Ab heute Umsatzersatz und Fixkostenzuschuss 2

WKOÖ-Präsidentin Hummer: „Rasche und zielgerichtete Liquiditätshilfe
für die vielen vom Lockdown betroffenen Unternehmen“

„Die heute von der Bundesregierung auf den Weg gebrachten erweiterten und umfassenden Wirtschaftshilfen sind eine wichtige Liquiditätsunterstützung vor allem für jene Unternehmen, die derzeit aufgrund der aktuellen Corona-Maßnahmen ihre Geschäftslokale geschlossen halten müssen. Der Umsatzersatz und der Fixkostenzuschuss 2 ermöglichen eine rasche und zielgerichtete Hilfe und geben damit eine Perspektive für die weitere Zukunft“, begrüßt WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer diese neuen finanziellen Impulse. Sie hofft gleichzeitig darauf, dass damit die vielen vom Lockdown betroffenen Firmen und deren Mitarbeiter die aktuell so dramatische Zeit überstehen werden können. „Gerade in Oberösterreich sind die Klein- und Mittelbetriebe das Rückgrat unseres Wirtschaftsstandorts und daher ist es wichtig, dass ihnen in der Krise wirkungsvoll geholfen wird und sie möglichst bald wieder zur Normalität zurückkehren können“, betont die WKOÖ-Präsidentin.

Mit dem Umsatzersatz erhalten nun neben Unternehmen aus der Gastronomie und Hotellerie auch Handelsbetriebe und körpernahe Dienstleister eine Liquiditätshilfe für die Zeit, in der sie nicht aufsperren dürfen. Bei körpernahen Dienstleistungen werden 80 Prozent des Umsatzes vom November 2019 ersetzt. Für Handelsunternehmen kommt es entsprechend der Verderblichkeit und Saisonalität der Ware in der Lockdown-Phase, der Umsatz/Ertrag-Relation und der Wahrscheinlichkeit von Aufholkäufen zu einer Staffelung von 20, 40 oder 60 Prozent.

Der Fixkostenzuschuss 2 ist breiter angelegt und bringt quer durch alle Branchen eine Entlastung. Unternehmen können für die Zeit von Mitte September bis Juni 2021 den Ersatz von Fixkosten beantragen, wenn ihr Umsatz um mindestens 30 Prozent gefallen ist. Der Zuschuss ist aliquot zum Umsatzrückgang, die Obergrenze liegt bei 800.000 Euro. Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis zu 120.000 Euro können davon 30 Prozent pauschal und ohne Steuerberater beantragen. Unter Fixkosten fallen nun etwa auch Leasingraten, Abschreibungen (Afa) und „frustrierte Aufwendungen“, also bereits angefallene Kosten für Projekte, die aufgrund der Corona-Pandemie nicht verwirklicht werden konnten. „Erfreulich ist, dass die EU-Kommission auch grünes Licht für den erweiterten Fixkostenzuschuss nach befristetem Beihilferahmen mit einem Volumen von bis zu 3 Mio. Euro gegeben hat. Neben einer raschen Umsetzung setzt sich die Wirtschaftskammer insbesondere für eine Kombinationsmöglichkeit der beiden Fixkostenzuschussprodukte ein“, so WKOÖ-Präsidentin Hummer abschließend.

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Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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