Österreichischer Judoverband installiert seinen Bundes-Stützpunkt im Olympiazentrum Oberösterreich

Das Olympiazentrum Oberösterreich auf der Linzer Gugl wird in Zukunft – konkret ab November – die neue Heimat für den Bundes-Stützpunkt des Österreichischen Judoverbandes (ÖJV) sein. Rund 30 Top-Judoka werden bis zu 20 Wochen im Jahr in Linz trainieren. Im Rahmen seiner Strategie 2024 hat der ÖJV ein neues Leistungssportkonzept implementiert, das den regelmäßigen, nationalen Zusammenzug der besten österreichischen Judoka am ÖJV-Bundes-Stützpunkt in Linz sowie den ÖJV-Stützpunkten in anderen Bundesländern vorsieht.

Österreichs Judo-Nationalteam, die besten Sportlerinnen und Sportler, die größten Talente sollen künftig im Judo-Bundes-Stützpunkt optimale Bedingungen und bestmögliche Betreuung und Infrastruktur vorfinden. ÖJV-Präsident Martin Poiger und Wirtschafts- und Sport-Landesrat Markus Achleitner unterzeichneten offiziell diese nachhaltige, zukunftsweisende Kooperation und sehen darin einen weiteren Meilenstein für Judo Austria.

„Judo hat im Sportland Oberösterreich generell einen sehr hohen Stellenwert und zählt zu jenen Sportarten, die bei uns besonders im Fokus stehen. Daher freuen wir uns sehr, dass der Österreichische Judoverband die Entscheidung getroffen hat, den neuen Bundes-Stützpunkt im Olympiazentrum Oberösterreich zu installieren. Es ist dies auch eine Anerkennung der bisherigen Leistungen des Landesverbandes und des Teams um Landestrainer Klaus-Peter Stollberg“, sagt Wirtschafts- und Sport-Landesrat Markus Achleitner. Landesrat Achleitner weiters: „Wir werden alles daran setzen, dass sich das rot-weiß-rote Judo-Nationalteam in Oberösterreich wohl fühlt und von hier aus den Grundstein für viele Erfolge legen kann.“

Von der Generalsanierung 2021 der Sporthalle beim Olympiazentrum OÖ werden besonders auch die Judoka profitieren

Das Sportland Oberösterreich freue sich, so Sport-Landesrat Achleitner, nicht nur über diese Zukunftsentscheidung des ÖJV, sondern biete für den neuen Judo-Bundes-Stützpunkt künftig auch eine perfekte Basis. Denn bereits jetzt stehe eine eigene Judo-Halle mit zwei permanenten Wettkampfflächen zur Verfügung und mit Olympiazentrum und Talentezentrum werde auch eine optimale Umfeldbetreuung für die Judoka geboten. „Im kommenden Jahr wird der Start für eine Generalsanierung und den Umbau/Ausbau der Sporthalle beim Olympiazentrum Oberösterreich samt aller dazugehörigen Bereiche erfolgen. Dabei wird auch für Judo nochmals ein Schub in Richtung Top-Infrastruktur – von den Umkleiden über Krafthalle bis zu Büroflächen – erfolgen“, so Landesrat Achleitner. Die detaillierten Pläne sollen noch im Herbst präsentiert werden. Darin würde nunmehr auch noch der eine oder andere Wunsch der Judoka einfließen.

Ob Top-SportlerInnen wie Sabrina Filzmoser, Daniel Allerstorfer oder die Borchashvili-Brüder Shamil, Wachid und Kimran, aktuell große Talente wie Rosalie Wöss, Daniel Leutgeb, Samuel Gassner oder Legenden wie Pepi Reiter und viele mehr, starke Vereine wie UJZ Mühlviertel, Multikraft Wels: Oberösterreich war und ist stets eine Judo-Hochburg.

„Wir sehen insbesondere die sportliche Perspektive und Chance, dass vor allem unsere vielen Kinder und Jugendlichen in den Vereinen und im Talentezentrum OÖ, unsere großen Nachwuchshoffnungen also, ihre Vorbilder des Nationalteams Woche für Woche unmittelbar vor Augen haben, dass für Talente und Asse gleichermaßen beste Trainingsbedingungen und vor allem Trainingspartner auf Top-Niveau auf der Linzer Gugl gegeben sind“, sagt Sport-Landesrat Achleitner. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, uns national und international bestmöglich aufzustellen, mit Bundesleistungszentren, Top-Trainingslager, dem Austausch mit Top-Coaches und das Kräftemessen mit internationalen Top-Sportlerinnen und Sportlern“, so Landesrat Achleitner.

JA zu Oberösterreich! Olympiazentrum OÖ wird zum Judo-Hotspot von Österreich

Der ÖJV richtet sich ab November im Olympiazentrum Oberösterreich ein, wird einen Gutteil des Trainings-Alltags – jeweils von Dienstag bis Donnerstag – auf der Linzer Gugl abwickeln. Rund 30 Top-Judoka werden bis zu 20 Wochen im Jahr in Oberösterreich trainieren. „Die Entscheidung lag auf der Hand“, bestätigt Judo-Austria-Sportdirektor Markus Moser. „Für Linz spricht nicht nur die zentrale Lage und eine gute Verkehrsanbindung, sondern auch eine Sport- bzw. Judo-Infrastruktur, die für unsere Trainer/innen und Athlet/innen keine Wünsche offen lässt.“

Judo Austria stellt sich unter ÖJV-Präsident Martin Poiger neu auf, um nachhaltig sportliche Erfolge garantieren zu können: „Wir warten bereits seit 2008 auf eine Judo-Olympia-Medaille, seit 2010 auf eine WM-Medaille. Wir müssen unseren Top-Athlet/innen ein ideales Trainings-Umfeld bieten. Das beinhaltet auch, dass unser Nationalteam öfter gemeinsam trainiert.“

Während im ÖJV-Büro in Wien die Nationaltrainer/innen-Bewerbungen aus 16 Nationen sondiert werden, laufen längst die Vorbereitungen für die Eröffnung des neuen ÖJV-Bundesstützpunktes im Olympiazentrum Oberösterreich. Wenn nächstes Jahr im Sommer die Olympischen Spiele in Tokio über die Bühne gehen sollen, wird es weitere infrastrukturelle Verbesserungen geben.

ÖJV-Bundesstützpunkt in Oberösterreich,

ÖJV-Stützpunkte in mehreren Regionen Österreichs

Die wichtigsten Anforderungen von Judo Austria waren:

  • Bis zu 30 Athlet/innen sollen rund 20 Mal pro Jahr von Dienstag bis Donnerstag in Linz zusammengezogen werden. In der verbleibenden Zeit wird man bewusst auch in anderen ÖJV-Stützpunkten Nationalteamtrainings abhalten. „Eine gewisse Flexibilität und Abwechslung wird es weiterhin geben“, stellt Martin Poiger klar. „Aber es kann nicht sein, dass wir in einer Gewichtsklasse mehrere Top-Athlet/innen haben, die trotzdem die meiste Zeit allein trainieren. Wenn wir uns weiterentwickeln wollen, dann braucht es neben der internen Konkurrenz zwischen Vereinen und Stützpunkten mehr innerösterreichische Zusammenarbeit.“
  • Flexible Trainingszeiten, umfassende Betreuung in den Bereichen Physiotherapie, Massage, Sportwissenschaft, Ernährung und Psychologie.
  • Unterkünfte für bis zu 20 Athlet/innen während der Trainings-Aufenthalte.
  • Büroräumlichkeiten für 3 Trainer/innen.

„Wir haben klar kommuniziert, dass wir eine ausländische Top-Trainerin oder einen ausländischen Top-Coach verpflichten werden, um die sportlichen Weichen bis 2024 in Paris endgültig auf Erfolg zu stellen. Spätestens dann wollen wir uns den Traum einer weiteren ÖJV-Olympia-Medaille erfüllen“, betont Markus Moser. Bis Ende Oktober soll es eine finale Head-Coach-Entscheidung geben, ab November 2020 wird der verstärkte Trainingsbetrieb in Linz anlaufen.

Gemeinsames Training auf Top-Niveau

für Sportler/innen und Coaches von besonderer Bedeutung

Daniel Allerstorfer: 

„Die Installierung des Bundes-Stützpunktes ist eine tolle Entwicklung für Judo Austria und auch Oberösterreich. Ich freue mich über diesen Schritt und bin mir sicher, dass das Olympiazentrum auf der Gugl ein optimaler Standort ist.“

Sabrina Filzmoser:

„Ein Quantensprung für das gesamte Team, die SportlerInnen und TrainerInnen, sowie den Österreichischen Judoverband. Für das Nationalteam ein Wahnsinnsgefühl, gemeinsam auf der Matte zu trainieren und den Fokus auf die Olympischen Spiele 2021 zu legen.“ 

Shamil Borchashvili:

„Wir alle haben das Ziel, in der Weltspitze kämpfen zu können. Dafür sind optimale Trainingsbedingungen und starke Trainingspartner die entscheidende Voraussetzung. Mit dem Bundes-Stützpunkt wird dies ermöglicht.“

Magdalena Krssakova:

„Internationale Spitzenleistungen bedingen, dass man sich im Training mit den besten Leuten messen kann, dass man ein perfektes Umfeld hat. Mit dem neuen Bundes-Stützpunkt wird dafür eine wesentliche Grundlage geschaffen. Darauf freuen wir uns.“

Daniel Leutgeb:

„Für uns jungen Sportler, für die vielen Talente ist es ein besonderer Ansporn, mit den besten österreichischen Judokas regelmäßig zu trainieren. Wir alle wollen uns ständig verbessern – und haben das große Ziel Olympische Spiele stets vor Augen.“

Klaus-Peter Stollberg, Bundes-Stützpunktleiter, Landestrainer OÖ:

„Es ist eine Anerkennung unserer Arbeit. Wir gehen mit großer Zuversicht an die neue Aufgabe heran. Gemeinsames Training ist eine wesentliche Basis für die positive Weiterentwicklung.“

Gerald Eidenberger, OÖJV-Präsident:

„Ich denke, es ist für den Judosport ein enorm wichtiger Meilenstein, eine optimale Sache. Wenn Top-Leute miteinander trainieren, das Niveau hoch ist, ein perfektes Umfeld geschaffen wird, dann sind auch Top-Leistungen möglich. Das streben wir an.“

©LandOÖ/Daniel Kauder

Wirtschafts- und Sport-Landesrat Markus Achleitner und Martin Poiger, Präsident Österreichischer Judoverband, beim Unterzeichnen der Kooperationsvereinbarung zur Einrichtung des neuen Bundesstützpunktes Judo im Olympiazentrum Oberösterreich.
 
Wirtschafts- und Sport-Landesrat Markus Achleitner und Martin Poiger, Präsident Österreichischer Judoverband, mit der unterzeichneten der Kooperationsvereinbarung zur Einrichtung des neuen Bundesstützpunktes Judo im Olympiazentrum Oberösterreich.
Judoka Shamil Borchashvili, Wirtschafts- und Sport-Landesrat Markus Achleitner und Judoka Daniel Leutgeb.
Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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