LR Steinkellner: Suchtmittelanzeigen hinterm Steuer erreichen „All-time high“

Werte des Vorjahres, trotz Corona-bedingtem ‚Shut-Down‘, bereits beinahe erreicht

„Das Fahren unter Drogen- oder Alkoholeinfluss ist gefährlich und deshalb ausdrücklich verboten. Reaktionsverlust, mangelhafte Koordinationsfähigkeit und beeinträchtigte Wahrnehmung stellen hohe Risiken – nicht nur für die eigene Gesundheit, sondern auch jene der übrigen Verkehrsteilnehmer, dar“, betont Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner die Gefahr von berauschten Fahrten.

Wie die Statistiken beweisen, missachten leider immer noch viele Verkehrsteilnehmer das Suchtgiftverbot bzw. die Alkoholgrenzwerte im Straßenverkehr und setzen sich berauscht hinters Lenkrad. Das Niveau der Alkoholanzeigen von 0,5 bis 0,8 sowie jene über 0,8 Promille, sind konstant hoch. Im vergangenen Jahr 2019 wurden im Rahmen von Kontrolltätigkeiten der Polizei 1.510 Alkoholanzeigen von 0,5 bis 0,8 Promille (FSG § 14/8) und 3.530 Alkoholanzeigen im Sinne der Straßenverkehrsordnung §5 (ab 0,8 Promille) registriert.

Die Werte des vergangenen Jahres werden heuer, aufgrund der Corona-Pandemie, nicht erreicht. Durch das zeitweise wesentlich geringere Verkehrsaufkommen, wurden bis Ende September 2020 rund 865 Alkoholanzeigen von 0,5 bis 0,8 Promille (FSG § 14/8) und 2.266 Alkoholanzeigen im Sinne der StVo §5 (ab 0,8 Promille) detektiert.

Bemerkenswert ist das Niveau der Suchtmittelanzeigen. „Die Anzahl der aus dem Verkehr gezogenen Drogenlenker in Oberösterreich, ist im wahrsten Sinne des Wortes ‚High‘ und besorgniserregend“, unterstreicht Steinkellner. Bereits letztes Jahr kam es zum langjährigen Höchstwert in Punkto Fahren unter Drogenkonsum. So wurden 899 Anzeigen erstattet. Trotz aller Turbulenzen konnte diese Zahl, im laufenden Jahr 2020, bereits beinahe egalisiert werden. Mit Ende September wurden 852 Anzeigen registriert. Um Oberösterreichs Straßen Zug um Zug sicherer zu machen werden kontinuierlich weitere Beamte im Umgang mit Drogenvortestgeräten geschult.

„Alkohol- und Drogenkonsum im Straßenverkehr sind keine Kavaliersdelikte! Rund 4% der tödlichen Unfälle in Oberösterreich passieren aufgrund von Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenmissbrauch. Wer dieses Risiko bewusst eingeht spielt nicht nur mit der eigenen, sondern auch mit der Gesundheit anderer Verkehrsteilnehmer. Es sollte die Regel – wer fährt trinkt nicht und wer trinkt fährt nicht – penibel befolgt werden. Wer dieses Credo missachtet, läuft aufgrund der guten Polizeiarbeit in Oberösterreich Gefahr, die Lenkberechtigung zu verlieren“, so Landesrat Steinkellner abschließend.

Quelle: Landesverkehrsabteilung der Landespolizeidirektion Oberösterreich.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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