WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer: Neuerlicher völliger Lockdown darf für Österreich keine Option sein!

Zweiter Stillstand hätte dramatische Folgen für die Wirtschaft —
jetzt braucht es vor allem dort Eingriffe, wo Infektionen stattfinden
und das ist nicht die Wirtschaft!

Mit einer klaren Linie geht die Wirtschaftskammer in die heutigen Gespräche der Sozialpartner mit der Bundesregierung über neue Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Zahlen. Ein zweiter völliger Lockdown darf für Österreich keine Option sein, denn die Auswirkungen auf die Wirtschaft und damit die Menschen im Land wären dramatisch. Den Unternehmen würde die Basis ihres derzeitigen — ohnehin schwierigen(!) — Geschäftserfolgs entzogen. Viele Betriebe, insbesondere Tausende Ein-Personen-Unternehmen, kämpfen derzeit um ihre wirtschaftliche Existenz.

Für den Fall eines „Lockdowns light“, wie er in Deutschland verhängt wurde, müssten aus Sicht der Wirtschaft sofort auch weitere umfangreiche Hilfsmaßnahmen für Unternehmen und Selbständige auf den Weg gebracht werden. Koste es, was es wolle.

WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer: „Die Wirtschaft hat die Corona-Pandemie von Beginn an sehr ernst genommen und die damit verbundenen Schutzmaßnahmen gesetzeskonform umgesetzt. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht! Diese Vorkehrungen und Investitionen dürfen durch einen neuerlichen Lockdown nicht entwertet werden. Noch dazu, weil sich die Pandemie nachweislich kaum bis gar nicht über unsere Firmen ausbreitet. Wie die Analyse der jüngsten Entwicklung zeigt, ist es der private Bereich, der zu einem dramatischen Anstieg der Fallzahlen geführt hat.“

Gemeinsames Ziel müsse es sein, die heimischen Unternehmen am Laufen und damit ihre Mitarbeiter weiter in Beschäftigung zu halten. „Gerade der private Konsum hat sich seit Beendigung des Lockdowns im Mai nicht wesentlich erholt“, so Doris Hummer schon im Vorfeld der Regierungsgespräche mit den Sozialpartnern.

Die Entwicklung des Brutto-Inlandsprodukts in Österreich seit Anfang März dieses Jahres macht die dramatischen wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Krise mehr als deutlich.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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