Erntedank – und wer dankt den Bäuerinnen und Bauern?

Herbstzeit ist Erntezeit, und jene Zeit in der es für die eingebrachte Ernte Dank zu sagen gilt. Österreich hat global betrachtet die höchsten Produktions- und Tierwohlstandards und kann daher stolz auf seine Landwirtschaft sein. Die Initiative „Das isst Österreich“ will dies bewusst machen und die Konsumentinnen und Konsumenten noch mehr zum Kauf regionaler Qualitätslebensmittel animieren.

Die österreichische Landwirtschaft wurde unter 67 Staaten weltweit als die am nachhaltigsten produzierende ausgewiesen. Österreich zeichnet sich durch einen 25-prozentigen Bioflächenanteil aus. Nirgends sonst auf der Welt, wird dieser Wert erreicht.  Außerdem nehmen 84 Prozent der Bäuerinnen und Bauern an Agrarumweltprogrammen teil. „Die Leistung der heimischen Landwirtschaft kann sich sehen lassen. Die Bauern können zu Recht selbstbewusst auf ihre Arbeit blicken“, erklärt OÖ Bauernbund Landesobmann LR Max Hiegelsberger.

Bauern denken in Generationen

Auf den Höfen wurde schon immer großer Wert auf den Erhalt der Ressourcen gelegt. Der Schutz des Bodens und der biologischen Vielfalt ist für eine funktionierende Landwirtschaft unabdingbar. „Die bäuerlichen Familienbetriebe produzieren Lebensmittel seit jeher nach dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft. Die Kreislaufwirtschaft ist für den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit sowie eines vitalen Bodenlebens entscheidend“, betont Landesbäuerin Johanna Haider.

Regionalität muss ihren Preis haben

Die Konsumentinnen und Konsumenten profitieren von der extrem hohen Qualität regional produzierter Lebensmittel. Die Bäuerinnen und Bauern erhalten jedoch nur einen kleinen Teil entlang der Wertschöpfungskette. Das größte Stück des Kuchens sichern sich aber die Lebensmittelketten. „Damit die heimische Landwirtschaft in ihrer Kleinstrukturiertheit fortbestehen kann, ist das Um und Auf die Bezahlung höherer Preise. Der Handel muss den Bäuerinnen und Bauern einen Teil seines Gewinnes zugestehen. Denn von verklärten Bildern, wie beispielsweise in der Fernsehwerbung, kann niemand leben. Daher: Regionalität nicht zu jedem Preis“, bekräftigt Hiegelsberger.

Projekt – „Das isst Österreich – Schau auf regionale Qualität“

Die neue Regionalitätsinitiative „Das isst Österreich“ mit dem Slogan „Schau auf regionale Qualität“ ist eine Initiative des Landwirtschaftsministeriums, die von zahlreichen agrarischen Organisationen (Bundesländer, Landwirtschaftskammer, AMA-Marketing, Netzwerk Kulinarik) und unter anderem auch vom OÖ Bauernbund unterstützt wird. Immer mehr Konsumentinnen und Konsumenten achten beim Einkauf bewusst darauf, woher die Lebensmittel stammen. „Es geht darum die Vorteile des Einkaufes sowie der Produktion regional erzeugter Lebensmittel für die Konsumentinnen und Konsumenten aufzuzeigen und das Bewusstsein für die Vielfalt regionaler Lebensmittel zu schärfen. Das AMA-Gütesiegel und das Genuss Region-Siegel stehen für beste regionale Lebensmittel“, so Haider.

Begleitet wird diese Initiative durch eine bundesweite Medienoffensive, einer Kooperation mit der ORF-Kochsendung mit Silvia Schneider, der Website www.das-isst-österreich.at, einer Plakat- und Feldaufsteller Challenge der Landjugend sowie Aktionstage der Landwirtschaftskammern in allen Bezirken. Eine digitale „Genuss-Landkarte“ bietet den Konsumentinnen und Konsumenten die Möglichkeit sich einfach über Direktvermarkter, Manufakturen oder regionale Gastronomiebetriebe informieren zu können.

Landesobmann LR Max Hiegelsberger und Landesbäuerin Johanna Haider
Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

error: (c) by salzTV