Weltneuheit made in Oberösterreich: Die weltweit erste wasserstoffbetriebene Bahnbaumaschine

Wasserstoff als umweltfreundlicher Energieträger gewinnt nun auch bei der Eisenbahn zunehmend an Bedeutung und das nicht nur für den Personentransport.

Verglichen mit anderen Schienenstandhaltungstechnologien stellt das Schienenfräsen an sich schon eine umweltschonende Bearbeitungstechnologie dar. Reduzierte Feuergefahr, der Wegfall etwaiger Staubbelastung und der geringe Prozesslärm können hier als positive Einflussfaktoren angeführt werden. Die österreichische Firma LINSINGER geht nun noch einen Schritt weiter und führt  die weltweit erste Hochleistungs-Schienenfräse mit Wasserstoffantrieb in den Markt ein. Somit wird auch der letzte Emissionsversursacher, der Dieselmotor, von den Schienen verbannt. Linsinger – von einem Familienbetrieb zu einem Global Player. Diese Weltneuheit made in Oberösterreich wurde heute in Steyrermühl in Anwesenheit von Wirtschafts-, Forschungs- und Energie-Landesrat Markus Achleitner und Infrastruktur-Landesrat Mag. Günther Steinkellner von Linsinger-CEO Ing. Mag. Günter Holleis der Öffentlichkeit vorgestellt.

Warum Wasserstoff?

LINSINGER hat sich zum Ziel gesetzt, ein Teil der Energiewende zu sein und aktiv einen Beitrag für zukünftige Generationen zu leisten. CEO der Firma Linsinger, Ing. Mag. Günter Holleis: „Meine Vision für 2030 – Dass Wasserstoff als Antriebsstoff im Mobilitäts-sektor nicht mehr die Ausnahme, sondern die Norm wird und Österreich bis 2040 Klimaneutral ist. Ziel ist es, einen raschen und koordinierten Hochlauf der Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff in Österreich sicherzustellen. „

Die Herstellung von Wasserstoff ist relativ einfach. Sehr simpel ausgedrückt: Wasser wird in seine Bestandteile Wasserstoff (H2) und Sauerstoff (02) zerlegt. Dabei wird die elektrische in chemische Energie umgewandelt und im Wasserstoff gespeichert. Aus dem gewonnenen Wasserstoff und Luft wird auf der Maschine dann Strom generiert, bei dieser Umwandlung fällt lediglich Wasser als Abfallprodukt an. Als Schlüsselelement der Energiewende gilt „grüner“ Wasserstoff, der mit einer lokalen, nachhaltigen Lösung und vollständig kohlenstofffrei produziert werden kann. Bundesministerin Dr. Margarete Schramböck: „Wasserstoff ist ein zentraler Gamechanger im Energiebereich und spielt für die Zukunftsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandortes eine tragende Rolle. Die Firma Linsinger hat mit der ersten mit Wasserstoff betriebenen Bahnbaumaschine ihre Innovationskraft bewiesen. Gerade jetzt in der Corona-Krise müssen wir innovative Unternehmen unterstützen und Potenziale für Wertschöpfung, Beschäftigung und Forschung heben. Nur so sichern wir die Wettbewerbsfähigkeit unseres Industriestandorts langfristig ab.“

Wie fast alle Bahnbaumaschinen werden auch Linsinger Schienenfräsmaschinen seit Anbeginn mit Dieselmotoren betrieben. Aufgrund der immer strengeren Reglementierungen betreffend der Abgaswerte (CO2, NOx…) wurde nach einer alternativen Energiequelle gesucht. Des Weiteren rückt auch der Aspekt der Arbeitssicherheit hinsichtlich gesundheitlicher Belastungen der Arbeiter im Gleis immer stärker in den Vordergrund. Da das Linsinger Fräskonzept schon weitgehend frei von Emissionen ist, lag der nächste Schritt hin zu einer umweltschonenden, zukunftsweisenden Energieversorgung nahe.

Oberösterreich auf dem Weg zur Wasserstoff-Kompetenzregion

Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner: „Die Firma Linsinger ist ein Musterbeispiel dafür, was die große Stärke des Wirtschaftsstandortes Oberösterreich ausmacht: Es sind die hochinnovativen Unternehmen, die in ihren Produktionsbereichen oft Marktführer und damit international höchst erfolgreich sind. Mit der weltweit ersten Hochleistungs-Schienenfräse mit Wasserstoffantrieb setzt die Fa. Linsinger voll auf die Energiewende, die große wirtschaftliche Chancen gerade auch für den Standort Oberösterreich bietet. Grüner Wasserstoff ist einer der zentralen Elemente der Energiewende in Richtung erneuerbare Energieträger. Mit dem Ersatz des Dieselmotors durch einen Wasserstoffantrieb leistet die Fa. Linsinger nicht nur einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz, sondern peilt auch auf den internationalen Märkten einen neuen Exporterfolg an. Zudem liefert das heimische Unternehmen auch einen weiteren wichtigen Baustein für Oberösterreichs Weg zur Wasserstoff-Kompetenzregion.“

Infrastruktur-Landesrat Mag. Günther Steinkellner: „Im Jahre 1835 reisten Menschen das erste Mal mit einer Dampflokomotive von Nürnberg nach Fürth. Rund 185 Jahre später ist es dank der Weltneuheit aus dem Hause Linsinger nun sogar möglich, Schienen emissionsfrei in Stand zu setzen. Für mich als Infrastruktur-Landesrat ist das ein toller Moment. Wo bislang Dieselschwaden in die Luft stiegen, entweicht nun dank oberösterreichischem Know-How, sauberer Wasserdampf. Dieses weltweit einzigartige Projekt ist ein wichtiger Meilenstein für die emissionsfreie Mobilitätswende.“

©Land OÖ / Denise Stinglmayr

Wirtschafts-, Forschungs- und Energie-Landesrat Markus Achleitner, Ing. Mag Günter Holleis, CEO der Fa. Linsinger, und Infrastruktur-Landesrat Mag. Günther Steinkellner.

Wirtschafts-, Forschungs- und Energie-Landesrat Markus Achleitner, Ing. Mag Günter Holleis, CEO der Fa. Linsinger, und Infrastruktur-Landesrat Mag. Günther Steinkellner.
Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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