Red Bulls unterliegen in Villach nach Penaltyschießen

Ein einziges Tor im gesamten Spiel entschied zugunsten des VSV

Villach, 25. November 2020 | Der EC Red Bull Salzburg unterlag in der bet-at-home ICE Hockey League beim EC GRAND Immo VSV mit 0:1 nach Penaltyschießen. Beide Teams lieferten sich ein intensives Spiel auf Augenhöhe, in dem 65 Minuten lang aufgrund starker Defensivleistungen auf beiden Seiten kein Tor fiel. Im Penaltyschießen traf nur Sahir Gill für den VSV und entschied damit die Partie. Für Salzburg war es dennoch der erste Punkt nach der Corona-Pause.

Salzburgs Torhüter Jean-Philippe Lamoureux und Kapitän Thomas Raffl freuten sich, in Villach endlich wieder aufs Eis zurückkehren zu können. Noch größer war die Freude beim 18-jährigen Oskar Maier von den Red Bull Hockey Juniors, der heute bei den Profis in der ICE Hockey League debütierte. Der gebürtige Welser trainiert seit 2016 in der Red Bull Eishockey Akademie und hatte bereits Ende August bei einem Testspiel gegen Villach einen ersten Einsatz bei den Profis. Mit dem 20-jährigen Austro-Slowenen Aljaz Predan bekam ein weiterer Stürmer der Juniors seine Chance in der ICE, nachdem er letztes Jahr schon sein Profi-Debüt gegeben hatte. Nicht dabei waren die Rekonvaleszenten Mario Huber, Filip Varejcka und Alexander Rauchenwald sowie Jack Skille, der prophylaktisch nicht aufgestellt wurde.

Der VSV startete mit viel Selbstvertrauen ob des jüngsten Heimsieges gegen Wien in die Partie und beschäftigte anfangs gleich einmal die Salzburger Verteidigung. Schon bald aber waren die Red Bulls im Spiel angekommen und setzten die ersten Akzente. Layne Viveiros hatte in der 7. Minute eine Top-Chance bei einem Schuss aus dem halbhohen Slot. Danach zeigten beide Teams viel Zug zum Tor, waren aber auch defensiv gut aufgestellt, so dass es abwechselnd viele spannende Momente vor den Toren gab, aber die Schüsse noch zu selten echtes Torpotential hatten. Zudem gaben sich Salzburgs Goalie JP Lamoureux und Villachs Rückhalt Kristers Gudlevskis keine Blöße.

Im zweiten Durchgang legten beide Teams einen höheren Gang ein. Thomas Raffl hatte die erste Möglichkeit von halblinks (21.) und verursachte aus dem Rebound ein Gestocher vor dem Tor, kurz darauf verzog Villachs Martin Ulmer aus dem Slot. Anschließend spielten die Hausherren das erste Powerplay der Begegnung und übten auch danach zwei, drei Minuten viel Druck aus, in denen JP Lamoureux nun vermehrt gefordert war. Weiter ging es in einer offenen Begegnung, in der beide Teams den Abschluss suchten und gefährlicher agierten als im ersten Abschnitt. Auch die Red Bulls konnten ihr erstes Powerplay (34.) gut aufziehen, die Scheibe bei einigen Distanzschüssen aber nicht im Tor unterbringen. In der 17. Minute zog Thomas Raffl per One-timer aus Halbdistanz ab, aber zu zentral auf den Goalie. Die Red Bulls hatten jetzt insgesamt leichte Feldvorteile, aber auch nach 40 Minuten blieb es beim 0:0.

Im dritten Abschnitt bot sich das gleiche Bild wie vor der Pause. Es ging hin und her bei hohem Tempo, beide Teams bissen sich aber immer wieder in der gegnerischen Verteidigung fest. Sowohl die Red Bulls (2) als auch der VSV (1) hatten jeweils in ihren Überzahlspielen ihre gefährlichsten Momente und erzeugten weitere brenzlige Situationen. Mit fortwährender Spieldauer hatten die Salzburger etwas mehr Scheibenbesitz, mussten hinten trotzdem aufpassen, da auch die Villacher unermüdlich nach vorn spielten und gerade in den Schlussminuten viele Torschüsse abgaben.

Nach 60 torlosen Minuten ging es in die Verlängerung, in der neuerlich beide Mannschaften auf Augenhöhe spielten und Chancen hatten. Letztlich musste aber das Penaltyschießen entscheiden und da hatten die Hausherren das Glück auf ihrer Seite. Der Villacher Sahir Gill war der einzige erfolgreiche Penaltyschütze und besiegelte damit die 0:1-Niederlage der Red Bulls, die aber im zweiten Spiel nach der langen Corona-Pause wieder einen ersten Punkt anschrieben.  

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EC Red Bull Salzburg
Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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