Linzer verlieren gegen effizientes Fehervar

Wie verhext – Stahlstädter vergeben Vielzahl an Chancen und bleiben ohne Punkte.

Beim 1:4 gegen Hydro Fehervar AV 19 erwischen die Oberösterreicher einen guten Start, sehen sich aber nach dem ersten Drittel mit einem 1:2-Rückstand konfrontiert. Die ungarischen Gäste zeigen sich eiskalt im Abschluss und legen im Mittelabschnitt zwei weitere Treffer nach. Die Hausherren kämpfen, zwicken, beißen – doch im Abschluss fehlt nicht nur die Präzision, sondern auch das nötige Glück, das die Linzer in dieser schwierigen Phase so dringend benötigen würden.

Jeder Fehler wird bestraft Die Stahlstädter starten entschlossen in die Partie und werden erstmals in der zweiten Minute durch Hytönen vorstellig, dessen Schuss aus dem Slot zu zentral ausfällt. Drei Minuten später finden die Ungarn ihre erste gute Gelegenheit vor. Campbell lässt einen harten Schuss vom Schläger, doch Kickert fährt seine linke Schulter hoch und lenkt die Scheibe über die Latte. Mit gutem Forechecking und flüssigen Kombinationen haben die Linzer mehr vom Spiel, geraten aber dennoch in der zehnten Minute in Rückstand. Caruso trifft mit einem abgefälschten One-Timer zum 1:0 für Fehervar. Kurz darauf fährt Lebler alleine auf Gäste-Keeper Janos zu und wird dabei von Szabo zurückgehalten. Klare Sache, zwei Minuten für den Ungarn. Im Powerplay landet die Scheibe immer wieder über Umicevic bei Kristler, der bei einem Stangenschuss Pech hat. Aufgrund einer Unachtsamkeit der Black Wings erhöhen die „roten Teufel“ nach Ablauf der Unterzahl auf 2:0. Just als Szabo von der Kühlbox aufs Eis zurückkehrt, bekommt dieser die Scheibe und lässt im 1:1-Duell Kickert keine Chance. Bitter für die Heimischen, die aber prompt die richtige Antwort parat haben. 26 Sekunden nach dem Gegentor verkürzt Pelletier mit einem präzisen
und verdeckten Schuss auf 1:2. Gegen Ende des Drittels vergeben Fehervars Erdely und Pelletier auf Seiten der Linzer weitere Topchancen. So bleibt es beim 1:2 aus Sicht der Oberösterreicher, die eigentlich das stärkere Team sind und auch deutlich mehr Torschüsse als der Gegner abgeben (21:10). Treffsichere Ungarn Fehervar kommt deutlich frischer aus der Kabine und setzt die Black Wings sofort unter Druck. Kickert muss bei zwei heiklen Situationen sein ganzes Können auspacken um ein weiteres Gegentor zu verhindern.
Die Linzer erfangen sich und finden gute Chancen durch Kristler und Lebler vor. Eine harmlose Scheibe von Brucker wird gefährlich abgefälscht und prallt von der Außenstange zurück auf das Eis. In dieser Phase liegt der Ausgleichstreffer in der Luft, doch Umicevic kassiert eine fragwürdige Strafe wegen Hakens und so sind die Ungarn wieder am Zug. Campbell scheitert erst alleinstehend vor Kickert, ehe Geiger etwas glücklich nach einem Rebound von der Stange auf 3:1 erhöht. Die Linzer stecken nicht auf, scheitern aber einmal mehr an der eigenen Chancenverwertung. Umicevic und Kristler können 1:1-Situationen nicht nützen und finden in Jonas ihren Meister.
Doppelt bitter, denn im Gegenzug stellen die Magyaren auf 4:1. Bartalis spielt die Scheibe hinter dem Tor auf den lauernden Petan, der mit einem Schlagschuss vom kurzen Eck eiskalt verwertet. Ein äußert unglückliches Drittel für die Gastgeber, die zumindest ebenbürtig aber auch glücklos im Abschluss sind.
Scheibe will nicht ins Tor Linz-Head Coach Beaulieu stellt zu Beginn des Schlussabschnitts die Angriffsreihen etwas um und vereint wieder die beiden Topscorer Lebler und Umicevic in der ersten Linie. Eine Maßnahme, die nicht die erwünschte Wirkung erzielt. Die Ungarn verteidigen geschickt und lassen kaum nennenswerte Chancen zu. Die beste vergibt Pelletier in der 48. Minute, als er im Slot freistehend zum Puck kommt, diesen aber nicht über die Linie bringt. Auch zwei Überzahlspiele können die Linzer nicht in einen Torerfolg ummünzen. Fehervar bringt die Scheibe gut aus der Gefahrenzone und gewinnt so wertvolle Zeit. Während die Gäste vereinzelt im Konter gefährlich werden, bleiben die Hausherren bemüht – der Hartgummi springt an diesem Abend aber einfach nicht für die Black Wings. Bezeichnend dafür ist auch die letzte große Chance durch Tikkinen und Pusnik, die eine 2:1-Situation blitzsauber (fast) zu Ende spielen, im letzten Moment dann aber doch am herausragend reagierenden Fehervar-Rückhalt Janos scheitern.
Somit müssen die Stahlstädter einen weiteren Dämpfer hinnehmen und verlieren trotz ordentlicher Leistung mit 1:4. Nur 1 Schuss von 44 findet den Weg ins Tor, während die Ungarn äußert effizient agieren und 4 ihrer 32 Schüsse verwerten. Somit verkürzt Fehervar im ewigen Head to Head auf 26:40 und stößt auf Tabellenplatz 4 der ICE vor. Die Steinbach Black Wings 1992 bleiben weiterhin mit 14 Punkten am Tabellenende stecken.

Ergebnis

Steinbach Black Wings 1992 – Hydro Fehervar 1:4 (1:2, 0:2, 0:0) Torschützen: 0:1 Caruso (10.), 0:2 D. Szabo (12.), 1:2 Pelletier (13.), 1:3

Geiger (35./PP1), 1:4 Petan (38.);

Tabelle

Will Pelletier (Steinbach Black Wings 1992), Akos Mihaly (Hydro Fehervar AV 19), Black Wings Linz vs Hydro Fehervar AV 19, Eishockey, Bet at Home ICE Hockey League; Copyrightvermerk: Black Wings Linz/Eisenbauer
Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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