Trockener November mit guter Luft

Lockdown drückt Stickstoffdioxid-Werte um 30 Prozent / Feinstaublevel quasi unverändert / Niederschläge unterdurchschnittlich

(LK)  Die Anfang November österreichweit in Kraft getretenen verschärften Corona-Maßnahmen spiegeln sich spürbar in der Luftqualität wider. Durch das gesunkene Verkehrsaufkommen ist die Stickstoffdioxid-Konzentration um gut ein Drittel zurückgegangen. Die Feinstaub-Werte bleiben unverändert, daran ändern auch die überdurchschnittlich vielen Sonnenstunden nichts, zeigt der Luftgütebericht des Landes.

Inversionswetterlagen (hier im Salzburger Beckenland vom Gaisberg aus) sind ein Mitgrund für erhöhte Feinstaubwerte in der kalten Jahreszeit.
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Salzburger Landeskorrespondenz

Ähnlich wie im Frühling, hat auch der zweite Lockdown im Herbst für eine spürbare Abnahme des Verkehrs und damit für bessere Luft in ganz Salzburg gesorgt. An den verkehrsnahen Messstationen wurden rund 30 Prozent weniger Stickstoffoxide wie im Vergleichszeitraum der vergangenen fünf Jahre aufgezeichnet.

Grenzwerte seltener überschritten

Inversionswetterlagen, steigendes Heizungsaufkommen und Streusplitt lassen die Feinstaubwerte in der kalten Jahreszeit deutlich ansteigen – hier ändert auch Corona wenig daran. Die Belastung lag weitgehend im Durchschnitt, im Lungau war sie durch vermehrtes Heizen sogar auf einem leicht erhöhten Niveau. Die offiziellen Grenzwerte für die Feinpartikel wurden heuer „nur“ zwei Mal am Salzburger Rudolfsplatz überschritten, somit liegen die erlaubten 25 Überschreitungstage weit entfernt.

Viel Sonne, wenig Regen

Im langjährigen Vergleich war der vergangene November auffällig sonnig und trocken. Häufiges Hochdruckwetter sorgte für milde Luft, auch in höheren Lagen – insgesamt erreichten die Sonnenstunden 120 bis 180 Prozent der Klimamittelwerte. Dem entgegen stehen nur drei bis neun Tage mit Niederschlag im ganzen Land. An der Messstelle Rauris fiel beispielsweise nur neun Prozent der für den November typischen Regenmenge, selbst der Höchstwert in St. Veit im Pongau lag nur bei 36 Prozent.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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