Linzer gegen Rekordmeister chancenlos

Noch ohne die lettische Neuerwerbung Oskars Bartulis starten die Linzer mit einigen Umstellungen in das Duell gegen den KAC. Im zweiten Aufeinandertreffen dieser Saison lassen die Black Wings in den Anfangsminuten zwei Topchancen zur Führung aus und geraten danach wieder rasch in Rückstand. Petersen trifft zwei Mal für die Gäste, die im Mitteldrittel, welches torlos endet, einen Gang zurückschalten. Im Schlussabschnitt machen erneut Petersen und Haudum alles klar und so verlieren die Stahlstädter am Ende verdient mit 0:4.

Effizienter KAC

Head Coach Beaulieu nimmt innerhalb der Linien einige Veränderungen vor. So bilden Lebler, Pelletier und Kristler den Angriff der ersten Reihe, während in der zweiten Reihe Kozek, Hytönen und Umicevic für Tore sorgen sollen. Die Black Wings starten gut und finden bereits nach 40 Sekunden die erste Topchance vor. Nach einem langen Zuspiel auf Hytönen, findet dieser mit einem schönen Querpass Kozek, der aus kurzer Distanz an KAC-Goalie Dahm scheitert. In der fünften Minute vergeben die Linzer die nächste gute Gelegenheit. Diesmal ist es Kristler, der die Scheibe aus guter Position nicht verwerten kann. Mangelnde Effizienz, die sich prompt rächen sollte. Im Gegenzug trifft Klagenfurts Hundertpfund nach einem Rebound die Stange, von wo die Scheibe direkt bei Petersen landet, der mühelos zum 1:0 einschiebt.

Die „Rotjacken“ kontrollieren nun das Spiel und setzen sich immer wieder im Drittel der Gastgeber fest. Bei einem Stangenschuss von Routinier Koch haben die Stahlstädter Glück. In der zehnten Minute kassiert Matzka wegen Behinderung eine Zwei-Minuten-Strafe. Der KAC nützt den Vorteil der personellen Überzahl eiskalt aus und erhöht auf 2:0. Petersen vollendet mit einem sehenswerten One-Timer von der blauen Linie und schnürt bereits nach elf Minuten einen Doppelpack. Die Black Wings bleiben bis zum Drittelende ohne weitere echte Torchance.

Black Wings besser im Spiel

Die Oberösterreicher zeigen sich im Mittelabschnitt verbessert und sorgen für mehr Schwung in der Offensive. Die beste Chance vergibt Umicevic in der 26. Minute. Am langen Eck frei zum Schuss kommend, scheitert der Schwede am gut postierten Dahm. Kurz darauf kommt Pelletier zum Abschluss, setzt die Scheibe jedoch knapp am Tor vorbei. Die Kärntner treten nun nicht mehr so dominant auf, bleiben aber gefährlich. Nach einem schnellen Konter hält Gracnar mit einem starken Save gegen Marcel Witting die Black Wings im Spiel.

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In der 32. Minute holt sich Matzka seine zweite Strafe ab. In Unterzahl bleiben die Stahlstädter ungefährdet, auch weil Klagenfurts Obersteiner 52 Sekunden später ebenfalls in die Kühlbox muss. Kurz vor Drittelende kann sich Gracnar erneut auszeichnen. Mit einem „Big Save“ verhindert der Keeper einen weiteren Treffer des Rekordmeisters durch Geier. In Summe zeigen die Heimischen ein passables Mitteldrittel und geben auch mehr Torschüsse als die Gäste ab (10:8).

Linzer zu harmlos

Lebler & Co starten energisch ins Entscheidungsdrittel und finden prompt die Riesenchance zum Anschlusstreffer vor. Nach einem Breakaway bringt Verteidiger Dorion den Puck nicht im gegnerischen Tor unter. Kurz darauf findet der Offensivdrang der Hausherren ein schnelles Ende. Pelletier erhält zwei Minuten Strafzeit wegen Beinstellens. Kein guter Zeitpunkt, denn im Powerplay stellt der KAC auf 3:0. Wieder ist es Petersen, der nach Zuspiel von Koch mit einem weiteren One-Timer trifft und seinen dritten Treffer an diesem Abend markiert. In der 47. Minute muss auf Seiten der Gäste Hundertpfund wegen Beinstellens auf die Strafbank. Die Linzer setzen sich in Überzahl im Angriffsdrittel fest, doch wieder will kein Treffer gelingen. Bei einem guten Schuss von Piché ist Dahm erneut zur Stelle.

In der Schlussphase können die Black Wings zwei weitere Powerplays nicht nützen und so ist es der KAC, der 152 Sekunden vor dem Ende endgültig den Sieg in trockene Tücher packt. Gracnar ist bereits vom Eis gegangen, als der Ex-Linzer Haudum ins leere Tor zum 4:0-Endstand trifft. Ein verdienter Sieg des Rekordmeisters, der zwar nur sechs Mal öfter aufs Tor schießt (Torschussverhältnis 30:24 für den KAC), in der Chancenverwertung aber deutlich kaltschnäuziger agiert und während der gesamten Partie ungefährdet bleibt.

Ergebnis

Steinbach Black Wings 1992 – KAC 0:4 (0:2, 0:0, 0:2)

Torschützen: 0:1 Petersen (5.), 0:2 Petersen (11./PP1), 0:3 Petersen (43./PP1), 0:4 Haudum (58./EN);

Strafminuten: 10 bzw 10
Referees: Rohatsch, Siegel, Nothegger, Seewald; Linz AG Eisarena

Tabelle

Tormann Luca Gracnar (Steinbach Black Wings 1992), Marc-Andre Dorion (Steinbach Black Wings 1992), Stefan Geier (EC KAC) Black Wings Linz vs EC KAC, Eishockey, Bet at Home ICE Hockey League; Copyrightvermerk: Black Wings Linz/Eisenbauer
Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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