Glücklose Linzer verlieren in Graz

Stahlstädter geben Sieg in Schlussphase aus der Hand.

Ohne den verletzten Kozek, dafür mit den beiden Youngsters Mitsch und Rosenberger, zeigen die Steinbach Black Wings 1992 eine starke Leistung und geben den Sieg erst in den Schlussminuten aus der Hand. Die Linzer treten mutig auf, ziehen in den Zweikämpfen nicht zurück und halten auch dank des starken Gracnar lange die Null fest. Erst in den letzten sechs Minuten kann der Tabellenführer aus Graz das Spiel zu seinen Gunsten drehen. Die Stahlstädter müssen sich mit 1:3 geschlagen geben und bleiben somit Schlusslicht der ICE.

Starkes Anfangsdrittel

Im Grazer „Bunker“ konzentrieren sich die Stahlstädter auf die Defensivarbeit und versuchen über Konter einzelne Nadelstiche zu setzen. Ein Vorhaben, das in der Anfangsphase gut umgesetzt wird. Die 99ers sind in der Offensive zwar das präsentere Team, die Black Wings lassen aber kaum Chancen zu, stehen kompakt und zeigen sich im Zweikampfverhalten deutlich energischer als zuletzt. In der achten Minute gelingt den Linzern beinahe die erhoffte Führung. Lahoda verwertet den Rebound nach einem Schuss von Pusnik zum vermeintlichen 1:0. 99ers-Head Coach Doug Mason nimmt eine Challenge und lässt den Treffer überprüfen. Mit Erfolg, denn die Referees erkennen eine Torhüterbehinderung von Beaudoin, der mit seinem Bein beim linken Schoner von Graz-Goalie Rodrigue einhakt und ihn so an einer schnelleren Reaktion hindert.

Je länger das erste Drittel dauert, desto mehr trauen sich die Linzer auch in der Offensive zu. Lebler und Kristler vergeben zwei Topchancen, als sie alleine auf 99ers-Keeper Rodrigue zulaufen und im Eins gegen Eins scheitern. Kurz vor der Pause klopfen wieder die Steirer bei Gracnar an. Porsberger und Grafenthin kommen in guter Position zum Abschluss, der Black Wings-Keeper lässt sich aber nicht überwinden.

Linzer gehen in Führung

Graz kommt mit viel Tempo aus der Kabine und findet durch Grafenthin und Lindner zwei Topchancen vor. Bei einem Stangenschuss von Oleksuk haben die Linzer Glück, auch Gracnar hält mit einem Big Save gegen Cameranesi die Null fest. Die Linzer verstecken sich nicht und setzen zum schnellen Gegenstoß an. Nach schönem Lahoda-Pass kann Pelletier die Scheibe nicht genau genug platzieren. Danach müssen die Oberösterreicher zwei heikle Phasen überstehen. Erst kassiert der wieder berücksichtigte Nielsen eine

Presse – Information

Strafe wegen Cross Checks, nach dessen Rückkehr aufs Eis holt sich Matzka wegen Haltens die nächsten zwei Minuten ab.

Doch die Stahlstädter zeigen tollen Kampfgeist und wehren sich mit vollem Einsatz gegen die Grazer Angriffsbemühungen. Selbst bleibt man im Konter gefährlich. In der 31. Minute läuft Kapitän Lebler wieder alleine auf Rodrigue zu, wieder klappt es nicht mit dem so wichtigen Führungstreffer. Der dann aber in der 36. Minute gelingt und für Erleichterung sorgt. Dorion findet mit einem traumhaften Querpass Umicevic, der mit einem kompromisslosen One- Timer zum nicht unverdienten 1:0 für die Black Wings trifft. Kurz darauf prallt die Scheibe von der Bande zum heranstürmenden Hytönen zurück, der beinahe den nächsten Treffer nachlegt. Nach zwei starken Dritteln geht es für die Linzer mit einem Tor Vorsprung in den Schlussabschnitt.

Bittere Schlussminuten

Die Hausherren ziehen durch Pfeffer eine frühe Strafe wegen Haltens und sorgen damit für das zweite Linzer Powerplay der Partie, welches jedoch ungenützt bleibt. Die Stahlstädter bleiben aggressiv und vergeben das mögliche 2:0. Verteidiger Beaudoin scheitert mit seinem Bauerntrick nur knapp. Die Murstädter stecken nicht auf und sorgen immer wieder für Torgefahr, beißen sich aber regelmäßig am bärenstarken Linz-Goalie Gracnar die Zähne aus. In der 54. Minute gelingt den 99ers der Ausgleich. Aus schier unmöglichem Winkel besorgt Cameranesi mit etwas Glück das 1:1. Bitter für die Beaulieu-Truppe, für die es noch schlimmer kommen sollte.

In der 57. Minute kommt Ograjensek frei zum Abschluss und dreht das Spiel zugunsten der Heimischen. 144 Sekunden vor dem Ende erhalten die Linzer noch ein Powerplay, da Rasmussen wegen Haltens in die Kühlbox muss. Gracnar verlässt das Eis, die Linzer versuchen mit einer 6:4-Überzahl den Ausgleich zu erzwingen. Doch die 99ers machen mit einem Empty Net Goal alles klar. Ex-Linzer Fejes stürmt im Konter auf und davon und schiebt den Puck ohne Mühe ins verwaiste Tor der Black Wings ein.

Ergebnis

Graz 99ers – Steinbach Black Wings 1992 3:1 (0:0, 0:1, 3:0)

Torschützen: 0:1 Umicevic (36.), 1:1 Cameranesi (54.), 2:1 Ograjensek (57.), 3:1 Fejes (59./SH-EN);

Strafminuten: 10 bzw 12
Referees: Fichtner, Smetana, Kaspar, Riecken; Merkur Eisstadion

Tabelle

Copyrightvermerk: Black Wings Linz/Eisenbauer

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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