Netz der Hochwassermessstellen in OÖ neu geknüpft, saniert und verdichtet

Seit 2015 wurden vom Hydrographischen Dienst sieben neue Pegelstellen errichtet. In den Bezirken Ried und Rohrbach zwei Pegel und je einer in den Bezirken Grieskirchen, Kirchdorf und Vöcklabruck.

Im oben genannten Zeitraum wurden zudem 23 weitere Pegelstellen verlegt und saniert. Die Verlegung der Pegel wurde großteils deshalb notwendig, da im unmittelbaren Bereich wasserbauliche Arbeiten, wie die Auflösung von Rampenbauwerken, die Errichtung von Hochwasserschutzanlagen und der Einbau von Uferbefestigungen in Pegelnähe durchgeführt wurden, welche die Wasserstands– und Abflussermittlung stark beeinträchtigt bis unmöglich gemacht hätten.

„Durch den Neubau und die Sanierung der Pegelstellen haben wir eine höhere Messdichte und eine bessere Datenauswertung ermöglicht. Je mehr Daten wir sammeln, desto besser werden die Vorhersagen, wenn ein Hochwasserereignis ansteht. Ein dichtes Netz von 180 Messstellen, wovon mittlerweile 103 Messstellen online zur Verfügung stehen, verschafft uns einen Vorsprung und wir können sofort Maßnahmen setzen, wenn die Warngrenzen erreicht werden. Dank der fortschreitenden Digitalisierung sind Pegelstände in Echtzeit erfassbar und können an das Hochwasserfrühwarnsystem angebunden werden“ zeigt sich LR Klinger erfreut über die geleistete Arbeit.

Auf der Homepage des Hydrographischen Dienstes des Landes sollen demnächst weitere 16 Pegelstellen von Fließgewässern und Seen Online gestellt werden.

Es werden dann auch von diesen Pegelstellen aktuelle Wasserstände und Wassertemperaturen als Ganglinien dargestellt. Weiters sind dort messstellenspezifische Informationen,  charakteristische Wasserführungsdaten sowie historische Hochwasserereignisse je Messstelle einzusehen. Es gibt dort ebenfalls einen Bereich, um Wasserstandrohdaten herunterzuladen. Besonders hervorzuheben sind die Onlinestellung von zwei weiteren Messstellen am Attersee (Pegel Unterach und Pegel Weißenbach).

Sukzessive werden diese weiteren 16 Messstellen so ausgestattet, dass die gemessenen Wasserstände mittels Digitalfunk in die Datenzentrale des Hydrographischen Dienstes übermittelt werden. Damit wird eine sehr hohe Krisensicherheit bei der Fernübertragung der Daten im Hochwasserfall erreicht.

Foto: Land OÖ / Wasserwirtschaft
Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

error: (c) by salzTV