Winterschlaf der Igel – Schlafplätze gesucht

Die Wildtierstation-Igelhof Aurachtal, bereits weit über die Grenzen des Bezirks hinaus bekannt, beginnt bereits jetzt mit der Suche nach Winterschlafplätzen für Igel.

Der Herbst naht mit Riesen Schritten – bei zunehmend sinkenden Temperaturen, sind die Igel in freier Wildbahn auf der Suche nach einem geeigneten Quartier für den Winterschlaf. Da dies für die putzigen Tiere mit allerhand Risiko und Schwierigkeiten, aber auch Gefahren verbunden ist, werden von vielen Tierfreunden die Igel zur Wildtierstation-Igelhof in die Reindlmühl gebracht. 

Welche Vorrausetzungen sollte ein Winterschlafplatz für die Igel erfüllen?
Am besten eignet sich eine geschützte Gartenhütte mit einer Einlage aus Stroh. Bitte kein Heu verwenden, da sich die Tiere bei den Halmen schwer verletzen können und sich auch Schimmel bilden kann. Stroh hält auch besser warm! Weiters wird pro Tier ein Platz von mind. 2 m2 benötigt, aber es werden die Igel nur paarweise abgegeben, das heißt, es wird ein Platz von mind. 4 m2 benötigt.

Igel kann man nicht in einer Schachtel im Keller überwintern, ebenso sind diese sehr sensiblen Tiere kein Spielzeug und keinesfalls zum Kuscheln geeignet!

Alle Igel, die an einen Winterplatz abgegeben werden, sind gesund und tierärztlich betreut. Das nötige Futter wird von der Wildtierstation-Igelhof Aurachtal bereitgestellt und kann jederzeit abgeholt werden.

Gabi Kaar: „Wir beginnen bereits jetzt mit der Suche nach Plätzen, um diese optimal vorzubereiten. Die Igel werden dann ab ca. Ende September abgegeben. Weiters möchte ich gerne die „Pflegeeltern“ persönlich kennenlernen.“ Tierfreunde, die den stacheligen Freunden einen Winterplatz geben wollen, werden ersucht, sich telefonisch unter 0664/3979171 direkt bei Gabi zu melden. Wenn der Winterschlaf beendet ist, werden im Frühling die Igel an geeigneten Stellen wieder ausgewildert.

Zurzeit befinden sich 33 Flaschenkinder – 15 Siebenschläfer, 6 Baby Igel und 12 Eichhörnchen – in der Wildtierstation, die alle 2 Stunden gefüttert werden wollen. „Ich kann während der Fütterung auf keinen Fall Anrufe entgegennehmen, leider sind Anrufer immer wieder sehr ungehalten, wenn ich nicht sofort abhebe!“ so Gabi nachdenklich, daher die Bitte: „einfach ein SMS oder Whats App senden, ich werde mich melden, aber meine Schützlinge haben Vorrang!“

Da diese Aufzucht mit sehr viel finanziellem Aufwand verbunden ist, ist die Wildtierstation auf Spenden von Tierfreunden angewiesen. 

Spendenkonto: IBAN: AT52 3451 0000 0202 9320

Bericht und Fotos: Wilfried Fischer

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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