stadtpolizeikommandos Linz übergeben, wo in weiterer Folge ein 17-jähriger afghanischer Staatsbürger als Cannabislieferant ausgeforscht werden konnte. Dieser zeigte sich gegen die ihn erhobenen Anschuldigungen teilweise geständig.

In 36 Stunden vier beeinträchtigte Lenker aus dem Verkehr gezogen

Landesverkehrsabteilung OÖ

Im Zeitraum vom Nachmittag des 9. Dezember 2020 bis zum frühen Morgen des 11. Dezember 2020 zogen Polizisten der Welser Autobahnpolizeiinspektion vier Fahrzeuglenker aus dem Verkehr, die durch diverse Substanzen nicht mehr fahrtauglich waren. Drei Männer im Alter zwischen 22 und 32 wiesen Symptome einer Suchtgiftbeeinträchtigung auf und wurden vom Amtsarzt auch für fahruntauglich befunden. Ein 49-jähriger Autofahrer erreichte beim Alkotest 1,48 Promille. Allen vieren wurden ihre Führerscheine und Fahrzeugschlüssel vorläufig abgenommen und die Weiterfahrten untersagt. Sie werden angezeigt.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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