Afghanen reisten auf Lkw-Achse nach Österreich ein. Aktuelle oö Polizeimeldungen.

Landesverkehrsabteilung OÖ, API Klaus

Bei der Autobahnpolizei Klaus wurde am 2. Dezember 2020 angezeigt, dass auf der A9 Richtungsfahrbahn Wels, auf Höhe der Raststation PPLs Pyhrn-Priel-Ost, zwei Personen auf dem Pannenstreifen gehen würden. Die Beamten kontrollierten gegen 7:45 Uhr die zwei 17-Jährigen, welche ihren Angaben zufolge afghanische Staatsangehörige waren und sich nicht ausweisen konnten. Sie gaben an, die letzten zwei Monate in Bosnien-Herzegowina verbracht zu haben und nach Paris zu wollen. Da sie kein Geld für die Bezahlung eines Transportes hätten, seien sie bei einem türkischen Lkw ohne Wissen des Fahrers unter den Anhänger geklettert und auf den Achsen des Anhängers von Bosnien-Herzegowina bis auf den Parkplatz gefahren. Dort habe der Lenker offensichtlich eine Pause eingelegt und sie seien wieder heruntergeklettert. Sie wussten nicht, dass sie sich in Österreich befinden und kannten das Land auch nicht. 
Die beiden Afghanen wurden in der Folge wegen Verdachtes der illegalen Einreise in das Bundesgebiet und des illegalen Aufenthaltes im Bundesgebiet nach den Bestimmungen des Fremdenpolizeigesetzes vorläufig festgenommen.

Anlagebetrug

Bezirk Wels-Land

Bisher unbekannte Täter verleiteten auf zwei verschiedenen Internet-Plattformen einen 40-Jährigen aus dem Bezirk Wels-Land in der Zeit zwischen Ende September und Anfang November 2020 in mehreren Chargen Geld auf ein vermutlich gefälschtes Konto zu überweisen um dort damit zu traden. Das Geld dürfte aufgrund einer Sicherheitslücke tatsächlich nie auf dem Trade-Konto eingelangt sein, der Schaden beträgt mehrere zehntausend Euro.

Präventionstipps:
– Denken Sie an den Umstand, dass es sich um einen Betrug handeln könnte!
– Klären Sie vor der Überweisung die Angelegenheit mit ihrer Hausbank ab!
– Recherchieren Sie im Internet über diese Vorgangsweise!
– Bei Zahlungen in das Ausland immer misstrauisch werden!

Jugendliche attackierten Lokalgäste

Bezirk Linz-Land

Am 2. September 2020 um 23 Uhr wurde bei der Polizei Anzeige erstattet, dass in Haid in einem Gastgarten eines Lokals mehrere Jugendliche auf eine am Boden liegende Frau, eine 41-jährige Tschechin, einschlagen würden. Im Zuge der Erhebungen stellte sich heraus, dass neben der Frau noch ein weiterer männlicher Gast des Lokals, ein 50-jähriger Tscheche, von den Jugendlichen mit Fußtritten und Faustschlägen verletzt wurde. 
Bei den umfangreichen Ermittlungen konnten die zunächst überwiegend unbekannten Täter ausgeforscht werden. Von den fünf ausgeforschten jugendlichen Verdächtigen im Alter von 16 bzw. 17 Jahren zeigten sich zwei zur Tat geständig. Der 16-jährige Bosnier, der 17-Jährige mit ungeklärter Staatsbürgerschaft, der 16-jährige Österreicher, der 16-jährige Russe und der 17-jährige Russe nannten bei den Vernehmungen kein Motiv für die Tat und keiner der Beschuldigten wurde bei dem Vorfall verletzt. 
Die beiden Opfer wurden durch den Vorfall unbestimmten Grades verletzt. Alle beteiligten Personen stammen aus dem Bezirk Linz-Land.

Arbeitsunfall

Bezirk Ried

Ein 47-Jähriger aus dem Bezirk Ried wollte am 2. Dezember 2020 gegen 14:15 Uhr auf einer Baustelle in St. Martin im Innkreis die Leitung einer Betonpumpe mit einem Schwamm, welcher durch Unterdruck vom Ende der Leitung in Richtung Pumpvorrichtung gezogen wird, reinigen. Da ihm der Vorgang zu lange dauerte kontrollierte der Mann durch eine entsprechende Öffnung mehrmals, ob der Reinigungsvorgang schon abgeschlossen bzw. der Schwamm schon bei der Pumpstation angekommen war. Plötzlich schnellte der Verschluss der Öffnung zurück und der Beton, welcher sich noch in der Leitung befand wurde herausgeschleudert. Der 47-Jährige wurde von diesem getroffen und einige Meter nach hinten geworfen. Dabei erlitt er Verletzungen unbestimmten Grades. Der Mann wurde ins Klinikum Ried eingeliefert.

Forstunfall

Bezirk Kirchdorf

Ein 79-jähriger Altbauer aus dem Bezirk Kirchdorf säuberte am 2. Dezember 2020 am Vormittag gemeinsam mit seinem 46-jährigen Sohn einen Waldsaum in Vorderstoder. Gegen Mittag unterbrachen sie die Arbeit. Der Altbauer entschloss sich im sehr steilen Gelände noch eine ca. 25 Meter hohe Erle zu fällen, obwohl er den Forsthelm bereits abgenommen hatte. Dabei schnellte der Baum nach dem Fallen noch einmal hoch und traf den Mann am Kopf. Sein Sohn setzte die Rettungskette in Gang. Der 79-Jährige konnte noch zu einem Haus aufsteigen, wo er von Mitarbeitern des Roten Kreuzes erstversorgt wurde. Anschließend wurde er vom Rettungshubschrauber Martin 3 ins Klinikum Kirchdorf geflogen.

Einbruch geklärt

Bezirk Braunau

Vorerst unbekannte Täter brachen in der Zeit zwischen 16. und 17. Juli 2020 ein ebenerdig gelegenes, gekipptes Fenster eines Reihenhauses in der Gemeinde Lengau auf. Anschließend stahlen sie verstecktes Bargeld in der Höhe von mehreren tausend Euro. Die Täter stahlen nicht alles, einen Teilbetrag ließen sie zurück.
Nun konnten die Polizisten aus Friedburg-Lengau einen 22-jährigen Wiener und einen 30-jähriger aus Salzburg ausforschen, welche beschuldigt werden, den Einbruch begangen zu haben. Sie sind zur Tat geständig und werden der Staatsanwaltschaft Ried im Innkreis angezeigt.

Forstunfall

Bezirk Steyr-Land

Ein 39-jähriger Freileitungsmonteur aus dem Bezirk Freistadt wollte am 2. Dezember 2020 gegen 8:15 Uhr auf der Steinbacher Straße in Ternberg eine ca. 15 Meter hohe Esche fällen. Zuerst schnitt er eine Fallkerbe in den Stamm, um dem Baum die nötige Fallrichtung zu geben. Anschließend nahm er die Motorsäge und begann auf der gegenüberliegenden Seite im Bereich der Bruchleiste bzw. etwas darüber den Stamm durchzuschneiden. Kurz bevor dies der Fall war riss dieser auf einer Länge von ca. 5 Meter auf. Der Baum verdrehte sich, der Stamm wurde zurückgeschleudert und die Esche fiel unkontrolliert zu Boden. Dabei traf sie einen in einigen Metern Entfernung stehenden 21-Jährigen aus dem Bezirk Rohrbach.
Der 21-Jährige erlitt beim Unfall Verletzungen unbestimmten Grades. Er wurde nach notärztlicher Erstversorgung mit dem Rettungshubschrauber per Seil aus dem unwegsamen Gelände gerettet und anschließend ins Klinikum Wels geflogen.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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