10 Jahre Patenschaftsprojekt der Kinder- und Jugendanwaltschaft

„Seit fast fünf Jahren begleite ich Dani als Patin, sie gehört für mich inzwischen zur Familie. Unsere wöchentlichen Treffen und unsere Freundschaft sollen ihr Halt und Beständigkeit vermitteln. Da sich unsere Interessen sehr decken, haben wir meist viel Spaß miteinander“, schildert Patin Sonja Schuhmayer ihre innige Beziehung zu der heute 17-jährigen Jugendlichen.

Seit nunmehr zehn Jahren vermittelt die Kinder- und Jugendanwaltschaft des Landes (KiJA OÖ) im Rahmen des Projektes MaMMut – Mach Mir Mut!“ Kindern und Jugendlichen ab acht Jahren ehrenamtliche Patinnen und Paten, die für sie da sind und ein offenes Ohr für ihre kleinen und großen Sorgen haben. Sie bieten den Kindern regelmäßige Kontakte und Zeit zum Reden, unternehmen gemeinsame Aktivitäten, sind bei Problemen und Ängsten Ansprechperson und unterstützen in schulischen Belangen. Die Patinnen und Paten sind interessierte Erwachsene, die vom Team der KiJA OÖ intensiv begleitet und beraten werden. Seit 2010 wurden 92 Patenschaften vermittelt.

Kinder in schwierigen Lebenssituationen brauchen einfühlsame und verlässliche Erwachsene, die ihnen Aufmerksamkeit schenken, zuhören und Mut zusprechen, als positive Rollenmodelle dienen und vorleben, wie man Krisensituationen im Alltag bewältigt. „Gerade jetzt, in dieser äußerst herausfordernden Zeit der Corona-Pandemie, stellen die regelmäßigen Kontakte mit den Patinnen und Paten – sei es persönlich unter Einhaltung der vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen oder mittels WhatsApp-Nachrichten oder (Video-)Telefonaten – eine Konstante dar, die den Kindern das essentielle Gefühl von Sicherheit gibt“, weiß Kinder- und Jugendanwältin Mag.Christine Winkler-Kirchberger um die Bedeutung dieser wertvollen ehrenamtlichen Unterstützung.

Die KiJA OÖ bietet kostenlos, vertraulich und anonym juristische und psychosoziale Beratung für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene bis 21 und ihre erwachsenen Bezugspersonen in verschiedenen Lebens- oder Krisensituationen. Im Zuge dieser Einzelfallberatungen zeigt sich, dass es immer mehr Kinder und Jugendliche gibt, die den täglichen Herausforderungen in der Schule oder Arbeit nicht gewachsen sind, die wenig soziale Kontakte haben und ihre Freizeit alleine oder hauptsächlich mit digitalen Medien verbringen. „Genau hier setzt unser MaMMut-Projekt an, wir wollen Kinder und Jugendliche möglichst früh auffangen und durch eine stabile Bezugsperson in ihrer sozialen und emotionalen Entwicklung unterstützen. Das fördert die Resilienz und bildet eine wertvolle Basis für ihr weiteres Leben“, so das Team der KiJA.

die 17-jährige Dani (li) und ihre MaMMut-Patin Sonja Schuhmayer Foto: Sonja Schuhmayer,
Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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