Salzburgs Kindergärten bleiben offen

Betreuung für gesamten Lockdown gesichert

Salzburger Landeskorrespondenz, 16. November 2020

(LK)  Der neuerliche Lockdown in Österreich ab Dienstag, 17. November, bis 6. Dezember stellt die Familien wieder vor große Herausforderungen. „Ich habe mich immer für ein Offenhalten der Bildungseinrichtungen stark gemacht. In diesem Zusammenhang stelle ich klar: Wer die Betreuung in den Salzburger Kindergärten braucht, der bekommt sie auch“, so Landesrätin Andrea Klambauer.

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Salzburger Landeskorrespondenz
„Salzburgs Kindergärten bleiben offen“, betont LR Andrea Klambauer.

Die für Familien zuständige Landesrätin Andrea Klambauer betont in diesem Zusammenhang außerdem: „Die dramatisch steigenden Corona-Infektionszahlen und vor allem deren Auswirkung auf die Auslastung unserer Spitäler haben die Bundesregierung veranlasst, einen kompletten Lockdown in Österreich anzuordnen. Um die sozialen Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren, leisten alle öffentlichen Institutionen einen verstärkten Beitrag. Eltern wurden dazu aufgerufen, nur jene Kinder in den Kindergarten zu schicken, die eine Betreuung benötigen“, so Klambauer.

Klambauer: „Betreuung weiterhin für alle möglich.“

„Das bedeutet, dass grundsätzlich unter Einhaltung der notwendigen Hygiene- und Präventionsmaßnahmen die elementaren Bildungseinrichtungen für all jene Kinder, die es brauchen, in Form eines weitgehend normalen Betriebs mit erhöhten Schutzmaßnahmen geöffnet haben. Der Besuch der Einrichtungen ist nicht vom beruflichen Hintergrund der Eltern abhängig. Es bestehen keine Einschränkungen“, betont Landesrätin Klambauer.

Bestmögliche Förderung

„Wir haben nach dem ersten Lockdown in Kindergärten erlebt, dass Kinder mit nicht ausreichenden Deutschkompetenzen gravierend zurückgefallen sind. Umso wichtiger ist, dass Bildungseinrichtungen jetzt offen bleiben“, so Klambauer.

Kindergartenpflicht für Fünfjährige aufgehoben

Die Kindergartenpflicht im letzten Jahr wird für die Zeit des Lockdowns bis 6. Dezember aufgehoben. Das schließt allerdings deren Besuch einer Einrichtung nicht aus, „im Gegenteil, gerade das Kindergartenjahr vor Schuleintritt ist von zentraler Bedeutung. Auch hier bleibt der Besuch eine individuelle Entscheidung der Familie“, so Klambauer.

Zusatzkräfte bei kleinen Gruppen möglich

Um die organisatorische Voraussetzung dafür zu schaffen, aus Sicherheitsgründen die Gruppen zu verkleinern, wird diese Woche eine Verordnung in Kraft treten. Die Betreuung einer Gruppe mit maximal zwölf Kindern kann damit vorübergehend auch einer erfahrenen Zusatzkraft übertragen werden.

Bisher keine Cluster-Zunahme

Landesrätin Klambauer bedankt sich bei den Pädagoginnen und Pädagogen sowie bei allen Eltern für ihr tatkräftiges Mitwirken. „Ihr Einsatz hat dazu beigetragen, dass wir in Salzburg bisher keine Cluster-Zunahme in den Kindergärten hatten. Nach wie vor sind die unter zehnjährigen Kinder die Altersgruppe mit dem geringsten Risiko. Fakt ist auch, dass die Bildungseinrichtungen nach wie vor keine Treiber im Infektionsgeschehen sind“, so Klambauer, und sie fügt hinzu: „Kindergärten sind aber nicht losgelöst vom allgemeinen Infektionsgeschehen. Stark steigende Fallzahlen schlagen auch dort auf, auch wenn die Einrichtungen selber nicht der Ursprung des Ansteckungsgeschehens sind. Damit die Pädagoginnen und Pädagogen bestmöglich geschützt sind, bleiben die Schutz- und Hygienemaßnahmen beim Bringen und Holen der Kinder weiter aufrecht.“ 

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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