Bad Ischl: Theodor Leschetizky feiert sein 190-jähriges Jubiläum

Theodor Leschetizky zählte zu den bedeutendsten und einflussreichsten Klavierpädagogen seiner Zeit.

Schon im Alter von 11 Jahren gab er sein erstes Debüt in Lemberg, in der Ukraine. Ein Jahr darauf ging er nach Wien, wo er sich bereits mit 14 Jahren als Pianist und Klavierlehrer betätigte. Der polnisch österreichische Musikpädagoge und Komponist besuchte als 15-jähriger erstmals Bad Ischl, wo er auch ein Konzert gab. Später verbrachte er jährliche Aufenthalte in der Kurstadt. Weil er sich zwischen 1878 und 1915 mehr als 30 Sommer in Bad Ischl aufhielt, erwarb er dort eine eigene Villa, die in der heute nach ihm benannten Leschetizkygasse steht. In seiner alljährlichen Sommerfrische im Salzkammergut komponierte der Klaviervirtuose und schrieb zu Lebzeiten über 70 Klavierstücke, ein Klavierkonzert, Lieder und sogar zwei Opern.

Theodor Leschetizky verstand sich ausgezeichnet mit seinen zeitgenössischen Künstlerkollegen und war gut mit Johannes Brahms befreundet. Die beiden teilten sich in Bad Ischl einen Lieblingsplatz, der heute Leschetizky-Höhe heißt. Auf diesem Aussichtspunkt schrieb Johannes Brahms auch sein Lied „Guten Abend, gut´Nacht“, welches weltberühmt wurde. 1902 erbauten Schüler von Leschetizky dort die sogenannte „Leschetizkyhütte“, um ihren Lehrmeister zu ehren. 1930 wurde das Häuschen durch einen Gedenkstein Leschetizkys, der 1915 vertorben war, ersetzt. Auch heute noch leben direkte Nachkommen Leschetizkys in Bad Ischl.

Autorin: Victoria Juric

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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