LR Hiegelsberger und LJM Sieghartsleitner: St. Hubertus Tag eröffnet eine sehr spezielle Herbstjagd-Saison

Obwohl die Schusszeit auf Hase und Fasanhahn bereits Mitte Oktober begonnen hat, beginnt die eigentliche Saison für die herbstlichen Treibjagden mit dem morgigen St. Hubertus Tag. Landesrat Max Hiegelsberger und Landesjägermeister Herbert Sieghartsleitner appellieren an das hohe Verantwortungsbewusstsein der Jägerschaft, bei den Jagden besonders auf die notwendigen Corona-Maßnahmen zu achten.

Die herbstlichen Treibjagden auf das Niederwild sind besondere Höhepunkte im Jagdjahr. Die Bejagung dieser Wildarten mittels Bewegungsjagd ist aufgrund der nur einmaligen Störung auch aus naturschutzfachlicher Sicht zu befürworten und ein gesellschaftliches Erlebnis. Im Zentrum stehen neben der Nahrungsmittelgewinnung auch die sichere und verantwortungsvolle Durchführung, das Naturerlebnis und die jagdliche Gemeinschaft. Die abschließende Streckenlegung, oft mit Jagdhornbläsern, ist ein wichtiger Teil des jagdlichen Brauchtums. 

„Ich appelliere dieses Jahr besonders an die verantwortlichen Jagdleiter, die teilnehmende Jägerschaft und auch die Treiber, auf die sichere Durchführung der Jagden zu achten. Die Wahrung der Abstände und die Verwendung von Masken, wo dies notwendig ist, sind aufgrund der aktuellen Corona-Situation für die sichere Durchführung der Jagden unbedingt notwendig“, so Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger: „Auch im Straßenverkehr ist nun besondere Vorsicht geboten und entsprechende Hinweis-Schilder auf gerade stattfindende Jagden sind sehr ernst zu nehmen. In diesem Sinne darf ich allen Jagdgesellschaften Weidmannsheil aussprechen.“

Jagd erzeugt Lebensmittel bester Qualität
Landesjägermeister Herbert Sieghartsleitner betont, dass die Wildtierpopulationen in den von Menschenhand geformten Kulturlandschaften einer Bejagung bedürfen. Die oft geforderte Selbstregulation ist nicht mehr in dem Ausmaß vorhanden, um allen Tier- und Pflanzenarten ihre notwendige Populationsgröße zu ermöglichen.
Der Landesjägermeister weiter: „Jagd ist neben diesen wildökologischen Erkenntnissen eine legitime und nachhaltige Nutzungsform natürlicher Ressourcen und somit auch Beschaffung bester Lebensmittel. Selbst jetzt, in der COVID-19-Pandemie, ist der Jäger gefordert, die Ziele des Allgemeininteresses zu verfolgen: nämlich die Gefährdung des Waldes und der landwirtschaftlichen Kulturen hintanzuhalten, indem Wildbestände kontrolliert werden. Neben der Beschaffung von hochwertigen Lebensmitteln spielt aber die Tierseuchenprävention ebenfalls eine große Rolle. Nach Bestätigung des Bundes ist die Jagdausübung berufliche Tätigkeit und daher in der Zeit des Lockdowns von Systemrelevanz!“ 

Die Jagd in Oberösterreich wird weiblicher
In den rund 950 oberösterreichischen Jagdgebieten gibt es mehr als 19.750 Jägerinnen und Jäger mit gültiger Jagdkarte. Der Frauenanteil liegt bereits bei 10 Prozent und ist weiter im Steigen begriffen.

©OÖ Landesjagdverband
 

Landesjägermeister Herbert Sieghartsleitner und Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger zum St.Hubertus Tag: „Bei Herbstjagden Corona-Maßnahmen beachten!“
Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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