Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer: Ausbau von Frauenhausplätzen geht weiter

In Oberösterreich gibt es derzeit fünf Frauenhäuser – in Linz, Wels, Steyr, Ried im Innkreis und Vöcklabruck. Aufgrund der hohen Auslastung und der nicht mehr zeitgemäßen Wohnverhältnisse werden das Frauenhaus in Ried und das Frauenhaus Steyr an einem neuen Standort durch einen Neubau ersetzt. In Braunau ist für 2021 zudem der Spatenstich für ein sechstes Frauenhaus geplant. Das passende Grundstück dafür wurde bereits erworben und vor wenigen Wochen hat der Braunauer Gemeinderat der Widmung zugestimmt.

„Anhand der aktuellen Zahlen sehen wir, dass trotz intensiver Präventionsarbeit und zunehmender Sensibilisierung der Öffentlichkeit für das Thema, Gewalt gegen Frauen und Kinder steigt. Vor allem die Intensität der Gewalttaten nimmt zu, fast alle Frauen in den Frauenhäusern haben massivste Gewalt erlebt und sind oft nur knapp mit dem Leben davongekommen. Die Auslastung unserer Frauenhäuser liegt im Schnitt bei fast 100 Prozent. Als für den Gewaltschutz zuständige Landesrätin sehe ich es als meine Aufgabe, diesen gefährdeten Frauen und Kindern Schutz zu bieten. Ich werde daher so lange Frauenhausplätze bauen, bis jede betroffene Frau mit ihren Kindern einen sicheren Zufluchtsort in Oberösterreich hat“, sagt Landesrätin Birgit Gerstorfer anlässlich des Auftaktsder internationalen Kampagne „16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen.

Der Ausbau wird daher auch nach 2021 weitergehen. Das Mühlviertel soll ebenfalls ein modernes Frauenhaus bekommen. Derzeit läuft die Suche nach einem geeigneten Grundstück im Unteren Mühlviertel, bei Erfolg könnte ein Baustart bereits 2022 erfolgen. Die finanziellen Mittel für den Grundstücksankauf und die Errichtung des Gebäudes werden von der Abteilung Soziales bereitgestellt.

Landesrätin Birgit Gerstorfer mit Margarethe Rackl, Leiterin des Linzer Frauenhauses, Foto: Land OÖ/Denise Stinglmayr

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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