7. Oö. Kinder-Medien-Studie 2020: Medienverhalten der 3- bis 10-Jährigen – 106 Minuten pro Tag mit TV & Co

Seit mehr als einem Jahrzehnt führt die Education Group im Auftrag des Landes OÖ die österreichweit einzigartige Medienstudie durch, um Daten und Trends zu erhalten. Die aktuelle Studie verfolgt das Ziel, die Mediennutzung der 3- bis 10-jährigen Kinder in Oberösterreich zu analysieren und mit den Ergebnissen der vergangenen Erhebungen zu vergleichen. Aber auch die veränderte Mediennutzung aufgrund von Corona floss in die Studie mit ein. Die Studie wurde vom market Institut im Auftrag der Education Group durchgeführt.

„Es ist wichtig, dass wir aktuelle Trends frühzeitig erkennen und Entwicklungen regelmäßig verfolgen. So haben wir die Möglichkeit, Potenziale zu erkennen und zu unterstützen, aber auch Gefahren im Medienverhalten von Kindern und Jugendlichen gegenzusteuern. Die Studie zeigt, dass immer früher elektronische Geräte vorhanden sind. Tablets, Smartphones sowie der Umgang mit dem Computer und Internet sind bereits im jungen Alter keine Ausnahme mehr. Egal ob analog oder digital, für beide Bereiche müssen wir auch Pädagoginnen und Pädagogen sowie Eltern das nötige Wissen vermitteln, um den Kindern den richtigen Umgang zu ermöglichen“, betont Bildungsreferentin LH-Stellvertreterin Christine Haberlander.

Auch an die Eltern richtet die Bildungsreferentin einen Appell: „Eltern müssen den Medienkonsum ihrer Kinder aufmerksam im Auge behalten. Es gibt als Hilfestellung zum Beispiel Angebote des Instituts für Suchprävention. Und natürlich braucht es auch die Zeiten, in denen Kinder auch spielen – drinnen wie draußen.“

„Die Ergebnisse der aktuellen Studie bestätigen den seit Jahren ungebrochenen Trend, wonach der Einflussbereich der Medien den Alltag unserer Kinder zunehmend bestimmt. Gleichzeitig können wir aber auch ein selbstbewussteres und somit verantwortungsvolleres Medienhandeln feststellen, welches weiterhin gut mit der kindlichen Entwicklung in Einklang steht. Um diese Prozesse bestmöglich zu unterstützen, ist die aktive Beschäftigung mit medienpädagogischen Entwicklungen sowie vorbildhaftes Medienhandeln sowohl im schulischen Kontext wie auch in außerschulischen Erziehungsprozessen notwendig“, erklärt Peter Eiselmair, Geschäftsführer der Education Group.

Medienverhalten der 3- bis 10-Jährigen im Überblick

Renaissance der Familie, Entschleunigung des Terminkalenders

Corona-bedingt erlebt die Familie eine Renaissance und gewinnt mehr an Bedeutung. Der Terminkalender der Kinder in Bezug auf Freizeitaktivitäten ist weniger dicht gedrängt.

Technische Revolution: Tablet & Smartphone als Allrounder

Die Ausstattung in oö. Haushalten verändert sich. Tablet und Smartphone kommen immer mehr zum Einsatz. Zwei Drittel der Kinder verfügen über eigene Geräte. Die (fast) tägliche Smartphone Nutzung ist auf 43 Prozent gestiegen.

Bücher bleiben zentrales Medium im Unterricht

Mit 88 Prozent werden Bücher weiterhin am häufigsten im Unterricht eingesetzt. Die Lesefreude bleibt auf hohem Niveau. Rund zwei Drittel der Kinder lesen gerne Bücher und Zeitschriften.

Corona bringt mehr Computer-Selbstvertrauen bei Kindern

Home-Schooling zeigt Wirkung. Durch die intensivere und breitere Nutzung empfinden Kinder mehr Selbstbewusstsein im Umgang mit dem Computer. Eltern sehen die Computernutzung mit deutlich weniger Skepsis.

Lernprogramme & LernApps im intensiven Einsatz

Die Kinder des Jahres 2020 sind mit LernApps vertrauter, der Einsatz hat sich deutlich gesteigert und wird auch nach dem Ende von Home-Schooling ein wesentliches Thema bleiben.

Internet – fast durchwegs im Kinderzimmer angelangt

77 Prozent der Kinder geben an, Internet zur Verfügung zu haben. 68 Prozent der Kinder nutzen Internet im eigenen Zimmer. Die Internetaktivitäten haben sich binnen zwei Jahren von circa 21 auf 42 Minuten verdoppelt.

Medienkompetenz

Das Interesse an Informationen zur Förderung der Medienkompetenz erreicht einen neuen Höchststand. 70 Prozent der Eltern sehen Schulen und Kindergärten als zentrale Informationsstelle.
Bei Pädagoginnen und Pädagogen ist ein spürbarer Anstieg in der Beurteilung der eigenen Medienkompetenz zu verzeichnen. Zudem wird auch die Förderung der Kinder in einem sinnvollen Umgang mit Medien für Lehrkräfte zentraler, aber auch der Informationsfluss an die Eltern gewinnt für sie an Bedeutung.

Digitalisierung = Zukunft

Die Digitalisierung ist aus Sicht der Eltern von zentraler Bedeutung für die Zukunft ihrer Kinder, eine frühzeitige Vorbereitung auf deren Auswirkungen essentiell.

Online-Hilfen der Corona Zeit – vieles bleibt

Volksschulpädagoginnen und -pädagogen nutzten in der Corona-Zeit ein breites Spektrum an Online-Hilfen. Neben E-Mails (85 Prozent) waren dabei überwiegend Online-Lerntools/-Apps (60 Prozent) und Kommunikationstools (53 Prozent) für Lehrkräfte hilfreich und werden auch hinkünftig zum Einsatz kommen.

Die Ergebnisse der Kinder-Medien-Studie im Detail:

Freizeitverhalten – Renaissance der Familie, Entschleunigung des Termin- kalenders
Bereits die ersten Fragen der Erhebung verdeutlichen: Corona hat bei den Kindern Spuren hinterlassen – der Terminkalender ist weniger voll. Die Kinder geben weniger Freizeitaktivitäten zu Protokoll. Das dicht gedrängte Freizeitprogramm einer Nicht- Corona-Zeit wie Sport, Ballett, Musikunterricht etc. entfällt.

Bei den beliebtesten sowie häufigsten Freizeitaktivitäten steht stabil das Spielen im Freien auf Platz 1, Zeit mit der Familie zu verbringen rangiert auf Platz 2. Corona-bedingt erlebt die Familie eine Renaissance und gewinnt mehr an Bedeutung.

Technische Revolution: Tablet & Smartphone als Allrounder, tägliche Smartphone-Nutzung bei Kindern im Steigen, Verbote im Sinken
Die Ausstattung an Elektrogeräten in den oö. Haushalten verändert sich – Geräte wie Fotoapparate, CD- & DVD-Player oder tragbare Spielkonsolen und MP3-Player verlieren sukzessive an Bedeutung und werden von Smartphone und Tablet ersetzt.

Veränderungen auch bei der Nutzungserlaubnis für Kinder – generelle Verbote für Smartphone-, Tablet- und Internetnutzung sind deutlich seltener.

Zwei Drittel der Kinder verfügen über eigene Geräte; das Smartphone wird immer mehr zur Basisausstattung der Kinder, vor allem bei Kindern zwischen acht und zehn Jahren. Dies zeigt sich auch deutlich anhand der Nutzungsintensität – die (fast) tägliche Nutzung ist auf 43 Prozent gestiegen. Eine ebenfalls spürbar höhere Nutzungsquote ist bei Computer (28 Prozent), Spielkonsolen (28 Prozent) und eBook-Reader (21 Prozent) zu verzeichnen.

Veränderung in der Art der Kontaktaufnahme: Klassisches Telefonieren und SMS werden immer mehr von Instant Messengern, sozialen Netzwerken und Telefonieren über WhatsApp Anrufe & Co abgelöst.
Auch beim Musikhören verlieren die Klassiker Radio und CD an Bedeutung, YouTube ist bei Kindern ab acht Jahren bereits Nummer 1.

Corona bringt mehr „TV-Zeit“

2020 verbringen Kinder im Durchschnitt ca. 106 Minuten pro Tag mit TV & Co, im Vergleich zu 2018 mit durchschnittlich 88 Minuten pro Tag. Fernsehen ist noch Nummer 1, Streaming-Dienste gewinnen langsam an Bedeutung. Knapp 30 Minuten werden für YouTube & Co benötigt. Clips im Internet werden deutlich häufiger konsumiert als klassisches Fernsehprogramm. 50 Prozent der Kinder nennen YouTube als Lieblingssender.

Bücher bleiben zentrales Medium im Unterricht

Lesefreude bleibt auf hohem Niveau. Rund zwei Drittel der Kinder lesen gerne Bücher und Zeitschriften. Tiere, Abenteuer, Sachbücher sowie Hexen- und Fantasiegeschichten rangieren wie in den Vorjahren an der Spitze.

„Lesen ist eine der wichtigsten Fähigkeiten und Kulturtechniken unserer Gesellschaft. Es ermöglicht uns das Eintauchen in andere Welten und beflügelt unsere Phantasie.

Das Lesen unterstützt selbstbestimmtes und selbstorganisiertes Denken, Fühlen und Handeln. Zudem ist die Lesekompetenz eine der wichtigsten Voraussetzungen für Bildung und persönliche Weiterentwicklung“, freut sich Haberlander über die positiven Zahlen.

Laut Umfrage Pädagoginnen und Pädagogen: Bücher werden auch weiterhin am häufigsten in Schule und Kindergarten eingesetzt (88 Prozent). LernApps (20 Prozent 2018, 40 Prozent 2020) und Tablets (elf Prozent 2018, 31 Prozent 2020) verzeichnen jedoch eine deutliche Steigerung – hier zeigt Home-Schooling rund um Corona Wirkung.

Corona bringt mehr Computer-Selbstvertrauen bei Kindern

Home-Schooling zeigt Wirkung – der Umgang der Kinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren mit dem Computer hat sich in den vergangenen Monaten deutlich geändert. 78 Prozent der Kinder – vor allem ab acht Jahren – haben Zugang zu Computer. Der Umgang mit dem Computer macht den Kindern in erster Linie Spaß (81 Prozent), auch das Selbstverständnis ist ein anderes geworden. Die Kinder können nach eigener Einschätzung besser mit dem Computer umgehen (60 Prozent)

66 Prozent 2020), fühlen sich in der Lage, auftauchende Computer-Probleme und Herausforderungen zu lösen (28 Prozent 2018, 41 Prozent 2020).
Eltern sehen die Computernutzung der Kinder aufgrund des veränderten Nutzungsverhaltens mit deutlich weniger Skepsis.

Das gestiegene Selbstbewusstsein resultiert aus der viel intensiveren und deutlich breiteren Nutzung. Die Kinder sind in viel mehr Themenfeldern (fast) täglich am Computer aktiv: Musik hören (18 Prozent 2018, 26 Prozent 2020), Internet surfen (15 Prozent 2018, 25 Prozent 2020), Streamen (sechs Prozent 2018, 24 Prozent 2020), Computerspiele (acht Prozent 2018, 16 Prozent 2020), Schulaufgaben am PC (elfProzent 2018, 24 Prozent 2020) und Lernprogramme (sieben Prozent 2018, 19 Prozent 2020) stehen auf der To-Do-Liste.

Spielzeit auf Höchststand: laut Angabe der Kinder werden im Durchschnitt mehr als 50 Minuten täglich auf verschiedenen Endgeräten gespielt

Lernprogramme & LernApps: wichtiges Thema auch nach Home-Schooling

LernApps sind deutlich intensiver im Einsatz und werden von Kindern bevorzugt zuhause verwendet (Nutzung 28 Prozent 2018, 50 Prozent 2020). 58 Prozent der Kinder verwendet die LernApps gerne, 24 Prozent sehr gerne. Die Verwendung ist überwiegend in den Hauptfächern Mathematik (60 Prozent), Deutsch (53 Prozent) und Englisch (29 Prozent), spürbar mehr Bedeutung haben LernApps im Sachunterricht gewonnen (28 Prozent).

Bei den Eltern ist der Nutzen des Computers für die Schule und die Zukunft des Kindes 2020 deutlich klarer erkennbar als vor 2 Jahren. Beim Lehren im Umgang mit dem Computer sehen die Eltern aber die Schule mehr in der Pflicht als sich selbst.
Durch den erhöhten Einsatz an Lernprogrammen und LernApps ist die Bedeutung der Lehrkräfte in der Unterstützung zum Beispiel hinsichtlich Auswahl der Tools deutlich gestiegen (36 Prozent 2018, 58 Prozent 2020).

Internet – fast durchwegs im Kinderzimmer angelangt

77 Prozent der Kinder geben an, Internet zur Verfügung zu haben. 68 Prozent der Kinder sind im eigenen Zimmer im Internet, im Vergleich 2018 45 Prozent. Das Einstiegsalter ist gesunken. Deutlich weniger Kinder dürfen das Internet nicht alleine nutzen (44 Prozent 2018, 28 Prozent 2020). Die Internetaktivitäten haben sich binnen zwei Jahren von circa 21 auf 42 Minuten verdoppelt.

YouTube ist mit Abstand der beliebteste Zeitvertreib im Internet (55 Prozent). Soziale Interaktionen haben deutlich zugenommen (36 Prozent).

Ein Zehntel der Kinder hat im Internet Sorgen und Ängste erlebt. Trotz deutlich intensiverer Nutzung ist kein Anwachsen festzustellen. Als Ansprechpartner Nummer 1 gelten für 70 Prozent der Kinder die Eltern.

Deutliche Veränderung: Auch in den Schulen wird durchwegs über die Gefahren und Risiken bei der Internetnutzung gesprochen (43 Prozent 2018, 80 Prozent 2020).

Das Interesse der Eltern an Informationen zu einem sicheren und sinnvollen Umgang mit dem Internet ist angewachsen. 64 Prozent wünschen sich Unterstützung von Kindergärten und Schulen. 69 Prozent erachten Filterprogramme an Schulen und Kindergärten als wichtig.

Soziale Netzwerke, Influencer & Messenger

Knapp ein Drittel der Kinder hat bereits ein eigenes Profil in einem sozialen Netzwerk, mehrheitlich bei WhatsApp. Die Nutzung dient vor allem für den Kontakt zu Freunden (76 Prozent).
Ab einem Alter von acht Jahren werden Influencer ein Thema.

Smartphone – der Allrounder

Ein Viertel der Kinder zwischen drei und zehn hat laut Aussage der Eltern ein eigenes Handy. In der Altersgruppe acht bis zehn besitzen bereits knapp zwei Drittel der Kinder ein eigenes Mobiltelefon. Ein Anstieg der Verbreitung ist deutlich erkennbar.

Medientechnische Kompetenz & Kommunikation

Eltern gelten bei 49 Prozent der Kinder als wichtigste Ansprechpartner im Umgang mit Computer, Handy & Co.
Für die Zukunft ist von ansteigendem Kommunikationsbedarf auszugehen, da das Interesse der Kinder an Themen wie Bildbearbeitung und Videos zunimmt.

Auch der Unterricht kann nach Meinung der Kinder digitaler werden. Sie wünschen sich eine häufigere Verwendung von Internet (42 Prozent), Tablets (42 Prozent), Computer (41 Prozent) und LernApps (38 Prozent).
Computer, Internet und LernApps haben auch im Schulbereich deutlich zugelegt, Bücher bleiben für den Schulunterricht unverzichtbar und liegen bei Kindern mit 79 Prozent an Position 1 im Ranking, gefolgt von (Unterrichts)Filmen mit 60 Prozent.

Das Interesse an Informationen zur Förderung der Medienkompetenz erreicht einen neuen Höchststand. 70 Prozent der Eltern sehen Schulen und Kindergärten als zentrale Informationsstelle. Mehr Infos vor allem rund um Internet (70 Prozent), Handy (61 Prozent) und Streaming bzw. Videos im Internet (47 Prozent) sind gewünscht.

Digitalisierung = Zukunft

Die Digitalisierung ist aus Sicht der Eltern von zentraler Bedeutung für die Zukunft ihrer Kinder (86 Prozent). Eine frühzeitige Vorbereitung der Kinder auf die Auswirkungen der Digitalisierung ist zwei Dritteln der Eltern wichtig.

Die Themenfelder der Digitalisierung sind breit gefächert, im speziellen sind vorbereitende Informationen in folgenden Belangen erwünscht: verantwortungsvoller Umgang mit Apps und Programmen (68 Prozent), Erkennen und Umgang mit Chancen und Gefahren (68 Prozent), Computersicherheit wie z. B. Virenschutz, Firewall etc. (59 Prozent), Datenschutz und Urheberrecht (58 Prozent), technisches Grundverständnis (54 Prozent) und Kommunikationsformen (44 Prozent).

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Pressekonferenz am 16. Oktober 2020

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Eine datenschutzkonforme Kommunikations-App ist für Eltern interessant (76 Prozent), Pädagoginnen und Pädagogen sehen dafür eine noch größere Notwendigkeit (84 Prozent).

Online-Hilfen der Corona Zeit – vieles bleibt

Volksschulpädagoginnen und -pädagogen nutzten in der Corona-Zeit ein breites Spektrum an Online-Hilfen. Neben E-Mails (85 Prozent) waren dabei überwiegend Online-Lerntools/-Apps (60 Prozent) und Kommunikationstools (53 Prozent) für Lehrkräfte hilfreich und werden auch hinkünftig zum Einsatz kommen.

Medienkompetenz

Pädagoginnen und Pädagogen präsentieren sich deutlich selbstsicherer. Ein spürbarer Anstieg in der Beurteilung der eigenen Kompetenzen ist zu verzeichnen. Besonders in den Bereichen rund um Computer und Computer-Programme lässt sich ein signifikanter Anstieg der eigenen Kompetenzwahrnehmung feststellen.

Zudem wird auch die Förderung der Kinder in einem sinnvollen Umgang mit Medien für die Lehrkräfte zentraler. Das gemeinsame Gespräch und die Vereinbarung von Regeln stehen im Vordergrund, aber auch die Information der Eltern gewinnt an Bedeutung. Dementsprechend steigt das Interesse der Pädagoginnen und Pädagogen an Informationen zur Stärkung der Medienkompetenz.

Education Group steht seit 2007 in der Trendreihe an der Spitze als Informationsquelle zur Stärkung der Medienkompetenz.

Dokumentation der Studie

Die Kinder-Medien-Studie wird alle zwei Jahre abwechselnd mit der Jugend-Medien- Studie durchgeführt und ist österreichweit einzigartig. Mittlerweile zeigt sich eine Trendreihe von über einem Jahrzehnt – die erste Kinder-Medien-Studie besteht seit 2007 und wird vom market Institut im Auftrag der Education Group umgesetzt. Die Daten können als Richtwert für Österreich herangezogen werden. Die Ergebnisse dienen als Basis für die Ausrichtung und Planung von Medienangeboten, medienpädagogischen Projekten und Maßnahmen. Sie werden österreichweit von Ministerien, Universitäten, Fachhochschulen und Unternehmen verwendet, unter anderem bauen weiterführende Forschungsprojekte darauf auf.

Zielsetzung des gegenständlichen Forschungsprojektes war die Auslotung der Medienkompetenz bei Kindern zwischen drei und zehn Jahren im Trend und deren Medienumgang.

Das Medienverhalten wurde aus drei verschiedenen Blickwinkeln betrachtet:

  •   Kinder zwischen sechs und zehn Jahren, Befragungsart: persönliche face-to-face-Interviews, Erhebungszeitraum: 19. Mai – 17. Juli 2020
  •   Eltern mit Kindern im Alter zwischen drei und zehn Jahren, Befragungsart: HybridAnsatz – persönliche face-to-face-Interviews bzw. Online-Interviews,Erhebungszeitraum: 19. Mai – 2. Juli 2020
  •   Pädagoginnen und Pädagogen an Kindergärten und Volksschulen,Befragungsart: telefonische CATI-Interviews, Erhebungszeitraum: 2. – 30. Juni2020
    Die Studie wurde unmittelbar nach dem Lockdown durchgeführt, entsprechend adaptiert und in der Fragestellung auf Corona eingegangen.Alle Details und Ergebnisse der aktuellen sowie bisher durchgeführten Studien stehen zum kostenlosen Download auf www.edugroup.at/innovation zur Verfügung. Die Verwendung der Daten ist unter Nennung der Education Group GmbH als Rechteinhaberin erlaubt.
Im Bild v.l.n.r.: Peter Eiselmair, LH-Stv. Christine Haberlander, David Pfarrhofer.
Foto: Land OÖ/Tina Gerstmair
Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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