Welttierschutztag – auch in Krisenzeiten nicht auf die Tiere vergessen!

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Am 4. Oktober 2020 findet der Welttierschutztag statt. Üblicherweise öffnen die oberösterreichischen Tierheime anlässlich dieses Aktionstages ihre Türen für interessierte Besucherinnen und Besucher. Coronabedingt ist dies heuer nicht möglich. “Trotzdem möchte ich zum Welttierschutztag auf die großartige Arbeit hinweisen, die unsere Tierheime und Tierschutzeinrichtungen leisten. Dass den Oberösterreicherinnen und Oberösterreichern Tierschutz ein großes Anliegen ist, bestätigen unter anderem die vielen Anfragen an unsere Tierschutzombudsstelle. Aktiver Tierschutz braucht gute fachliche Kenntnisse und viel Engagement, daher möchte ich mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Helferinnen und Helfern ganz herzlich für ihren unermüdlichen Einsatz in dieser schwierigen Zeit bedanken“, so Tierschutz-Landesrätin Birgit Gerstorfer.

Entscheiden Sie sich für ein Tier aus dem Tierheim!

Im Jahr 2019 wurden in Oberösterreich rund 1700 Fundtiere in den Tierheimen und oö. Tierschutzvereinen, die mit dem Land OÖ eine Partnerschaft haben, aufgenommen und verwahrt. Zusätzlich wurden 100 Tiere behördlich abgenommen und in den Tierheimen untergebracht. Dazu kamen noch rund 1000 Tiere, die von ihren Besitzerinnen und Besitzern direkt im Tierheim abgegeben wurden. Diese Zahl der Privatabgaben ist aber sicher deutlich größer, da nicht alle Privatabgaben beim Land gemeldet werden müssen. Im Gegenzug haben unsere Partner letztes Jahr rund 2800 Tiere erfolgreich an neue Besitzerinnen und Besitzer vermittelt, der Rest wartet leider noch immer auf ein neues Zuhause.

Das Land OÖ finanziert/unterstützt unsere Partner – zwölf Tierheime und neun Tierschutzorganisationen – auf mehreren Ebenen. 2020 sind für den laufenden Betriebsaufwand insgesamt 467.000 Euro vorgesehen. Darüber hinaus gibt es auch noch weitere Abgeltungen des Landes für den großen Bereich der Fundtiere und beschlagnahmte Tiere, der Streunerkatzen, Tierarztkosten, Investitions- und Sonderförderungen. Das Gesamtbudget für das Jahr 2020 ist mit rund 1,3 Mio. Euro veranschlagt.

Tierschutzgesetz

Seit 1. Jänner 2005 ist das bundesweit einheitliche Tierschutzgesetz in Kraft, das unterschiedliche Länderbestimmungen abgelöst hat. Ziel dieses Bundestierschutzgesetzes ist der Schutz des Lebens und des Wohlbefindens der Tiere aus der besonderen Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf (§ 1 Tierschutzgesetz). Diesespage2image2574209808

Pressekonferenz am 02. Oktober 2020

Pressekonferenz LRin Birgit Gerstorfer page3image2618394192Seite 3

Bundesgesetz gilt grundsätzlich für alle Tiere. Unberührt bleiben andere bundesgesetzliche Bestimmungen zum Schutz von Tieren, insbesondere das Tierversuchsgesetz und das Tiertransportgesetz. Ebenso gilt das Tierschutzgesetz nicht für die Ausübung der Jagd und der Fischerei.

Tierschutzombudsperson

Nach dem Tierschutzgesetz hat jedes Land eine Tierschutzombudsperson zu bestellen. Diese hat die Aufgabe, die Interessen des Tierschutzes zu vertreten und arbeitet weisungsfrei. Seit 2018 übt Dr. Cornelia Rouha-Mülleder diese Funktion in Oberösterreich aus.

Anlaufstelle für Tierschutzfragen

Die Betreuung und Beantwortung eingegangener Fragen rund um denTierschutz stellte, neben der Parteistellung in allen Verfahren zum Tierschutzgesetz, auch im vergangenen Jahr einen wesentlichen Tätigkeitsbereich der Tierschutzombudsstelle OÖ dar.

Fast 600 telefonische und schriftliche Anfragen wurden im vergangenen Jahr von der Tierschutzombudsfrau beantwortet.
Sehr viele dieser Fragen betrafen Hunde, gefolgt von Katzen und allgemeine Tierschutzthemen.

Finger weg von Online-Tierkäufen!

Süße Fotos von Hunde- oder Katzenwelpen im Internet bringen immer wieder Käuferinnen und Käufer dazu, sich ohne ausreichend Überlegungen und Informationen zu spontanen Käufen hinreißen zu lassen. Dabei gilt: Eine der wichtigsten Regeln bei der Anschaffung eines Tieres lautet, sich Zeit zu lassen, nichts überstürzen. In keinem Fall darf man sich durch Fotos im Online-Verkauf zu spontanen Käufen hinreißen lassen – und auch von schnellen Käufen auf Parkplätzen oder öffentlichen Plätzen sollte man die Hände lassen. Oftmals handelt es sich dabei z.B. im Fall von Hunden um Tiere, die aus schlechten Haltungs- und Sozialisierungsbedingungen kommen und später gesundheitliche oder Verhaltensprobleme aufweisen. Auch ein Kauf dieser Tiere aus Mitleid macht wenig Sinn – da für jeden „geretteten“ Hund weitere für den Verkauf im Ausland unter schlechten Bedingungen nachgezüchtet werden und so das Geschäft mit den Hunden boomt.page3image2618614336

Pressekonferenz am 02. Oktober 2020

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Wenn man sich – nach reiflicher Überlegung und Abwägung aller Aspekte (wie z.B. finanzielle oder auch zeitliche) – ein Haustier anschaffen möchte, ist es vernünftig, sich gut über die Herkunft der Tiere zu informieren. In Tierheimen und bei seriösen Züchtern kann man vorab die Tiere besuchen und sich die Jungtiere, aber auch die Haltung der Elterntiere ansehen. Bei diesen Besuchen kann man die Tiere bereits etwas kennenlernen, darauf achten, wie sich die Tiere verhalten, ob sie lebhaft sind und Interesse an der Umwelt zeigen und gesund wirken. Tierheimmitarbeiter und seriöse Züchter informieren die Interessierten gerne über das Verhalten, die Biologie, Fütterung und Haltungsanforderungen der Tiere und stehen für Fragen zur Verfügung. Auch liegen Heimtierpass, Impfungen und bei Züchtern Gesundheits-Untersuchungen der (Eltern-)Tiere vor. Hundewelpen müssen bereits vor der Abgabe mit einem Mikrochip gekennzeichnet sein. Eine Abgabe von Hunde- und Katzenwelpen vor acht Wochen ist übrigens gesetzlich nicht erlaubt.

Vor der Anschaffung eines Tieres sollte man unbedingt an die zahlreichen Tiere in den Tierheimen denken, die auf einen guten Platz warten. Vielleicht findet sich ja dort genau das richtige Tier für die eigene Familie!

Vorstellung – Tierschutzstelle / Tierheim Freistadt

Seit 2007 wird in Freistadt eine Tierschutzstelle betrieben. 2016 wurde sie durch einen eigenen, modernen Tierheimtrakt (fast zur Gänze aus dem Tierschutzbudget finanziert) erweitert und das Gebäude auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Im April 2019 wurde ein großer Hunde-Übungsplatz fertig gestellt, seither kann mit den Hunden auch ohne Leine trainiert werden.

Derzeit werden im Tierheim Freistadt mehr als 340 Tiere betreut – darunter auch Ziegen, Igel, Alpakas und sogar ein Esel. Zum Tierheim gehört auch eine Tierrettung – sie steht das gesamte Jahr über, rund um die Uhr, mit zwei speziell ausgebildeten Teams im Einsatz.

Auch der Schwerpunkt Problemhunde“ hat sich gut bewährt und viele auffällige oder falsch sozialisierte Hunde haben dadurch eine neue Chance bekommen.

Das Jahr 2020 hat unser Team vor ganz neue Herausforderungen gestellt. Am Anfang der Pandemie hieß es fälschlicherweise, Corona könne auch von Tieren übertragen werden. Beinahe wäre es zu einer Massenabgabe von Tieren gekommen. Durch intensive Gespräche konnten wir die Menschen beruhigen und überzeugen, dass ihr geliebtes Haustier nicht als Überträger schuld ist“, so Tierheimleiterin Karin Binder. „Aufgrund der Corona-Maßnahmen waren die offiziellen Tierheime einige Zeit gesperrt. Die Menschenpage4image2618993456

Pressekonferenz am 02. Oktober 2020

Pressekonferenz LRin Birgit Gerstorfer page5image2594918992Seite 5

haben sich trotzdem Haustiere angeschafft, weil sie Zeit hatten oder einfach um die Kinder zu bespaßen. Viele dieser Tiere stammen aus dem Ausland und dem InternetNach Ende des Lockdowns sind vor allem Hunde bei uns im Tierheim gelandet. Die vermittelnden Organisationen aus dem Ausland nehmen sie nicht zurück. So sitzen wieder einige Problemhunde mehr in unseren Tierheimen. Während der Sperre konnten wir natürlich keine Tiere vermitteln, auch das belastet uns heuer finanziell.

Projekt Streunerkatzen

Längst sind Streunerkatzen nicht nur in den südlichen Ländern und in Osteuropa, sondern auch in Österreich zum Problem geworden. Wie viele herrenlose Katzen in Oberösterreich herumstreunen, weiß niemand genau. Aber gerade zwischen März und Oktober werden unzählige Katzenwelpen bei den Tierschutzeinrichtungen und Pflegestationen abgegeben, viele davon sind nicht kastriert und verwahrlost. Sie sind meist ausgehungert und verwurmt, haben häufig Katzenschnupfen und andere hochansteckende Krankheiten. Diese verwilderten Hauskatzen gehen ursprünglich auf Katzen aus Privathaushalten zurück, die nicht kastriert wurden, entlaufen sind, ausgesetzt wurden oder halbwild leben. Wenn die Katzen ohne Kontakte zu Menschen frei leben, sind sie nicht mehr auf diese sozialisiert und in der Folge sehr scheu. Die Population wächst, obwohl nur ein Teil der Tiere das Erwachsenenalter erreicht, weil viele Tiere mangels Futter und Pflege nicht überleben.

Das Land Oberösterreich hat 2011 ein Projekt zur Kastration dieser Streunerkatzen ins Leben gerufen. Mittlerweile arbeiten 18 Tierschutzorganisationen in Oberösterreich bei diesem erfolgreichen Projekt mit. Pro verwilderter Hauskatze/kater bekommen die Partnerorganisationen vom Land OÖ einen Unterstützungsbeitrag in der Höhe von derzeit 75 Euro als finanzielle Beihilfe zur Kastration inkl. Chippung und Registrierung. Im Rahmen dieses Projekts konnten seit 2011 rund 10.000 verwilderte Katzen in Oberösterreich kastriert und Tierleid dadurch verhindert werden. Seit Beginn des Projekts wurden dafür rund 750.000 Euro aus dem Tierschutzbudget aufgewendet.

Kastrationspflicht für Katzen

„Werden Katzen mit regelmäßigem Zugang ins Freie gehalten, so sind sie von einem Tierarzt kastrieren zu lassen, sofern diese Tiere nicht zur Zucht verwendet werden.“page5image2595170976

Pressekonferenz am 02. Oktober 2020

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Mit dieser Bestimmung hat der Gesetzgeber ausdrücklich festgelegt, dass Katzen, die ins Freie dürfen, kastriert werden müssen. Dies gilt österreichweit für weibliche und männliche Katzen gleichermaßen. Von der verpflichtenden Kastration ausgenommen sind nur Katzen einer bei der Bezirkshauptmannschaft bzw. beim Magistrat gemeldeten Zucht, die mit Mikrochip gekennzeichnet und in der Heimtierdatenbank des Bundes registriert sind.

Die Kastration von Katzen stellt einen wichtigen Beitrag in Bezug auf die Streunerkatzenproblematik dar. Bei unkontrollierter Vermehrung wächst eine Katzenpopulation sehr rasch an, da Katzen durchschnittlich zweimal im Jahr drei bis sechs Junge werfen. In Österreich leben viele verwilderte Hauskatzen, die nicht kastriert wurden und entlaufen sind.

Trotz dieser klaren gesetzlichen Regelung missachten noch immer Katzenbesitzer die Kastrationspflicht. Dieses Verhalten ist nicht nur strafbar, sondern auch verantwortungslos. Es können dadurch große verwilderte Katzenpopulationen heranwachsen. Viele Katzen sind unterversorgt, krank oder verletzt. Werden diese Katzenkinder gefunden und ins Tierheim gebracht, sind sie meist in erbärmlichem Zustand und müssen mit großem Aufwand und teuer gesund gepflegt werden. Darauf hinweisen möchte ich zudem, dass es natürlich nicht erlaubt und moralisch verwerflich ist, ungewollten Katzennachwuchs einfach zu töten. Eine Kastration ist ein tierärztlicher Routine-Eingriff, der viel Tierleid ersparen kann und daher einen wichtigen Beitrag zum Tierschutz darstellt“, appelliert Cornelia Rouha-Mülleder an nachlässige Katzenbesitzer.

Oft wird noch kommuniziert, dass Landwirte von der Kastrationspflicht freilaufender Katzen ausgenommen sind. Das stimmt nicht mehr – die Kastrationspflicht gilt auch in bäuerlicher Haltung. Ein Verstoß gegen die Katrationspflicht kann gemäß § 38 Abs. 3 Tierschutzgesetz mit einer Geldstrafe bis zu 3.750 Euro bestraft werden.

Jeder einzelne kann im Tierschutz aktiv werden!

  •   Lassen Sie Ihre Katze kastrieren! Die Kastration verlängert das Leben Ihrer Katze und Sie leisten einen wichtigen Beitrag zum Tierschutz, da Sie die unkontrollierte Vermehrung verhindern.
  •   Lassen Sie Ihr Tier mittels Microchip kennzeichnen und registrieren Sie es in der Heimtierdatenbank. Wird Ihr Tier vermisst, kann es zu Ihnen zurück gebracht werden.

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Pressekonferenz am 02. Oktober 2020

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  •   Wenn Sie sich ein Haustier anschaffen möchten, denken Sie zuerst daran, ein Tier aus einem Tierheim zu nehmen!
  •   Unterstützen Sie örtliche Tierheime: Werden sie Mitglied, auch als ehrenamtliche/r Helfer/in können sich nützlich machen oder helfen Sie mit einer Geld- oder Futterspende!
  •   Wenn Sie Kenntnis über eine Population scheuer Katzen (z.B. in einem Stadtpark, auf einem Firmengelände oder einem Bauernhof) haben, dann sprechen Sie mit den Menschen dort oder informieren den nächstgelegenen Tierschutzverein/Tierheim.
  •   Melden Sie Verstöße gegen das Tierschutzgesetz – wie Nicht-Einhaltung der Mindestanforderungen, der Kastrations- oder Kennzeichnungspflicht – an die zuständige Behörde (Bezirkshauptmannschaft bzw. Magistrat). Übrigens: Die Tötung oder das Aussetzen von Haustieren stellt einen schweren Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar (Strafen bis 7.500 Euro, im Wiederholungsfall bis 15.000 Euro).Sorgen im Tierparadies SchabenreithDas Team vom Tierparadies Schabenreith gibt seit fast 30 Jahren Tieren in Not ein sicheres Heim. Auch hier wurde, vor allem in der Zeit des Corona-Lockdowns und auch danach, eine vermehrte Abgabe von Tieren festgestellt.
    Das Ehepaar Hofner-Foltin ist seit Gründung des Vereins Tierparadies Schabenreith ehrenamtlich tätig. Ihren privaten Lebensunterhalt verdienten sie mit einer kleinen Frühstückspension am Hof, die aufgrund der Ereignisse rund um Covid-19 mehrere Wochen geschlossen werden musste, was eine zusätzliche finanzielle Belastung darstellt. „Die Sorge besteht, dass aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona- Pandemie, mittel- und langfristig die Spendengelder zurückgehen werden, denn bereits jetzt ist ein Rückgang zu verzeichnen. Weiters kam es im Tierheim zu einem Personalausfall, da Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit schulpflichtigen Kindern zu Zeiten der Schulschließungen nicht zur täglichen Arbeit erscheinen konnten. Dies stellte uns vor große Herausforderungen, da wir personell ohnehin immer recht knapp besetzt sind. Auch Hofführungen konnten nicht bzw. nur sehr eingeschränkt durchgeführt werden. Zur Unterstützung sind wir vor allem dankbar für Dauerspenden und Übernahmen von Tierpatenschaften, da uns eine regelmäßige Spende Planungssicherheit ermöglicht und die

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Pressekonferenz am 02. Oktober 2020

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kontinuierliche Versorgung der fast 500 bei uns lebenden Tiere sicherstellt. Ebenso sind Futterspenden immer willkommen“, berichtet Tierparadies-Obmann Harald Hofner.
Weitere Informationen: www.tierparadies.at.

Spendenaufruf von Monika Stadler für das Tierheim Steyr

„Um den vielen in Not geratenen Tieren durch Pflege und tierärztliche Versorgung helfen zu können sind wir im Tierschutz vor allem auf finanzielle Hilfestellung angewiesen.
Möchte man die Tiere im Heim mit Sachspenden unterstützen, so findet man auf unseren Internetseiten 
(www.tierheim-steyr.at) eine Liste mit nützlichen Tierbedarfsartikeln die immer wieder gebraucht werden wofür wir ebenfalls sehr dankbar sind.

Da immer mehr Hunde und Katzen an Futtermittelallergien leiden, und dadurch vieles an herkömmlichem Futter nicht gegeben werden kann, möchten wir darauf hinweisen bei den Futterspenden mehr auf Qualität anstatt auf Menge zu achten. Das heißt: lieber ein kleineres Säckchen hochwertiges Futter, als eine größere Menge von minderwertigem Futter.

Als wesentliche Änderung findet coronabedingt der Tierheimbesuch bei uns hauptsächlich per Termin statt, wodurch die Personenanzahl im Haus überschaubar bleibt und die Abstandsregel eingehalten werden kann.
Recht herzlich wollen wir uns auch bei den freiwilligen Helfern bedanken, die ebenfalls coronabedingt gewisse Änderungen in Kauf nehmen müssen.

Gerade in Zeiten wie diesen wo die finanziellen Spenden merklich rückläufig sind, ist der Beitrag jedes Einzelnen für den Tierschutz und die Tiere sehr wertvoll und kostbar.“

Appell von Bettina Hubner, Leiterin des Linzer Tierheims

Wir freuen uns über Unterstützung in Form von Sach- u. Geldspenden, leider ist aufgrund der derzeitigen Lage keine Unterstützung vor Ort möglich. Die Situation lässt es leider nicht zu ehrenamtliche Helfer ins Team miteinzubeziehen, was natürlich eine erhebliche Mehrarbeit für unser Personal bedeutet. Die Lösung, unser Tierheim derzeit nur mit Termin besuchen zu können, bewährt sich bislang sehr gut.

Früher als sonst treffen derzeit täglich mehrere Jung-Igel und verletzte Igel bei uns ein. Allein dieses Wochenende haben Tierfreunde insgesamt 18 Jung-Igel zu uns gebracht (obwohl erst Ende September ist!!). In der letzten Saison mussten insgesamt rund 600 Igel von uns versorgt werden. Dies bedeutete einen erheblichen Mehraufwand impage8image2620332656

Pressekonferenz am 02. Oktober 2020

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Personalbereich, weshalb wir sehr dankbar für die Kooperation mit der Igelhilfe sind. Wir möchten alle dazu aufrufen, die Natur mit offenen Augen wahrzunehmen und bei Bedarf für unsere Mitgeschöpfe helfend da zu sein.
Immens wichtig ist es uns, nochmals auf die Problematik der generell eher lax gelebten Kastrationspflicht für Freigängerkatzen hinzuweisen. Aktuell erleben wir wieder eine regelrechte Jungkatzen-Schwemme, vor allem mit kranken Kitten. Trotz intensiver Betreuung der Streunerkatzenpopulationen durch Kastrationsprojekte und Futterstellen, finden immer noch Unmengen an ungewollten, verwahrlosten Jungkatzen den Weg ins Tierheim. Sofern sie in ihrer Umgebung eine größere Katzenpopulation mit Nachwuchs bemerken, scheuen sie nicht davor zurück dies zu melden.

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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