LASK: Niederlage zum Auftakt der Gruppenphase

Der LASK unterliegt Tottenham Hotspur am ersten Spieltag der Gruppenphase der UEFA Europa League mit 0:3. Das Starensemble von José Mourinho legte mit einem Doppelschlag vor der Halbzeit den Grundstein für einen am Ende ungefährdeten Sieg. Sechs Minuten vor Schluss sorgte der Südkoreaner Heung-min Son mit einem weiteren Treffer für die endgültige Entscheidung.

Die Linzer nahmen die wohl schwierigste Aufgabe der Gruppenphase mit viel Schwung in Angriff. Es dauerte nur 40 Sekunden, da setzten die Athletiker bereits eine erste offensive Duftmarke. Nach einem Foul an Marko Raguz zirkelte Peter Michorl einen Freistoß aus dem Halbfeld Richtung Torraum, Tottenham-Keeper Joe Hart konnte den gefährlich angetragenen Ball aber vor den herannahenden LASK-Stürmern herunterpflücken. Nach nur fünf Minuten Spielzeit wurden die Linzer dann zu einer frühen Umstellung gezwungen. James Holland musste mit einer Knöchelverletzung rausgenommen werden, seine Position übernahm Rückkehrer Lukas Grgic.

Nach 18 Minuten schlugen die Spurs eiskalt zu. Davies spielte auf Höhe der Mittellinie einen weiten Ball auf den halblinks postierten Vinicius, der im Zentrum Lucas Moura sah. Der Brasilianer hatte aus kurzer Distanz keine Mühe, auf 1:0 zu stellen. Nur neun Minuten später gelang den Mannen von José Mourinho das zweite Tor des Abends. Topstar Gareth Bale, zum ersten Mal seit seiner Rückkehr in der Startelf der Londoner, brachte von der rechten Strafraumseite einen Stanglpass zur Mitte, wo Andrés Andrade klären wollte, dabei den Ball aber ins eigene Tor beförderte.

In der 39. Minute musste Dominik Thalhammer den zweiten Austausch vornehmen. Rene Renner, der nach einem Zusammenstoß mit leichtem Schwindel zu kämpfen hatte, wurde durch Petar Filipovic ersetzt. Der Deutsch-Kroate übernahm den Platz von Andrade in der Innenverteidigung, der Panamaer rückte wiederum auf die Renner-Position im Mittelfeld vor. Quasi mit dem Pausenpfiff fanden die Linzer dann ihre bis dato gefährlichste Torchance vor. Nach einem Ballgewinn im Angriffsdrittel nahm Andreas Gruber aus zentraler Position Maß. Den gut angetragenen Schuss des Sommer-Neuzugangs wehrte Tottenhams Schlussmann mit einer Glanzparade zur Ecke.

SON MACHT DEN DECKEL DRAUF

Zur Pause führten die Athletiker zwei weitere Wechsel durch. Marvin Potzmann kam für Andrés Andrade, der genau wie Rene Renner mit leichtem Schwindel zu kämpfen hatte, Andreas Gruber wurde durch Johannes Eggestein ersetzt. Die Schwarz-Weißen fanden gut in die zweiten 45 Minuten hinein. Die Thalhammer-Elf trug den einen oder anderen gefährlichen Angriff vor, erste Abschlüsse von Johannes Eggestein und Lukas Grgic wurden aber von der aufmerksamen Spurs-Hintermannschaft geblockt.

Nach 64 Minuten fanden die Linzer eine weitere gute Gelegenheit vor. Nach einem Corner von Peter Michorl von der rechten Seite stieg Petar Filipovic am kurzen Pfosten hoch, sein Kopfball verfehlte die linke Torecke nur knapp. Acht Minuten später waren wieder die Spurs an der Reihe. Nach Zuspiel von Alli fasste sich Heun-min Son aus halbrechter Position im Strafraum ein Herz, sein abgeblockter Schuss landete knapp über der Querlatte. In der 84. Minute machte es Son dann besser. Vinicius legte eine Flanke von der rechten Seite im Zentrum per Kopf auf den Südkoreaner ab, der mit einem sehenswerten Abschluss das entscheidende 3:0 besorgte.

CHEFTRAINER UND SPORTDIREKTOR DOMINIK THALHAMMER NACH DEM SPIEL:

„Man muss das heutige Ergebnis realistisch einschätzen. Tottenham ist eine Mannschaft auf Champions-League-Niveau, da ist es unglaublich schwer, etwas mitzunehmen. Besonders in der zweiten Hälfte haben wir über weite Strecken einen guten und mutigen Auftritt hingelegt. Diese Courage hätten wir schon in den ersten 45 Minuten an den Tag legen sollen. Dennoch können wir London erhobenen Hauptes verlassen. Wir konnten heute weitere wertvolle Erfahrungen für die kommenden Spiele gesammelt.“

LUKAS GRGIC NACH DEM SPIEL:

„Nachdem James Holland leider früh verletzt raus musste, bin ich gut in die Partie reingekommen. In der ersten Halbzeit waren wir etwas zu passiv, daraus resultierten auch die beiden Gegentreffer. In Hälfte Zwei hatten wir die Spurs dann wesentlich besser im Griff. Die immense individuelle Qualität bei Tottenham war am Platz natürlich spürbar. Trotz ihrer körperlichen Überlegenheit haben wir uns aber tapfer dagegengestellt.“

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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