Black Wings Linz: Innsbrucker Haie mit besserem Ende

Zwei Drittel sind nicht genug – Linzer geht im Schlussdrittel die Luft aus.

Die Black Wings trotzen im Anfangsdrittel einem 0:2-Rückstand und bringen sich mit einem Powerplay-Doppelschlag zurück in die Partie. Danach spielen die Oberösterreicher gefällig und erzielen durch Topscorer Umicevic sogar die Führung, die allerdings kurz darauf von den Tirolern egalisiert wird. Wieder können die Linzer nur phasenweise gutes Eishockey zeigen und so kassiert man in den letzten 20 Minuten noch drei weitere Treffer. Am Ende ein verdienter Sieg der Haie, die in der Entscheidung frischer wirken und ihre Chancen eiskalt verwerten.

Doppelschlag verhindert Fehlstart

Ohne Gaffal und Hytönen, dafür mit Comebacker Neubauer verschlafen die Linzer den Start und geraten schon nach 124 Sekunden in Rückstand. Girard setzt sich hinter dem Tor an der Bande durch, spielt die Scheibe auf Gerlach, dessen Vorlage von Tansey zum 1:0 verwertet wird. Die Black Wings finden nur schwer ins Spiel und finden in der Offensive kaum statt. Im Gegensatz zu den Innsbruckern, die Goalie Kickert immer wieder beschäftigen und durch Herr in der elften Minute die Topchance auf das 2:0 vergeben. Welches ausgerechnet im Powerplay der Stahlstädter fällt. Kromp sitzt wegen eines Checks von hinten zwei plus zwei Minuten auf der Strafbank und sieht wie Christoffer nach schönem Doppelpass mit Herr einnetzt.

Eine bittere Pille für die Gäste, die jedoch in Windeseile zurückschlagen. Nur eine Minute später gelingt der Anschlusstreffer durch Lahoda, der einen Piché- Schuss entscheidend ablenkt. Da zu diesem Zeitpunkt Kromps zweite Strafe noch nicht läuft, bleiben die Wings in Überzahl und erzielen nur 39 Sekunden nach dem 1:2 den Ausgleich. Bartulis bedient Kristler, der mit einem Distanzschuss erfolgreich abschließt. Gut gemacht auch von Brucker, der Innsbrucks Keeper McCollum geschickt die Sicht verstellt.

Flotter Schlagabtausch

Im Mittelabschnitt zeigen beide Mannschaften beherztes Eishockey, mit viel Tempo geht es hin und her. In der 24. Minute spielt Innsbrucks Christoffer einen präzisen Querpass auf Sideroff, der aus spitzem Winkel nur knapp scheitert. Im Gegenzug bietet sich für Pelletier mit einem Breakaway die große Chance zur Führung, doch der Kanadier scheitert an McCollum. Der so wie Kickert eine starke Leistung im Tor zeigt. In der 31. Minute drehen die Linzer die Partie. Nach einem Konter zieht Topscorer Umicevic auf und davon und fixiert mit seinem neunten Saisontreffer das 3:2.

Kurz darauf muss bei den Gastgebern Girard wegen Beinstellens vom Eis, wieder die Chance für die Wings im Powerplay zuzuschlagen. Doch Kristler und Dorion vergeben gute Einschussmöglichkeiten, was sich nur wenig später rächen sollte. Nach einem Wechselfehler der Stahlstädter üben die Haie in Überzahl viel Druck aus und erzielen prompt den Ausgleich. Nach Lattner- Schuss verwertet Kapitän Herr den Rebound zum 3:3. Am Ende des Drittels haben die Linzer Glück, als Ciampinis Abschluss im 1:1-Duell gegen Kickert zu zentral ausfällt.

Black Wings knicken ein

100 Sekunden nach Wiederbeginn erobern die Tiroler die Führung zurück – und das mit einer gehörigen Portion Glück. Herr zieht von der rechten Seite ab, Verteidiger Tansey bewegt sich in den Schuss und lenkt die Scheibe über den Helm von Kickert zum 4:3 hinweg ins Tor. In der 46. Minute kassiert Beaudoin zwei Minuten wegen Beinstellens. Eine Strafe, die nicht ohne Folgen bleibt. Saucerman zieht vom eigenen Drittel über das Eis, lässt mit einem schönen Haken die Linzer Defensive alt aussehen und vollendet sehenswert mit einem satten Schuss ins rechte Kreuzeck zum 5:3 – ein echtes Traumtor des HCI-Verteidigers. In der 49. Minute legen die Haie den nächsten Treffer nach. Ciampini hat viel Platz und Zeit, zieht auf der rechten Seite Richtung Tor und netzt per Handgelenksschuss zum 6:3. In der Folge verlässt Kickert das Eis, für ihn steht nun Gracnar im Linzer Kasten.

Zehn Minuten vor Spielende entladen sich bei Kristler und Danielsen die Emotionen. Nach einem Zweikampf geraten die beiden aneinander und liefern sich einen ordentlichen Infight, der am Ende mit fünf Minuten Strafe für die beiden Raufbolde geahndet wird. In der Schlussphase können die Black Wings nicht mehr zusetzen. Die Tiroler dominieren das gesamte Schlussdrittel und lassen nichts mehr anbrennen. Und so bleibt es beim 6:3 für die Innsbrucker Haie, deren Sieg aufgrund der letzten 20 Minuten auch verdient ist. Bereits morgen Freitag steht für Beaulieus Mannschaft das nächste harte Spiel auf dem Programm. In der Bozener Eiswelle ist man beim aktuellen Tabellenführer HCB Südtirol zu Gast.

Ergebnis

HC Innsbruck – Steinbach Black Wings 1992 6:3 (2:2, 1:1, 3:0)

Torschützen: 1:0 Tansey (3.), 2:0 Christoffer (14./SH), 2:1 Lahoda (15./PP1), 2:2 Kristler (15./PP1), 2:3 Umicevic (31.), 3:3 Herr (36./PP1), 4:3 Tansey (42.), 5:3 Saucerman (47./PP1), 6:3 Ciampini (49.);

Strafminuten: 13 bzw 25
Torschüsse: 36 bzw 28
Referees: Smetana, Virta, Basso, Pardatscher; TIWAG Arena Innsbruck

Alexander Lahoda (Steinbach Black Wings 1992), Janos Hari (Hydro Fehervar AV 19)Black Wings Linz vs Hydro Fehervar AV 19, Eishockey, Bet at Home ICE Hockey League; Copyrightvermerk: Black Wings Linz/Eisenbauer

Tabelle

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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