AK-Vollversammlung beschließt von Krise geprägtes Budget 2021

Die Vollversammlung der Arbeiterkammer Oberösterreich hat heute den Voranschlag für das Jahr 2021 in Höhe von 95,9 Millionen Euro einstimmig angenommen. Die Einnahmen und Ausgaben reduzieren sich gegenüber dem Budget 2020 corona-bedingt um 3,2 Millionen Euro. Kernpunkt des Budgets ist wie heuer und in den Vorjahren die arbeits- und sozialrechtliche Beratung und Vertretung der AK-Mitglieder. „Gerade jetzt in dieser Krise brauchen uns die Mitglieder. Deshalb stehen für diese Kernleistungen auch im kommenden Jahr 34,6 Millionen Euro zur Verfügung. Das sind mehr als 35 Prozent des Gesamtbudgets“, erläutert AK-Direktor Dr. Josef Moser, MBA.

Trotz der Einnahmenausfälle wird es zu keinen Leistungskürzungen für die Mitglieder kommen. Kompensiert werden die Ausfälle durch eine verminderte Zuführung zur Bau- und Investitionsrücklage sowie Einsparungspotentiale beim Betriebs- und Verwaltungsaufwand und beim Sachaufwand. „Wir haben alle Bereiche auf Einsparungsmöglichkeiten überprüft, um die enorme krisenbedingte Nachfrage von AK-Mitgliedern, vor allem beim Rechtsschutz und beim Konsumentenschutz, ausgleichen zu können“, erläutert der AK-Direktor. Alle Leistungen, die den AK-Mitgliedern direkt zugutekommen, sind gleich oder sogar höher dotiert. Für Bildung, Kultur und Jugend sieht die AK Oberösterreich 2020 insgesamt 16,5 Millionen Euro vor, für den Konsumentenschutz sowie für wirtschaftspolitische und wissenschaftliche Expertise rund 10,2 Millionen Euro.

Digitalisierungsoffensive wird fortgesetzt und ausgebaut

In den letzten Monaten hat sich gezeigt, dass Digitalisierung einen enormen Beitrag zur Überwindung der Krise leisten kann. 2021 werden die Projektförderungen des Zukunftsfonds fortgesetzt – 5,8 Millionen Euro stehen dafür bereit. Die Digitalisierung und damit verbundene Chancen und Gefahren prägen auch den Veranstaltungsschwerpunkt der AK im nächsten Jahr: Mit neuen und innovativen Veranstaltungskonzepten sollen unterschiedliche Zielgruppen zum Thema sensibilisiert werden. Dazu gehören auch eine Kooperation mit dem Ars Electronica Center (AEC) und eine Ausweitung des Angebotes an digitalen Medien.

Sparsamer Einsatz der Mitgliedsbeiträge

„Die Einnahmen der Arbeiterkammer Oberösterreich kommen fast zur Gänze aus den Beiträgen der Mitglieder. Deshalb achten wir strengstens darauf, dass sie zu deren Nutzen sparsam und effizient eingesetzt werden,“ so der AK-Direktor. „Werden alle Leistungen der AK in Geld bewertet, fließen für jeden Euro Beitrag drei Euro an unsere Mitglieder zurück.“

Im Schnitt macht der Mitgliedsbeitrag rund 7,5 Euro netto im Monat aus. Dieser niedrige Beitrag für das breite Leistungsangebot ist nur möglich, weil alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer automatisch Mitglied sind. Dadurch können auch jene, die ein sehr niedriges Einkommen haben, in Karenz oder arbeitslos sind, sowie Lehrlinge, vom Beitrag befreit werden und erhalten trotzdem alle Leistungen der AK kostenlos.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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