LH Stelzer / LR Achleitner zu FACC-Stellenabbau: „Land OÖ steht zur Hilfe für die betroffenen Beschäftigten bereit“

Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer / Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner: „Schwerer Schlag für Belegschaft und Innviertel – Aber großer Arbeitskräftebedarf im Innviertel gibt Hoffnung“

Nach der Verlängerung der Kurzarbeit bis Ende September wird das Luftfahrttechnologie-Unternehmen FACC AG in Ried im Innkreis nun doch einen Stellenabbau vornehmen. Die FACC-Mitarbeiterinnen und –Mitarbeiter wurden heute von der Geschäftsführung informiert, dass 650 Arbeitsplätze abgebaut werden sollen. „Die Corona-Krise hat insbesondere auch die Luftfahrt hart getroffen, was wiederum mit gravierenden Auswirkungen auf die Flugzeughersteller und natürlich auch für Zulieferbetriebe wie FACC verbunden ist. Es ist sehr bedauerlich, dass diese anhaltende Krise nun auch zu diesem massiven Stellenabbau bei FACC führt. Das ist ein schwerer Schlag für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und für das Innviertel. Zugleich gibt der aktuell große Arbeitskräftebedarf im Innviertel Hoffnung auf die Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes. Außerdem werden wir seitens des Landes Oberösterreich alle unsere Möglichkeiten ausschöpfen, um die Betroffenen bestmöglich zu unterstützen“, stellen Landeshauptmann Mag, Thomas Stelzer und Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner zu den aktuellen Entwicklungen bei FACC fest.

Landeshauptmann Stelzer und Wirtschafts-Landesrat Achleitner verweisen darauf, dass es im Innviertel trotz Krise einen großen Bedarf an Fachkräften gibt: „Gerade gestern hat der Motorradhersteller KTM bekanntgegeben, dass er für seine Produktion im Innviertel dringend 200 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sucht. Insgesamt gibt es im Innviertel aktuell fast 3.000 offenen Stellen“, so LH Stelzer und LR Achleitner.

„Darüber hinaus steht das Land OÖ zur Hilfe für die betroffenen FACC-Beschäftigten bereit: Eine Möglichkeit, um die von Kündigung betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu unterstützen, wäre eine Stiftungslösung. Im Rahmen eines Stiftungsmodells könnte diesen FACC-Beschäftigten mit Qualifizierungsmaßnahmen der Wiedereintritt in den Arbeitsmarkt erleichtert werden. Mit seinem ‚Oberösterreich-Paket‘ zur Bewältigung der Corona-Krise hat das Land OÖ die finanziellen Voraussetzungen dafür geschaffen, um in Fällen wie diesen rasch helfen zu können“, unterstreichen Landeshauptmann Stelzer und Wirtschafts-Landesrat Achleitner.

Landeskorrespodenz Oberösterreich

Haimbuchner zu FACC-Stellenabbau: „Oberösterreich-Paket bringt schnelle Hilfe für Arbeitssuchende“

Land Oberösterreich wird Standortsicherheit und Innovationsunternehmen langfristig unterstützen

Linz, 2020-09-18 – Der oberösterreichische Landeshauptmann-Stellvertreter und FPÖ-Landesparteiobmann, Dr. Manfred Haimbuchner, kommentiert den Stellenabbau bei FACC wie folgt: „Der von uns Freiheitlichen bereits im Frühsommer prognostizierte Dominoeffekt bei Kündigungswellen und Insolvenzen ist jetzt mit voller Wucht eingetreten. Das von uns als Landesregierung beschlossene Oberösterreich-Paket ist zwar in der Lage, einen gewissen Teil dieses Schadens aufzufangen, allerdings sind wir auch auf langfristige und nachhaltige Konzepte aus dem Bund angewiesen. Insbesondere aus dem Bundeskanzleramt und dem Wirtschaftsministerium erwarte ich mir einen detaillierten Plan zur Rettung der Industrie, der über bloße Steuerstundungen hinausgeht.“ ****

Industriefeindliche Politik auf Bundes- und EU-Ebene beenden

Der Landeshauptmann-Stellvertreter betont auch, dass die Ursache für die vielerorts auftretenden Probleme von Unternehmen in einer industriefeindlichen Politik, sowohl auf Bundes- als auch auf EU-Ebene zu finden seien: „Der Corona-Lockdown wurde von Bundeskanzler Kurz zwangsverordnet, ohne dabei auf die Bedürfnisse unserer Unternehmen einzugehen und als dann quer durch alle Branchen Hilferufe erschallten, wurden diese konsequent ignoriert. Das ist ein Armutszeugnis für einen Hochtechnologiestandort Österreich!“

Haimbuchner weiter: „Auf EU-Ebene beschließt dann das Parlament – mitten in der größten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten – dass ab 2027 keine Neuwagen mit Verbrennungsmotor zugelassen werden sollen. Aus Österreich stellt sich einzig die FPÖ dagegen. Wo sind hier die Stimmen der Vernunft aus vormals bürgerlich-konservativen Parteien wie der ÖVP?“

Abschließend stellt Haimbuchner fest, dass man sich „nicht wundern brauche“, wenn beispielsweise Firmen wie FACC, aber auch andere hochgradig innovationsgetriebene Unternehmen ihr Heil in russischen oder chinesischen Investoren suchen würden. Man müsse als Politik deshalb alles dafür tun, um Zukunftsindustrien in Österreich und auch insbesondere in Oberösterreich einen attraktiven Standort zu bieten: „Die industriefeindliche Politik der Bundesregierung und des EU-Parlaments muss ein Ende haben. Die Schäden, die hier angerichtet werden, werden uns sonst noch viel nachhaltiger beschäftigen als das Coronavirus.“

FPÖ Oberösterreich

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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