Oö. Exportmotor am Laufen halten

Wirtschaftskammer und Land OÖ bündeln Kräfte

Das Exportland Oberösterreich ist von der Corona-bedingten weltweiten Wirtschaftsrezession besonders stark betroffen. Nach dem vorjährigen Rekord-Hoch bei den Warenexporten in Höhe von 40,1 Mrd. Euro wird für 2020 ein Einbruch auf 35,7 Mrd. Euro prognostiziert. Die neuerliche Verschärfung der COVID-19 Situation in ganz Europa belastet zusätzlich die sich seit Sommer auf leichtem Erholungskurs befindliche oö. Exportwirtschaft. „Die oft kurzfristig verhängten und in einzelnen Staaten, wie z. B. in Deutschland, bundesländer- und zum Teil auch ortsspezifisch unterschiedlichen Regelungen erschweren das Leben unserer Exporteure massiv. Daher ist unser gemeinsames kurzfristiges Ziel, die Exportwirtschaft als den Motor unserer Wirtschaft so gut es geht am Laufen zu halten“, betont WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer.

Virtuelle Exporttage
Nie war die individuelle Beratung und Unterstützung im Export so wichtig wie in diesem Jahr. Die Experten im WKÖ-Außenwirtschaftsnetzwerk und vor Ort im ExportCenter helfen täglich, in Sondersituationen auch am Wochenende, um die Wirtschaftskammer-Mitglieder bestmöglich zu beraten. Darüber hinaus gibt die WKOÖ von 16. bis 20. November mit den virtuellen Exporttagen auch Orientierung und Unterstützung bei der Marktbearbeitung, Geschäftsanbahnung, Finanzierung und vielen anderen wichtigen Themen in schwierigen Zeiten. Die virtuellen Exporttage präsentieren das gesamte Unterstützungsprogramm für die Exportbetriebe: Auch wenn die Akteure dieses Jahr nicht physisch präsent sind, macht dies keinen Unterschied in deren Quantität und Qualität. Mit den virtuellen Exporttagen bietet die Wirtschaftskammer mit dem Land OÖ ein modernes und zeitgemäßes Format. „Wir müssen alles unternehmen, um im Zusammenspiel von Bund, Land und WKO  über die Krisenbewältigung hinaus die Königsaufgabe einer nachhaltigen Belebung der Wirtschaft zu stemmen“, so WKOÖ-Präsidentin Hummer.

„Wir können die Belebung der Export-Tätigkeit nur bedingt beeinflussen. Entscheidend ist die Auslandsnachfrage, die der Treiber jedes Exportgeschäfts ist. Ziel muss daher sein, dass unsere heimischen Exporteure im internationalen Geschäft wettbewerbsfähig bleiben und rascher als der internationale Mitbewerb Auslandsmärkte (wieder-)erschließen bzw. neue Geschäftsmöglichkeiten erhalten. Hier wollen Land OÖ und WKOÖ die bewährten Kräfte in der Wirtschaftskammer mit der gesamten Exportkompetenz und dem Zugang zur Außenwirtschaftsorganisation und im Land OÖ durch das Wirtschaftsressort und die OÖ. Standortagentur Business Upper Austria in Zukunft noch stärker bündeln, um die Unternehmen auf den internationalen Märkten bestmöglich zu unterstützen,“ gibt Landesrat Achleitner die Richtung vor.

10-Millionen-Euro-Exportpaket
Das Land OÖ und die Wirtschaftskammer schnüren daher ein 10-Millionen-Euro-Exportpaket. Dieses beinhaltet u. a. die Verlängerung des ExportCenter OÖ bis 2025, die Verlängerung des OÖ Export- und Internationalisierungsprogramms und eine Biz-up-Internationalisierungsoffensive. Ziel ist, die Anzahl der Exporteure von derzeit rund 12.000 auf 14.000 zu steigern und das oö. Warenexportvolumens von den für 2020 prognostizierten rd. 35,7 Mrd. Euro auf über 45,6 Mrd. Euro im Jahr 2025 zu erhöhen.

WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer, Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner
© WKOÖ
Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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