Eishockey: Red Bulls gastieren bei Liga-Rückkehr in Klagenfurt

Morgen, Freitag, ist es genau vier Wochen her, dass der EC Red Bull Salzburg sein bislang letztes Spiel im Grunddurchgang der bet-at-home ICE Hockey League bestritten hat. Danach folgten eine Länderspielpause und Corona-bedingte Spielverschiebungen, die den Spielplan der Liga mehrmals durcheinanderwirbelten. Am kommenden Sonntag nun kehren auch die Red Bulls als letzte Mannschaft in den Spielbetrieb zurück und gastieren beim EC-KAC (17:30 Uhr), der bereits seit 9. November wieder im Einsatz ist.

Es ist für die Red Bulls eine völlig neue Situation, die es jetzt zu meistern gilt. Nachdem die Mannschaft lange Zeit gesund geblieben war, als viele andere Liga-Teams schon wegen positiv getesteter Akteure ihre Spiele und teilweise auch den Trainingsbetrieb vorübergehend einstellten, musste schließlich auch in Salzburg der Corona-Pandemie Tribut gezollt und im Umfeld der Profi-Mannschaft mit Quarantänemaßnahmen reagiert werden. In den letzten drei Wochen konnte daher nur in Gruppen trainiert werden. Erst heute war die Mannschaft wieder komplett und gemeinsam zum Training auf dem Eis versammelt.

„Es ist für jeden Profisportler, der einen bestimmten Rhythmus gewöhnt ist, eine ganz andere Situation, wenn man gezwungen ist, einen Gang zurückzuschalten„, sagt Salzburgs Kapitän retrospektiv. „Aber in solchen Situationen wachsen Teams auch zusammen. Die Chemie passt, es ist schön, die Jungs wieder auf dem Eis zu sehen und jetzt heißt es für uns, möglichst erfolgreich in die nächsten Spiele zu starten.“

Und möglichst schnell wieder in einen Wettkampfrhythmus zu finden, denn der KAC hat gewissermaßen einen Vorsprung von vier Spielen – das vierte bestreiten die Klagenfurter morgen in Dornbirn –, die sie seit dem 9. November bestritten haben und befinden sich damit in guter Form. Erst in der letzten Woche fertigten die Klagenfurter Hydro Fehérvár AV19 zuhause mit 5:0 ab und holten anschließend in Innsbruck mit einem 2:1-Erfolg drei weitere Punkte. Thomas Raffl räumt ein, dass „das vielleicht ein kleiner Nachteil ist. Aber wir konzentrieren uns jetzt einmal auf unsere eigene Leistung und wollen 60 Minuten lang unser bestes Spiel aufs Eis bringen.“

Der KAC ist mit den letzten Siegen auf den dritten Tabellenplatz geklettert, wobei die Tabelle im Moment nicht sehr aussagekräftig ist, da die Mannschaften unterschiedlich viele Spiele bestritten haben. Die Moser Medical Graz99ers behaupten nach 11 Spielen mit 22 Punkten die Spitzenposition, die Red Bulls halten nach sieben Spielen mit 13 Punkten auf dem siebenten Platz.

Auch Salzburgs Stürmer Florian Baltram legt daher den Fokus im Moment nur auf das nächste Spiel: „Wir müssen das Spiel einfach halten und ein gutes Teamspiel zeigen. Wir kennen ja den KAC und erwarten wie immer eine harte Partie, wollen uns aber darauf konzentrieren, die kleinen Sachen richtig zu machen. Für uns ist es wichtig, schnell wieder zu alter Stärke zurückzufinden und das wollen wir am Sonntag in Klagenfurt gleich zeigen.“ Nicht dabei sind die Rekonvaleszenten Mario Huber und Filip Varejcka.

Foto: EC Red Bull Salzburg/GEPA
Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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